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Gehen oder Bleiben

Y
Am Anfang hast du eure unterschiedlichen Wünsche und Vorstellungen vom Leben aufgezählt und von vielen Kompromissen geschrieben. Das klang für mich so, als würded ihr beide immer wieder Kompromisse eingehen müssen.

Jetzt zählst du einen Teil davon aus und es stellt sich anders da. Ich sehe da keine Kompromisse. Und keine Einschränkungen auf beiden Seiten. Sondern offenbar lebt ihr das Leben schlicht nach SEINEN Vorstellungen.

Das kann nur unglücklich machen.

Ich sehe dennoch genug Raum für Entwicklung innerhalb der Beziehung. Wenn du das willst.

Aber dafür reicht es nicht, dass du neben dem, dass du sein Leben lebst, auch noch Dinge für dich machst.

Sondern ihr müsst ins Gespräch. Ihr müsst in die Konfrontation. Ihr müsst die Dinge ausdiskutieren und euch auf einer neuen Ebene kennenlernen. Und dazu muss auf beiden Seiten (auch auf deiner) die Bereitschaft zur Entwicklung sein. Die erstmal auch weh tun wird. Und alleine werdet ihr das wahrscheinlich nicht schaffen.

Aber Familie ist immer auch System. Und euer System funktioniert nicht. Du bist krank (jahrelange Therapie), deine Tochter ist krank. Das System muss sich verändern.

Unbedingt Paartherapie. Auch, wenn es zur Trennung kommt. Am besten mit einem systemischen Ansatz.

Und das würde ich ihn nicht fragen, sondern ihn auffordern. Er muss da mitziehen. Allein der Tochter seid ihr das schuldig.

Es hilft ihr langfristig nicht, wenn du Angst um sie hast und ihr den Rücken frei halten willst. Helfen könnte ihr aber eine Veränderung des Familiensystems. War das bei ihren Klinikaufenthalten nie Thema?

x 5 #121


K
Zitat von SeySan:
@J_Eulenspiegel gute Idee, das werde ich mal machen, wie ich mir mein Leben vorstelle. Ich hab zwar ganz viele Fragezeichen, besonders wenn ich zum ...

Nach 30 Jahren ist eine Beziehung eben nicht nur Eitelsonnenschein. 🤔 Sondern man muss daran aktiv " arbeiten" , diese gestalten.
Ich lese bei ejch keine grobe Differenzen, nur" Nevrnsächlichkeiten"

Paartherapie?

x 1 #122


A


Gehen oder Bleiben

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P
Zitat von kata_smiles:
" Nevrnsächlichkeiten"

Das ist eine coole Kombination aus 'Nebensächlichkeiten' und 'Nervensachen' .
Beides passt irgendwie. Auch die Kombi.

x 2 #123


K
Zitat von Perzet:
Das ist eine coole Kombination aus 'Nebensächlichkeiten' und 'Nervensachen' . Beides passt irgendwie. Auch die Kombi.


^^ wenn Tippfehler in der Ubahn mal Sinn ergeben.

x 1 #124


S
@Yoffi Es ist alles so kompliziert.
Zunächst einmal, ja bei meiner Tochter war alles Thema, glaube ich jedenfalls. Auch Familie und mehr als einmal haben wir als Eltern die Therapie mitgemacht. Das war eine schwierige Situation und zu der Zeit sind wir alle zusammen gerückt.

Und ich glaube, wenn sie auszieht, also etwas räumliche Distanz zu ihm hat, wird das Verhältnis besser. War bei unserer anderen Tochter auch so. Funktioniert super.

Nur sind wir beide, er und ich, jetzt weit auseinander gerückt. Wie das vorhin so treffend beschrieben wurde, ist das ein schleichender Prozess. Langsam immer weiter hat sich das nur funktionieren, der Alltag und auch Abstand eingeschlichen.
Und ehrlich, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr muss ich mir sagen, dass mit dem Auszug der Kinder nix mehr da war von Gemeinsamkeiten.

Irgendjemand sagte hier, ich solle mal nach gemeinsamen Interessen, Hobbies suchen - ja ich muss suchen. Ist nicht wirklich vorhanden.

Übrigens ist er wieder da seit ein paar Stunden. Ich lasse ihn ankommen. Ich fragte, wie war es? Was gibt es zu erzählen? Er sagte. War wie immer.

Das ist symptomatisch…..an unserer Kommunikation müssen wir wirklich arbeiten.

#125


HeavyDreamy
Zitat von SeySan:
Übrigens ist er wieder da seit ein paar Stunden. Ich lasse ihn ankommen. Ich fragte, wie war es? Was gibt es zu erzählen? Er sagte. War wie immer.

Das ist symptomatisch…..an unserer Kommunikation müssen wir wirklich arbeiten.


War zu erwarten oder?

Naja, wenn nur du dran arbeiten willst und er nicht - bringt es einfach NIX.

x 2 #126


S
@meineMeinung Darauf möchte ich noch antworten. Ich habe direkt überlegt, was würde ich dann machen… und da war sie wieder die Angst, die Unsicherheit und das Gefühl, abhängig von ihm zu sein.

Aber interessant ist, ich habe nicht gedacht, dass ich ihn liebe und es noch versuchen würde. Ich bin direkt in den Modus „wie kann ich das überleben gegangen.“
Und ich habe mich gefragt, ob es ihm auch so gehen würde.

#127


S
@HeavyDreamy ich glaube er hat große Angst und versteckt sich hinter Normalität.

#128


Hola15
Zitat von SeySan:
@HeavyDreamy ich glaube er hat große Angst und versteckt sich hinter Normalität.

Das ist ja schön und gut. Aber er ist der einzige der was dran ändern kann.
Das muss er selbst wollen und er tut es anscheinend nicht.

Stell dir vor es wäre eine Alk.. Da kannst du dich als Partnerin dran abarbeiten wie du willst, vielleicht leidet auch der Partner selbst. Aber wenn er sich nicht eigenständig stellt, kannst du nichts machen. Und wenn deiner nicht bereit ist an seiner Sprachlosigkeit zu arbeiten, dann darf das nicht dein Problem werden.

Gerade wir Frauen sind gern dabei Entschuldigungen und Rechtfertigungen für den Partner zu suchen und übersehen dabei welchen Preis wir selbst auf uns nehmen/ wir zahlen.

Abgesehen davon, dass wir den Partner in seiner Unfähigkeit fixieren und die Augenhöhe verloren ist.

Deine Lernaufgabe an der ganzen Sache ist es wohl, dich zu trauen deutlich zu kommunizieren.

x 2 #129


Hola15
Zitat von SeySan:
Ich bin direkt in den Modus „wie kann ich das überleben gegangen.“

Magst du uns dahin mitnehmen und uns die zugrundeliegende Angst vorstellen?

x 1 #130


Löwenzeh
Zitat von SeySan:
Ich fragte, wie war es? Was gibt es zu erzählen? Er sagte. War wie immer.

Das ist symptomatisch…..an unserer Kommunikation müssen wir wirklich arbeiten.

Es ist schwierig.

Warum fragst du nicht: hast du xy getroffen? Dies und das gemacht? Zeig mal Fotos!
Was ehrliches Interesse widerspiegelt.
Wenn du fragst: gibt's was zu erzählen? Und es war wie immer, denkt er halt, das lohnt nicht zu erzählen. Du fragst auch nicht erneut, also passt es wohl.
Seine Sicht.

Dich interessiert es wirklich nicht, WAS so im Urlaub war - du hast ganz anderes im Kopf (er vielleicht auch?)
Du bist bei dir und nicht bei ihm, sowas strahlt man aus, unweigerlich mit Mimik, Gestik, Tonfall, Blicken, die Art, wo du dich im Raum positioniert, tausend Kleinigkeiten. Es lädt nicht zum Gespräch ein, egal was dein Mund sagt
Und du bist es leid, es ihm aus der Nase zu ziehen! 30 Jahre sind verdammt lang.
Deine Sicht.

x 3 #131


HeavyDreamy
Zitat von SeySan:
ich glaube er hat große Angst und versteckt sich hinter Normalität.

Naja, wie schon Mal von mir erwähnt, auch du hast Angst, allerdings ist der Modus zwecks Ausbruch bei dir wohl stärker, als bei ihm, weil er es so lassen möchte, während du dich nach Veränderung sehnst und deswegen dich fragst, ob du das alles noch so hinnehmen willst.

x 1 #132


Hola15
Zitat von Löwenzeh:
Es ist schwierig. Warum fragst du nicht: hast du xy getroffen? Dies und das gemacht? Zeig mal Fotos! Was ehrliches Interesse widerspiegelt. Wenn du ...

So wie ich das interpretierte, gerade mit dem ‚Zeit zum Ankommen lassen‘, wollte sie eigentlich wissen ob er sich Gedanken gemacht hat. Das war ja ihre Hoffnung. Aber ich kann mich auch täuschen.

Aber auch falls es das war, warum nicht die Frage „Hast du dir Gedanken gemacht wie es weitergehen soll?“

x 1 #133


Igelfisch
Hallo SeySan

Verzwickte Sache in der Du Dich da befindest. Vielleicht würde ein vorübergehender Auszug etwas Klarheit bringen, auf beiden Seiten. Also über einen abgesteckt Zeitraum von 6 bis 12 Monaten. Das würde Dir Gelegenheit geben zu schauen, ob es wirklich so wäre wie Du es Dir vorstellst. Frei, unabhängig und selbstbestimmt. Ihm würde es Gelegenheit geben zu erkennen, dass es Dir ernst ist und nicht nur ein Furz, der alle Nase lang mal durchs Haus flattert und sich dann wieder verflüchtigt. Und Euch beiden würde es Gelegenheit geben zu erkennen, ob Ihr Euch gegenseitig vermisst, wenn Ihr Euch mal ein paar Tage nicht seht.

Für so einen Versuch ist es aber wichtig, dass man miteinander reden lernt. Wenn man das nicht schafft, entfernt man sich nur noch mehr. Das sollte also im Rahmen einer Paartherapie stattfinden und mit gemeinsamen Dates und Unternehmungen mit dem Ziel, sich wieder anzunähern. Es zeichnet sich dann ja ab, ob man sich wieder näher kommt oder ob man merkt, dass da einfach nichts mehr ist. Voraussetzung für diesen Versuch ist, dass es beide wirklich wollen.

x 2 #134


S
@Löwenzeh hm, vielleicht ein Bisschen bin ich es leid, aber ich habe es anders formuliert und ja, ich habe ein paar konkrete Fragen gestellt. Ein Gespräch kam nicht zustande. Meine Sicht.

#135


A


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