@Zorra
die Beziehung zu meiner Tochter ist überhaupt nicht durch richterliche Beschlüsse geprägt. Sie ist durch richterliche Beschlüsse geschützt.
wir haben eine sehr innige Beziehung, und die hatten wir auch immer schon. ich denke, dass mein Kind mir auch manches anvertraut, das sie ihrer Mutter nicht unbedingt erzählt, weil sie weiß, dass ich sie nicht verurteile.
Ihre Mutter indessen ist nicht blöd. 90 % ihrer 'Erziehung' würde ich mitverantwortend unterschreiben. 10 % aber sind Ausdruck von krasser emotionaler Missbräuchlichkeit.
zB hatten wir vorgestern ein Videofonat, bei dem mein bester Freund dabei war. Der war mein Trauzeuge und er und meine Tochter haben sich immer super verstanden. Er fragte sie, ob sie inzwischen wieder ein Haustier habe, und sie sah beiseite und antwortete, dass sie keines habe, weil sie nicht fähig sei, sich um eines zu kümmern.
Das ist Bullsh*t. Meine Tochter liebt Tiere über alles, und zwar so ziemlich jedes Tier. Und sie ist 10. Natürlich kann sie die Verantwortung für ein Haustier noch nicht allein übernehmen, aber sie wäre schon bedeutend reifer in dieser Hinsicht als andere Kinder in ihrem Alter.
Da wurde ein Wunsch mit einem Vorwurf beendet, den sie internalisiert.
oder wenn ich an früher denke, wenn mein Vater ihr Geld schenkte. und sie das freudestrahlend entgegen nahm mit der Aussage, sie wolle das ihrer Mutter geben, weil sie nämlich arm seien.
Als Überlebende von Mißbrauch durch ihre eigene Mutter bringt meine Exfrau ein unfaßbares emotionales Mißbrauchspotential mit.
Für mich wird das auch darin deutlich, dass sie von einer Beziehung in die nächste springt, den neuen Lebensgefährten dann samt unserem Kind hinterherzieht, und überall BonusPapas und Bonus-Geschwister/ Verwandte einführt.
und ich hasse Auseinandersetzungen vor dem Familiengericht. das ist nach meinem Dafürhalten ein Armutszeugnis für beide (!) Eltern. ich weiß aber auch nicht was ich sonst noch tun könnte. Mediationen wurden alle abgelehnt, nachdem meine Ex befand sie werde dort unfair behandelt, weil ich die Psychologinnen manipuliere.
und ich versuche diese Streitereien und diesen Konflikt so weit wie nur möglich aus der gemeinsamen Zeit mit meiner Tochter heraus zu halten. ich äußere zB nie Kritik an ihrer Mutter, ich verkneif es mir sogar welche zu denken. nicht zuletzt habe ich sie ja auch mal geliebt.
aber ich bin durchaus bereit den gemeinsamen Raum, den meine Tochter und ich haben auch rechtlich zu schützen.
und tatsächlich arbeite ich daran, ihn auszubauen. im Augenblick muss ich mich noch mit meinem Ausbildungsgehalt begnügen. Aber wenn ich mal fertig bin, wird mit eine meiner ersten Maßnahmen sein, das Geld zusammen zu sparen aus dem Stand und ab sofort eine Wohnung für uns beide finanzieren zu können. Und Parallel will ich auch daran arbeiten, dass sie hier in meinem Garten adäquaten Wohnraum hat, und zwar für ein Leben lang. ich will dass sie langfristig einen Raum hat und eine Heimat, die ihr nichts abverlangen, einen SafeSpace der Schönheit, der sie immer willkommen heißt.
und die Eine meine will ich auch noch finden, und ihr einen Ring an den Finger stecken
😄das ist ganz schön viel wollen!
aber sollte letzteres nicht mehr möglich sein, schreib ich eben Romane und pflege kranke Menschen.
das ist fast so ein Vorteil in meinem Beruf. man kann auch die Pflege nicht zu Ende pflegen
