Yoffi
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Jetzt zählst du einen Teil davon aus und es stellt sich anders da. Ich sehe da keine Kompromisse. Und keine Einschränkungen auf beiden Seiten. Sondern offenbar lebt ihr das Leben schlicht nach SEINEN Vorstellungen.
Das kann nur unglücklich machen.
Ich sehe dennoch genug Raum für Entwicklung innerhalb der Beziehung. Wenn du das willst.
Aber dafür reicht es nicht, dass du neben dem, dass du sein Leben lebst, auch noch Dinge für dich machst.
Sondern ihr müsst ins Gespräch. Ihr müsst in die Konfrontation. Ihr müsst die Dinge ausdiskutieren und euch auf einer neuen Ebene kennenlernen. Und dazu muss auf beiden Seiten (auch auf deiner) die Bereitschaft zur Entwicklung sein. Die erstmal auch weh tun wird. Und alleine werdet ihr das wahrscheinlich nicht schaffen.
Aber Familie ist immer auch System. Und euer System funktioniert nicht. Du bist krank (jahrelange Therapie), deine Tochter ist krank. Das System muss sich verändern.
Unbedingt Paartherapie. Auch, wenn es zur Trennung kommt. Am besten mit einem systemischen Ansatz.
Und das würde ich ihn nicht fragen, sondern ihn auffordern. Er muss da mitziehen. Allein der Tochter seid ihr das schuldig.
Es hilft ihr langfristig nicht, wenn du Angst um sie hast und ihr den Rücken frei halten willst. Helfen könnte ihr aber eine Veränderung des Familiensystems. War das bei ihren Klinikaufenthalten nie Thema?