Zitat von Arnika: Irgendwie scheint von manchen hier die Grundhaltung zu sein: Wenn ich mir nur lang genug eine reinhauen lasse, wird der andere schon irgendwann mal draufkommen, dass ihm das nicht guttut
Das hab ich hier so nirgendwo gelesen

Aber gut - jede/r interpretiert mit der eigenen Lesebrille.
Ich sehe es so, dass bei einem Teenie - wenn er gewalttätig wird, vor allem auch gegen Mitglieder der eigenen Familie - bis dahin etwas falsch gelaufen ist. Meist tatsächlich nicht klar genug gesetzte Grenzen. Diese Kinder sind ein Produkt ihrer Erziehung, wobei viele Eltern durchaus aus Liebe zu nachgiebig gewesen sein mögen. Es ist aus meiner Sicht ein großes Problem, dass Eltern mittlerweile gerne „Freunde“ für ihren Nachwuchs sein und sich durch ein klares „Nein“ nicht unbeliebt machen wollen.
Ob es nun z. B. einmal jährlich das neueste Handy, akzeptierendes Schuleschwänzen („okay, dann bleib heute zuhause, ich schreib Dir ne Entschuldigung“) oder auch das Unterlaufen von Umgangsregelungen („hab keinen Bock, am Wochenende zum Papa zu gehen“) ist.
Das funktioniert nicht, meiner Beobachtung nach. Kinder brauchen (und fordern) Grenzen und je älter sie werden, desto mehr muss man die Diskussionen darum auch aushalten können. Wer selber Kinder hat, der weiß, wie sie einen zur Weißglut bringen können. Als meins in die Pubertät kam, hätte ich es am liebsten zur Adoption frei gegeben, bezweifel jedoch, dass ich einen Abnehmer gefunden hätte. Mittlerweile bin ich sehr froh, dass ich es behalten habe

Ja, die Eltern sind meiner Meinung nach verantwortlich, ich tu mich jedoch schwer mit dem Begriff „Schuld“. Es steckt zum einen keine böse Absicht dahinter, zum anderen benötig man auch Kraft, um das durchzustehen - grade jemand, der alleinerziehend ist, hat die manchmal einfach nicht. Deshalb ist es keine Schande, sich so schnell wie möglich Hilfe zu holen, wenn es aus dem Ruder läuft. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass „alles an den Staat delegiert wird“.
Zitat von Arnika: Also eins könnt ihr euch sicher sein: Wagt es so ein Milchbubi nur einmal, mir eine reinzuhauen, werde es danach nicht ich sein, die bei der Kummernummer flennen muss.
So‘n 14jähriger Milchbubi kann durchaus schon mal 170/70 groß und schwer sein. In Kombination mit Testosteron und Adrenalin wäre es dann gut, wenn Du in Krav Maga geschult bist.
Zitat von Fenjal: Gewollt hat die Userin Sokrates in die Diskussion gebracht,
Natürlich hab ich das gewollt in die Diskussion gebracht. Passte einfach zum Lamentieren über „die heutige Jugend… alle… immer… nie…“
Extra für Dich:
Ja, auf manches kann ich nur spöttisch reagieren. Das ständige „Nimm den Teckel an die Leine, schulter das Gewehr und geh mit Oma raus in den Wald, drei Hasen schießen!“ ist halt ein wenig praktikabler Tipp für Kinder, die in Hamburg-Billbeck oder im Plattenbau in Frankfurt/Oder aufwachsen. Wobei mir natürlich klar ist, dass Du hier gerne und mit Genuss polarisieren möchtest
