Zitat von Ella:Mir kommt es vor, als würdest du dich zu stark engagieren in die Familienangelegenheiten deines Partners. Und dass du ihn als labil empfindest, als ...
Ich denke ich habe ein eigentlich gesundes Nähe/Distanz-Verhältnis und normalerweise mische ich mich nicht in Familienangelegenheiten ein. Es "interessiert" mich auch nicht, was zum Familienbruch führte. Ich kenne die äußerst tragische Geschichte dahinter, aber damit hatte ich nichts zu tun und ich will niemanden aufgrund der Vergangenheit verurteilen.
Das hier wurde mir allerdings aufs Auge gedrückt.
Ich empfinde meinen Partner nicht als labil. Als sehr sensibel ja & auch als sehr feinfühlig. Nach außen ist er ein ganzer Kerl, aber eigentlich ist er ein "Softie" (& da stehe ich unglaublich drauf:) ).
-Er wurde garantiert durch den viel zu frühen & plötzlichen Tod seines Papas traumatisiert, was auch der Grund ist, warum er extreme Verlustängste hat und so sehr an seiner Mutter hängt.
Die Angst dass ihr was passieren könnte, ist sein Kryptonit. Er war ihr gegenüber extrem verantwortungsbewusst, war ständig bei ihr und hat wirklich ALLES für sie getan.
Erst seitdem er mich kennt, wurde er "unzuverlässiger", verbringt lieber die Zeit mit mir als mit ihr & das was ich am wichtigsten erachte:
Er (er)lebt seinen größten Traum.
Er steckte wirklich viel Herzblut in seine Aus- & Weiterbildungen um "irgendwann" im Ausland arbeiten & leben zu können. Seine Verlustängste und Schuldgefühle hielten ihn lange davon ab.
Heute sagte er zu mir: ich bin so froh dass wir uns gefunden haben. Weil 200 km Entfernung nicht ausgereicht haben, musste ich in ein anderes Land abhauen um Dir zu entkommen

Mit dem Auswandern hat er den bisher wohl mutigsten Schritt in seinem Leben gewagt:
Freiwilliges Loslassen ohne die Angst zu haben etwas/jemanden zu verlieren.
Ich bin unglaublich stolz auf ihn und er ist es auch.
Deswegen werde ich nach bestem Wissen & Gewissen meinen Teil dazu beitragen, dass er auf dem Endspurt zu seinem Traumjob nicht durch sein Kryptonit behindert wird.
Gänzlich kann ich mich nicht daraus winden & es auch nicht komplett von ihm fernhalten.
Seine Mutter hat das Thema ja nun einmal angesprochen (aus welchen Gründen auch immer) und er ist ihr Sohn.
Aber ich denke es reicht aus, wenn ich ihm sage dass seine Mutter mit mir über ihre Wünsche gesprochen hat und ich es gut finde wie sie sich darum kümmert.
FALLS er irgendwann mehr darüber wissen möchte, dann werden entweder er und seine Mutter oder wir beide darüber sprechen.