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Getrennt zusammenlebend - Dating und Kommunikation

Ouabain
Zitat von ommsen:
Trennungsjahr kann nicht vor dem Auszug beginnen, weil es wie beschrieben eben baulich bedingt nicht möglich ist.


Klingt gemütlich bei Dir daheim. Da hätte ich es anstelle Deiner Ex womöglich auch nicht allzu eilig Zwinkerndes Gesicht

Zitat von Bockwuchst:

Aber vielleicht wäre sie sich sicherer, wenn du ihr Sicherheit bieten würdest?


So wie ich @ommsen inzwischen verstehe, gibt es da kein echtes Problem.
Sie hätte zwar gerne mehr Sicherheit, bringt aber offenbar gleichzeitig viel Geduld mit.

#76


B
Ja, wie gesagt. Wenn das für alle passt, ist ja alles in Butter. Wollte nur auf ein paar Dinge hinweisen, die man vielleicht nicht sieht, wenn man selber drin steckt.

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A


Getrennt zusammenlebend - Dating und Kommunikation

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O
Zitat von Bockwuchst:
Du bist hier natürlich niemand Rechenschaft schuldig. Und du musst dich auch nicht rechtfertigen. Und ich kann nur interpretieren, was ich hier so lese. Aber vielleicht wäre sie sich sicherer, wenn du ihr Sicherheit bieten würdest? Du bist ja alles in allem noch nicht mal offiziell von deiner Frau getrennt. Versteh ...

Glaub mir, nichts lieber als das.
Ich kann und will aber keine unüberlegten und unabgestimmten Dinge machen. Vor allem wegen des Sohnes werde ich sie daher nicht rausschmeißen und will selbst auch nicht einfach so gehen.
Alle wissen bescheid, Familie, Freunde, nur eben die (engen und guten) Nachbarn nicht, weil es da ein paar Kapeiken gibt, die ihre Familienkommunikation nicht gut steuern können - haben da leider schon schlimme Sachen erlebt. Wir wollen da noch unseren Sohn schützen. Den mussten wir bisher noch nicht informieren, weil er uns nicht bewusst als Liebespaar kennt und wir beruflich bedingt schon länger abwechselnd mit ihm unterwegs sind - gemeinsame Unternehmungen oder Reisen gibt es schon seit 2,5 Jahren nicht mehr. Daher stellt er auch keine Fragen wie "warum umarmt ihr auch nicht?" oder sowas. Das macht es fast noch schwerer, ihm das beizubringen, dass jetzt war anders ist.

Die Kommunikation zu unserem Sohn passiert aber zeitnah, dann werden auch alle engen Nachbarn informiert. Damit sind wir schon einen Schritt weiter. Parallel werden rechtliche Dinge geklärt und auch schonmal sowas wie Kontentrennungen gemacht oder eine Haushaltsliste, wer was behalten will etc.
Wenn sie jetzt noch eine Wohnung allein schon in Aussicht hätte, wären 99% meiner Sorgen weg. Ist aber noch nicht so

#78


DieSeherin
Zitat von ommsen:
Trennungsjahr kann nicht vor dem Auszug beginnen


jein... wenn ihr euch dann irgendwann einig seid, könnt ihr gemeinsam sagen, wann ihr das trennungsjahr begonnen habt.

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O
Zitat von DieSeherin:
jein... wenn ihr euch dann irgendwann einig seid, könnt ihr gemeinsam sagen, wann ihr das trennungsjahr begonnen habt.

das habe ich auch immer gesagt, aber in einer anwaltlichen Beratung wurden mir einige Kriterien genannt, z.B. das mit der Wäsche oder Einkauf, die wir nicht abbilden können.
Ich weiß zwar nicht, inwieweit das überhaupt geprüft werden kann im Nachhinein, aber rechtlich geht es ja wohl auch darum, die Wahrheit zu sagen.
Und ehrlichweise ist das für mich nur ein rechtlicher Status. Entscheidend ist doch, dass die Ex aus dem Haus weg ist. So wie ich bisher mit der Next gesprochen habe, ist der Ehestatus im Hintergrund aktuell sowas von egal. Zumal ich nicht vorhabe, sie irgendwie nächstes Jahr zu heiraten

#80


N
Deine Situation ist schon sehr speziell. Denn von außen betrachtet, sieht alles bei Dir wie bei einer ganz "normalen" Affäre aus.
Deine Frau hat vor zwei Jahren mal die Trennung ausgesprochen und ihr schlaft in getrennten Zimmern, aber sonst hat sich nicht viel geändert.
Du hast vor der Trennung Deiner Ex mal die Scheidung angesprochen, aber getan hat sich da auch nichts. Du bist noch nicht mal vollständig orientiert, wie Trennungsjahr und Scheidung ablaufen, stehst also noch ganz am Anfang.
Aber Deine Frau hat mal gesagt, dass sie auszieht und Du sie nicht sofort ausbezahlen musst, und darauf vertraust Du jetzt.

Von außen betrachtet ist das nur eine lieblose Ehe "mit Side-Chick" von dem die Ehefrau weiß und ein paar Freunde und Verwandte.

Ich denke, dass Du da noch einen langen Weg vor Dir hast und eben einer neuen Partnerin keine Sicherheit bieten kannst, solange Du den Weg noch nicht zu Ende gegangen bist.

Ich drück Dir die Daumen, dass Deine Freundin so lange Geduld mit Dir hat, bis Du frei für sie bist.

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B
Will hier nicht den Oberlehrer spielen. Ich bin auch seit einem halben Jahr in einer neuen Beziehung, obwohl die Scheidung noch nicht offiziell gerichtlich besiegelt ist, weil wir immer noch Auseinandersetzungen hauptsächlich um den Zugewinnausgleich haben. Aber ich bin schon vor 2,5 Jahren ausgezogen. Wenn man immer noch so eng mit der Ex zusammenwohnt, quasi nur getrennt schläft, ich stellt mir das schon schwierig für die Neue vor.
Nochmal, sieh das nicht als Vorwurf oder Angriff. Aber sei dir bewusst, dass auch die Geduldigste sich irgendwann klare Verhältnisse wünscht. Und nimm die rechtlichen / finanziellen Dinge nicht auf die leichte Schulter. Lass dich anwaltlich beraten, bevor du irgendwelche Vereinbarungen triffst. Du musst das deiner Ex ja nichtmal erzählen, dass du beim Anwalt warst, aber du bist dann einfach informiert.

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alleswirdbesser
Zitat von Ouabain:
Findet sich da kein Zeitpunkt, wo das Kind vielleicht anderweitig versorgt ist?

Stimmt, fährt die Ex nie weg mit dem Sohn? Übers Wochenende zum Beispiel?

#83


O
Zitat von Nalf:
Deine Situation ist schon sehr speziell. Denn von außen betrachtet, sieht alles bei Dir wie bei einer ganz "normalen" Affäre aus. Deine Frau hat vor zwei Jahren mal die Trennung ausgesprochen und ihr schlaft in getrennten Zimmern, aber sonst hat sich nicht viel geändert. Du hast vor der Trennung Deiner Ex ...

Das ist mal eine schöne Außenansicht, die mir natürlich arg zu denken gibt.
Dass die Geduld der Next endlich ist und dass ich mir auch vorwerfen lassen muss, dass ich nicht schon mehr gemacht habe, das ist mir selbst natürlich schon ein Dorn im Auge.

Ansonsten ist es ja für mich auch sehr schön, dass diese etwas harte zu lesende Außenansicht von innen komplett anders ist und ich hier nicht der große Affären-Johnny bin, sondern dass ich hier eigentlich bereits einen harten Weg hinter mir habe und ich derjenige bin, der hier ständig die Anstöße gibt mit der Ex gibt - für alles.

Innenansicht: Die Ex hat sich von mir getrennt und das ohne Vorankündigung, ohne Auslöser, ohne Reden, ohne irgendwas. Ich habe 6 Monate lang versucht, irgendwas aus ihr rauszukriegen, zu reden, Paartherapie vorgeschlagen und war komplett im Loch. Autopilot im Alltag - irgendwie funktionieren. Da dachte ich noch, ich würde alles wie vorher wollen und wollte sie noch zurückerobern. Weitere 6 Monate habe ich dann nach der ausgesprochenen Trennung gebraucht, um mich zu sortieren, Gesprächstherapie etc. - wir waren unser halbes Leben lang zusammmen, da bricht schon eine Welt zusammen - vielleicht auch mal mitdenken...

Das hat mich nochmal 4 Monate gekostet, die sich aber heftig gelohnt haben, weil ich mich mit mir selbst beschäftigen konnte und erstmalig klar sehen konnte. Währenddessen kam von ihr nichts und es gab nicht einmal den Anflug von "ich zieh aus zu einer Freundin" oder sowas. Sprich für sie ist alles komplett konsequenzlos, während ich hier gestruggled hab ohne Ende.
Dann, als ich gemerkt habe, dass ich mal ausbrechen muss, habe ich zufälligerweise die Next kennengelernt und wir waren beide nicht auf Beziehung aus, aber so kann sich das halt auch schnell mal ändern...

Also die 2 Jahre sind für mich in mir keine 2 Jahre einfach so, sondern da ist bei mir viel passiert.
Was die Next angeht, dann ist sie lückenlos informiert und kennt auch diese Reise - hat im Übrigen ähnliches erlebt, wenn natürlich anders gelagert. Vielleicht habe ich deswegen auch einen kleinen "Bonus" bei ihr.

Ansonsten gebe ich dir recht, wir stehen inhaltlich trotzdem am Anfang. Das mit der rechtlichen Beratung ist für mich wirklich schwierig. Das ganze Thema überfordert mich massiv - gefühlt hat dazu jeder ne Meinung und die ist nicht immer konsistent. Auch Chatty und Co helfen nur bedingt.
Daher war ich bei einer Anwältin, aber die hat mich 1h zugeballert mit Informationen und meinte, dass alles weitere natürlich nur mit Mandat gemacht werden kann. Ich habe versucht zu erklären, dass ich die Basics brauche und einfache Erklärungen, aber die Frau kam aus dem Anwaltssprech leider nicht raus. Das hat mich auch deswegen abgeschreckt, weil da auch schon wieder Formulierungen kamen, die mir gezeigt haben, dass Anwälte eben das beste für den Mandanten rausholen wollen. Darauf habe ich keine Lust. Wir haben keine großen Vermögen rumliegen und keiner hat hier massiv viel mehr reingesteckt als der andere. Wir haben eigentlich immer alles so gut wie möglich 50/50 gehabt. Sie ist mir (noch) wohlgesonnen und ich will, dass das so bleibt.

Wieso ein Notar uns irgendwas "andrehen" soll, was man dann nicht mehr zurückdrehen kann, erschließt sich mir nicht (hat ein Vorposter irgendwie insinuiert). Ich will ein geräuschloses Ding, wo jeder einfach fair behandelt wird. Ich sehe da keine Nachteile. So wie ich das erlesen habe, MUSS der Notar neutral aufteilen. Dadurch kann gar kein Nachteil entstehen.
Wenn da jemand Erfahrungen hat, dann gern mehr dazu.
Ich vertraue im übrigen auch nicht darauf, was meine Ex sagt, sondern wir sind uns einig, dass wir solche Vereinbarungen natürlich auch schriftlich uns rechtlich sicher hinterlegen wollen. Auch hier ist vielleicht ein anderer Eindruck entstanden.

#84


O
Zitat von alleswirdbesser:
Stimmt, fährt die Ex nie weg mit dem Sohn? Übers Wochenende zum Beispiel?

Ist nicht häufig passiert, maximal 2x in diesem Jahr. Aber selbst wenn, die Next möchte das nicht - ich hatte es schon mir ihr besprochen

#85


O
Zitat von ommsen:
Das ist mal eine schöne Außenansicht, die mir natürlich arg zu denken gibt. Dass die Geduld der Next endlich ist und dass ich mir auch vorwerfen lassen muss, dass ich nicht schon mehr gemacht habe, das ist mir selbst natürlich schon ein Dorn im Auge. Ansonsten ist es ja für mich auch sehr schön, dass diese etwas ...

Der rechtlich korrekte Begriff aus meiner Sicht: Trennungsvereinbarung/Trennungsfolgenveranbarung beim Notar.
Sollte alles, was nötig ist, regeln und ist dann Basis für die Scheidung, die dann schneller und vor allem mit einem Anwalt (Stichwort Kosten) vollzogen werden kann. Also es ist schwierig für mich, aber ich bin jetzt auch nciht ganz unwissend. Aber gemacht habe ich es halt auch noch nicht, sprich wenn einer da praktische Erfahrungen hat, gern.

#86


DieSeherin
Zitat von ommsen:
Ich habe versucht zu erklären, dass ich die Basics brauche und einfache Erklärungen, aber die Frau kam aus dem Anwaltssprech leider nicht raus. Das hat mich auch deswegen abgeschreckt, weil da auch schon wieder Formulierungen kamen, die mir gezeigt haben, dass Anwälte eben das beste für den Mandanten rausholen wollen. Darauf habe ich keine Lust.


ich habe damals meinem anwalt (ein guter freund von mir, daher hatte ich einen großen vorteil) gesagt, dass ich eine scheidungsfolgevereinbarung mit meinem ersten mann machen möchte, er für mich eher der mediator, als denn ein jurist sein soll und dann haben wir genau zwei termine gebraucht, bis wir etwas zusammengeschrieben hatten.

damals war auch noch nicht gleich eine scheidung angedacht, aber wir wollten das ganze einfach schon mal auf papier fixieren - ganz davon abgesehen, wir eine scheidung günstiger, wenn man damit den streitwert klein hält.

(huch, während ich schrieb, schriebst du 😄 )

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B
Kommt halt drauf an, ob ihr euch in allem einig seid. Der Notar schreibt auf, was ihr ihm sagt. Der bestimmt z.B. nicht wie viel euer Haus wert ist, wer dann wem wie viel auszahlen muss, ob die Bank den anderen aus dem Kredit raus lässt, ob ihr euch beim Kindesunterhalt und dem Umgang (Stichwort Wechselmodell) einig seid.
Bin da ein gebranntes Kind. Wenn es da bei euch keine Steitpunkte gibt, funktioniert das.

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Zitat von Bockwuchst:
Kommt halt drauf an, ob ihr euch in allem einig seid. Der Notar schreibt auf, was ihr ihm sagt. Der bestimmt z.B. nicht wie viel euer Haus wert ist, wer dann wem wie viel auszahlen muss, ob die Bank den anderen aus dem Kredit raus lässt, ob ihr euch beim Kindesunterhalt und dem Umgang (Stichwort Wechselmodell) einig ...

das sind wertvolle Einblicke. Was mich aber daran stört ist, dass ich das anders gelesen habe. Ein Notar kann ein reiner Ausfüllungsgehilfe von Dingen sein, die man festhalten will. Ich habe auf diversen Anwalts- und Notarseiten davon gelesen, dass dieser auch durchaus berät, vorschlägt, berechnet etc.
Nur eben neutral...da kommt mir schon wieder der kalte Kaffee hoch, weil es doch soooo kompliziert nicht sein kann.

Nur zur Anschauung...z.B. sowas hier suggeriert mir, dass das eigentlich genau das ist, was wir uns vorstellen
https://www.kanzlei-heidicker.de/notar-...egeln.html

#89


Ouabain
Zitat von ommsen:
Ich habe auf diversen Anwalts- und Notarseiten davon gelesen, dass dieser auch durchaus berät, vorschlägt, berechnet etc.


Was Du suchst, ist ein rechtlicher Mediator. Oft sind das spezialisierte Anwälte mit entsprechender zusätzlicher Ausbildung. Kann sein, Notare das auch anbieten. Man muss da ein wenig die Angebote vergleichen.

Wir waren damals bei einem so spezialisierten Anwalt und haben den fertigen Vertrag dann vom Notar beglaubigen lassen. So herum war die günstigste Variante.

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