Zitat von GehenBleiben:Viele hier sind schon entnervt, dass ich nicht handle - aber wer handelt, wenn er nicht 100%ig überzeugt ist?
Also ich kann da nur für mich sprechen, aber ich bin nicht genervt weil Du nicht handelst, ich habe nur immer stärker werdende Zweifel an Deiner Authentizität bzw der dieser Geschichte und diese Zweifel (nicht Du) nerven mich. Und zwar massiv.
Zitat von GehenBleiben:Um das Wort Krebs mal wieder zu benutzen: Ich habe Seelenkrebs, aber der ist heilbar. Ich scheute die 'Chemotherapie', aber leider muss ich da jetzt durch, es gibt keinen anderen Weg. Das ist der größte Angang, den ich in meinem bisherigen Leben hatte, aber jetzt geht es los: Wohnung, Trennung, dann probiere ich mal mein Glück beim ehemaligen Techtelmechtel, wenns nicht klappt ist es halt so. Es ist mein Leben, meine Verantwortung für mein Glück, auf das ich ein Recht habe - denn wozu ist man denn sonst auf der Welt?
Was genau heißt, das Wort Krebs mal WIEDER zu benutzen?
Zitat von GehenBleiben:Nach all den Geschichten hier mit Fremdgehen, Partner verlieben sich fremd (was sogar mir selbst passiert ist) etc. kann ich mir vorstellen, irgendwann nach einer Trennung, vielleicht erst nach Jahren, genau das, was meine Frau Gutes an sich hat, zu vermissen. ZB wenn die einst angebetete Neue hier einen Thread eröffnet mit einer Beichte über Fremdgehen.
Zitat von GehenBleiben:Das wird helfen, das Grundproblem jedoch nicht lösen: Wenn ich das Gedankenexperiment mache ich entschuldige mich bei der anderen Frau und ich komme mit ihr zusammen: Dann glaube ich wird es so sein, dass ich, nachdem ich wochenlang super 6 hatte, dann die guten Seiten meiner Frau vermissen und sie heulend im Wohnzimmer sitzen sehen werde. Also egal was ich mache wird es innerliche Spannung geben.
Zitat von GehenBleiben:Bei Gehen hab ich übrigens auch Sorge, dass mein super Verhältnis zu meinem Sohn kaputt geht, so nach dem Motto Mama im Stich gelassen.
Sorry @GehenBleiben da mögen (hoffentlich) authentische Anteile drin sein, aber das Ganze ist nicht stimmig. Jeder Mensch in diesem Forum kann selbst bestimmen, wieviel er erzählen möchte und jede Geschichte ist natürlich immer nur eine Seite, der desjenigen, welcher erzählt, aber selbst dann ist diese eine Sichtweise in sich selbst stimmig, egal wie sehr oder eben wenig nachvollziehbar sie für zB mich ist. Menschen sind selten gradlinig und noch seltener handeln sie gradlinig im Gegenteil Menschen sind widersprüchlich, aber in sich stimmig widersprüchlich.
Du benutzt das Wort Krebs mal wieder?
Wenn sogar Du Dich fremd verliebst, muß es allen anderen ja auch passieren, die im nächsten Gedankengang, völlig logisch genau hier ein Thema eröffnen? Es ist egal, was Du tust, es wird innerliche Spannungen geben? Das Verhältnis zum 21jähirgen Sohn würde leiden?
Kennst Du das, wenn die Stimme und die Person auseinanderfallen? Oder bei synchronisierten Filmen, die Synchronstimme sich ändert, aber der Schauspieler der gleiche bleibt? Manche Menschen bemerken das ja nicht einmal, für andere ist irgendwas anders, aber es stört sie nicht weiter, mich treibt so etwas massiv umher.
Jedenfalls ist das exakt, das Gefühl, was ich hier habe.
Stimme und dargestellte Person/Situation passen überhaupt nicht zueinander.
Hinzukommt, daß es in letzter Zeit immer wieder Beiträge gegeben hat, die nach dem exakt gleichen Muster aufgebaut wurden. Es gibt jemanden, der sich vielleicht trennen möchte, weiß nicht, ob er es darf, beleuchtet einzelne Aspekte (also aktiv vom Ersteller der Situation werden bestimmte Aspekte wie mit einer Taschenlampe beleuchtet) und kommt immer und immer und immer wieder an den Punkt, daß Trennung Mut braucht und daß es kein Argument der Welt und kein hübsch artifizielles Dilemma, einen davon entbindet, entweder eine Situation zu verändern oder sich dafür zu entscheiden, diese Situation anzunehmen und eben in dieser zu verbleiben.
Nun könnte man natürlich argumentieren, daß es in diesem Forum kein Recht auf Wahrheit gibt, ist ja das Internet, ne, kann mir ja auch das große grüne Spagettimonster erzählen, es wäre rosa und lieb. Gut es mag sicher eine Handvoll Leute geben, die das schon als Gaslightning empfinden oder sich zumindest hinters Licht geführt fühlen, weil man ja echtes Mitgefühl für eine unechte Situation entwickelt. Aber ist ja deren Entscheidung ne.
Naja, nicht so ganz! Das Ding ist ja, wenn ich 100%ig sicher gehen will, daß niemand die Geschichte erkennt, dann schreibe ich sie in ein Tagebuch. Ja, aber dann bekomme ich ja kein Feedback. Genau richtig. Das ist der Deal, eine halbwegs authentische Geschichte, gegen authentisches Feedback. Wer die eigene Geschichte zu sehr manipuliert, dem geht es nicht um ehrliches Feedback, egal, was er sich selbst erzählt, dem geht es um Aufmerksamkeit.
Und das wäre ausgesprochen berechnendes Verhalten, nicht wahr?
Wie gesagt @GehenBleiben ich bin nicht genervt von Deinem Nichthandeln, Wege dauern so lange sie dauern, 100%ige Sicherheit ist bestenfalls Kinderdenken und damit weder die eigene Verantwortung wahrnehmend noch reif. Ich bin genervt, weil ich das Gefühl nicht loswerde, daß etwas an dieser Geschichte unstimmig ist und zwar nicht ein bißchen unstimmig, sondern massiv.