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Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

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Gewalt gegen Eltern

Fenjal
@Umbra_ eben, solidarisch sie zu umarmen, sie nicht in Verantwortung bringen und sie darin zu unterstützen Distanz zu wahren, zu leben ohne Schuldgefühl, das ihr der ein oder andere versucht einzureden.
Ihr Sohn hat sie angegriffen, dafür gibt es keine Entschuldigung oder Verharmlosung, die noch dazu mit philosophischen Sprüchen betrieben wird,.... ist für mich mehr als herabsetzend.

#301


Vienne
Zitat von QueenA:
@Vienne Stimme dir zu! Mir ging es ganz klar nicht um HickHack sondern um fachliche Grundlagen zu teilen. Das unkommentiert stehen zu lassen, wäre definitiv für die komplette Sichtweise auf Hilfen zu Erziehung (Kinder- und Jugendhilfe) nicht förderlich. Sorry, wollte damit sicherlich nicht @DaisyL zu nahe treten. ...

Deine Beiträge, meine Liebe, sind sehr hilfreich und kompetent.

Und eben mit Fachkompetenz.

Ich wollte nur ebenfalls niemanden vor den Kopf stoßen und habe deshalb keine Namen genannt...

x 3 #302


A


Gewalt gegen Eltern

x 3


QueenA
@Vienne alles gut
Danke für dein Feingefühl 🙏

x 2 #303


Vienne
Zitat von Umbra_:
Schon als dieser Strang eröffnet wurde, dachte ich sofort, dass das hier wieder ausartet. 😏

Ja .. deshalb möchte ich versuchen, hier Sachlichkeit herein zu bringen.

@DaisyL

Ich umarme dich ganz fest 🤗
Ich finde es sehr mutig, dass du den Thread eröffnet hast.
Und ich hoffe sehr, dass sich hier noch jemand mit Fachkompetenz meldet, der dir tatsächlich weiterhelfen kann.

x 7 #304


Malea-
Zitat von QueenA:
Ja, Hochrisikogewalt bei Jugendlichen ist gut dokumentiert. Nicht belegt ist jedoch, dass sie unkorrigierbar wäre oder dass Abschreckung ...

🎯
Zitat von Umbra_:
, ich verabscheue den Vorfall zutiefst.Aber was bringt es der TE hier mit Allgemeinheiten zu dem Thema zu kommen. Es geht doch hier um ihre ganz sp...

🎯
Zitat von Vienne:
Ja .. deshalb möchte ich versuchen, hier Sachlichkeit herein zu bringen. Ich umarme dich ganz fest Ich finde es sehr mutig, dass du den Thread eröf...

Danke ! 🤗

x 6 #305


Amaible
Liebe@DaisyL, ich finde es wirklich bewundernswert, dass du dieses Thema im Forum thematisiert.
Ich denke, dass viele hinter verschlossenen Türen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, allerdings nicht den Mut haben, so offen darüber zu sprechen. Daher finde ich es toll, dass du es teilst.

Ja, es ist schwierig, in die Köpfe mancher jungen Menschen zu schauen. Es ist einfach ein Wandel passiert, der oft nicht nachvollziehbar ist. Irgendwie ist der Respekt zu den Eltern nicht mehr der gleiche, der vor Jahren noch da war.

Meine Tochter war im ähnlichen Alter sehr, sehr schwierig, hat mich körperlich zwar nicht attackiert, ist allerdings komplett gegen den Strom geschwommen.
Wir haben schon oft über diese Zeit gesprochen (unser Verhältnis ist mittlerweile wieder sehr gut) und ich glaube, dass es ihre Art war, mit meiner Kraftlosigkeit umzugehen. Damals befand ich mich in der Trennungsphase zu dem Vater meiner Kinder.
Ihr fehlte der Halt, den ich ihr zu dem Zeitpunkt nicht geben konnte und dagegen hat sie rebelliert auf ihre Art, mit Aggressionen und Aufmüpfigkeit.
Ich habe damals eine Familienhilfe als Unterstützung an meiner Seite gehabt und dann auch endgültig die Trennung vollzogen.
Das Verhältnis zu meiner Tochter hat sich dann auch so nach und nach wieder entspannt.

Ich glaube, viele jungen Leute drücken mit solchen Attacken ihre Unzufriedenheit aus, daher solltest du dir einen Beistand suchen, der dich unterstützt und dir hilft.
Körperliche Übergriffe sind natürlich nochmal eine andere Hausnummer.

Hol dir Unterstützung und vor allem, such nicht nur die Schuld bei dir. Mich hat das noch mehr runtergezogen, habe mich ständig gefragt, was ich falsch gemacht habe.

Nur lass dich nicht weiter schlecht behandeln. Habe irgendwo etwas gelesen von einem "Honigmann", der dich abwertet und nicht gut zu dir ist. Halte dir solche Menschen vom Leib. Damit signalisiert du auch den Kindern, dass man für sich sorgen muss und kann.
Fühl dich gedrückt!

x 1 #306


Jane_1
Zitat von Fenjal:
Dieser Vater war am Ende, irgendwann verlor sich dann bei ihm das Vernebeln, Verharmlosen.

Zitat von Fenjal:
Glaubst du ernsthaft ein Vater erschießt seinen Sohn, nachdem alles ausgeschöpft wurde, die Mutter nicht nur 100 mal an der Wand stand, wenn er noch irgendeine Möglichkeit diese verankerte Gewalt zu durchbrechen, gesehen hätte?

Ich versuche auf deine polarisierenden Beiträge nicht einzugehen, aber dir ist doch hoffentlich klar, dass du hier Verständnis für einen mordenden Vater hast? Aber kein Verständnis für den Sohn, der vorher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch am Ende war?

Ich erwarte keine Antwort, auch wenn am Ende des Satzes ein Fragezeichen ist. Ich verstehe das als nett gemeinten Hinweis an dich.

Liebe @DaisyL, ich hoffe das Hilfreiche im Thread überwiegt für dich.

x 2 #307


A
Zitat von Arnika:
Ich habe Migrantionshintergrund.

Schön, dass du mal zugibst, dass das für dich ne Krankheit ist. So kennt sich jeder aus und kann einschätzen, was los ist bei dir.

Ich hoffe, deine Hausapotheke gibt da was her, was dir hilft. Krank sein ist nie schön. Gute Besserung.

x 1 #308


Fenjal
@Jane_1 ich möchte dir meine Sicht und der vieler, die diese Familie kannten erklären.
Wenn der Sohn zum .....male übergriffig wird, er brutal gegen die Eltern vorgeht, Therapien, Wohngruppen, Sozialstunden, Bewährungsstrafen absolut keine Reue oder zumindest Erkenntnis des Fehverhaltens brachten, dann hat dieser Vater in Notwehr gehandelt.
Er hatte Sorge seine Frau allein zu lassen, wenn er nur zur Arbeit fuhr, denn immer musste er damit rechnen, dass der Sohn auftauchte und die Mutter zusammenschlug.
Es gibt Gewalt, die nicht therapierbar ist, auch wenn das hier angezweifelt wird.
Leute, die schlagen und treten, auch wenn das Opfer bereits wehrlos am Boden liegt, sind mit Worten nicht zu stoppen. Wer dann nicht beherzt eingreift, riskiert uU den Tod des Opfers.

Jugendliche, die Eltern attackieren, brutal übergriffig werden, haben jede Hemmschwelle verloren, solchen Leuten möchte ich nicht begegnen, vor allem nicht ohne entsprechende Wehrhaftigkeit.
Das sind keine Jungs, denen man mit hey Junge, das ist deine Mutter, der du eben die Lippe hast aufplatzen lassen, schäm dich, kommen kann.
Jedenfalls tut Daisy gut daran absolute Distanz zu wahren, einmal übergriffig hat ihm die Verletzlichkeit der Mutter gezeigt und er bereut nicht, ganz im Gegenteil.
Hilfe vom JA mit entsprechender Unterbringung, rate ich dir.
Alles Gute Daisy und lass dich nur nicht vorführen, du hast alles richtig gemacht.

Zitat von DaisyL:
Einmal hatte ich mich mit einer Uhrzeit bei unserer Freizeitgestaltung vertan, da kassierte ich z.B. eine Ohrfeige. So fing es glaube ich an.
Und vor 2 Monaten dann hat es sich endgültig zugespitzt, da ist das Kind auf mich losgegangen, Details möchte ich euch ersparen. 2 Tage später wurde ich wieder angegriffen. Es war ganz schön heftig, kein "Ausrutscher". Das war gefährlich

Pass auf dich auf.

x 2 #309


DaisyL
"Hallo" in die (zurecht) aufgeregte Runde,
Ich finde es gut, dass hier darüber so diskutiert wird.
Es fällt mir schwer auf alles einzugehen.
Wollte keine Grundsatzdiskussion starten, ich denke das führt zu nichts. Wollte mir was von der Seele reden und darauf aufmerksam machen, was so passiert. Denn wie einige schon festgestellt haben, das Thema Gewalt und Jugendliche ist präsent.
Erst hatte ich Angst um mein Kind, in der Schule, privat, wenn es mit anderen Draußen war (was in einem gewissen Grad ja normal ist), es wurde oft geschlagen aber wünschte sich Freunde. Und jetzt setzte ich hier so einen Beitrag hinein....
Fand es halt auch traurig, dass die Polizei, Jugendamt mir nicht glaubt. Weil das notwendig ist, um die richtigen Schritte zu unternehmen. Ich alleine hier sitze und um Rat bettel.
Ja, es ist mein Kind, meine Aufgabe es auf den richtigen Pfad im Leben zu bringen, ich habe das so sehr versucht.... habe dem Kind vor der Kita gesagt: "wenn jemand was macht, was du nicht willst, sag: nein, ich möchte das nicht!" Das Kind sagte hinterher:"Mama, ich hab das gesagt, aber die haben nicht gehört". Musste das dann ausweiten auf: "dann sagst du der Erzieherin das". Auch nix. Usw usw.
Ich möchte nicht, dass so auf dem Jugendlichen herumgehackt wird. wir haben Therapien, Frühförderung etc gemacht. Es sind aber nunmal auch alle überlastet!

x 11 #310


alleswirdbesser
Zitat von DaisyL:
Ich möchte nicht, dass so auf dem Jugendlichen herumgehackt wird

Völlig Verständlich, dein Mutterherz ist sehr groß , das kennen alle Mütter.

x 2 #311


DaisyL
Zitat von Fenjal:

Gewollt hat die Userin Sokrates in die Diskussion

Ich wollte Sokrates tatsächlich selbst hier zitieren, bevor das getan wurde. Ich musste deshalb Schmunzeln. Vielleicht etwas spöttisch, ja aber finde es trotzdem passend. Hat man sich doch schon immer über die Jugend so beklagt.

x 5 #312


DaisyL
@Arnika habe das Zitat jetzt hier nicht mehr, aber wenigstens hat die 80-jährige noch was zu Lachen.
Irgendwie auch traurig, egal was man für Ansichten hat. Aber Lachen, wenn es anderen nicht gut geht, ist nix...

x 6 #313


Fenjal
Zitat von DaisyL:
Ich wollte Sokrates tatsächlich selbst hier zitieren, bevor das getan wurde. Ich musste deshalb Schmunzeln. Vielleicht etwas spöttisch, ja aber finde es trotzdem passend. Hat man sich doch schon immer über die Jugend so beklagt.

Liebe Daisy, gerne würde ich wissen, was Sokrates zu den Übergriffen deines Sohnes auf dich zu sagen hätte.
Es geht hier nicht um Ausrutscher oder Emotion, es geht um Unrecht.
Sokrates würde mAn weder wegsehen noch bagatellisieren.
Das grösste Übel ist das Ausüben von Gewalt, insbesondere gegen die eigene Mutter, der Sohn hat keine Disziplin und kennt das Prinzip Gerechtigkeit nicht.
Ein wichtiger Hinweis ist,... wer Gewalt verzeiht, ohne sie zu stoppen, lässt sie wachsen.
Hier wird viel bagatellisiert oder als Pubertätsaktion gesehen, ich persönlich sehe in diesem Herunterspielen eher eine Stabilisierung von Gewalttaten, weil Konsequenzarmut völlig falsch ist.

Bleib bei dir Daisy, auch als Mutter bist du nicht verpflichtet Gewalt zu ertragen.

x 3 #314


B
@all

Nach einiger Abwesenheit habe ich konkret mich auf diesen Faden beschränkt.
Ich gebe mal da meinen Senf zu:

Zum einen glaube ich, dass heute eine andere Situation herrscht als in den 70er.
First of all sind Informationen und Fake News in solch fluthaften Menge da, dass es echt schwierig ist, da den Überblick zu bekommen.
Als Nebenwirkung kommt auch mehr ins Licht der Öffentlichkeit. Insofern ist das Bild und Ausmaß der Gewalt an dieser Stelle verzerrt.
Dann glaube ich schon dass die Stellung gegenüber Gewalt sich verändert hat. Die radikale Ächtung führt zumindest in meinen Augen dazu, dass die Hemmschwelle gesunken ist. Wenn Gewalt angewandt wird, dann sind heute auch gefährliche Werkzeuge im Spiel. Ja auch früher gab es eskalierte Gewalt aber die vielen Schulhofrangeleien waren nicht alle exzessiv sondern gehorchten einem Regelwerk.
Ob das gut war- weiß nicht.
Dann darf man nicht die verheerenden Folgen der Pandemie für die Jugend vergessen: in meinen Augen brauchen Kinder und Jugendliche die sozialisierte Erziehung - etwas pathetisch das " Du bist ja auch noch da" und das ging komplett in entscheidenden Jahren komplett verloren.
Wenn man daheim im homeschooling hockt, gibt es keine Möglichkeit der Auseinandersetzung, der Verhandlung, der Existenz von Regeln.
@QueenA ich bin von deiner Kompetenz komplett überzeugt. Auch bin ich absolut einverstanden mit der Analyse des Instrumentariums für den Umgang mit solchen Situationen.
Nur leider sehe ich auch den Unterschied zur Realität. In Ludwigshafen beispielsweise sind 5 Realschulen komplett überfordert. Es gibt keine ausreichende Betreuung durch Sozialkräfte und Schulpsychologen.
Insofern - Puuh.
Und im Grundsatz für diese konkrete Situation:
Man muss unterscheiden zwischen akuten Maßnahmen und mittelfristigen Lösungen.
Ich glaube dass es akut keine Lösung gibt.
Aber die Situation ist jetzt erst einmal entschärft.
Dann muss man für das Kind gegen die Widrigkeiten der Realität den Kampf aufnehmen und dabei sich auch Hilfe holen.
Und ganz wichtig: auch Hilfe für sich holen. Ich meine @viktoriasiempre schrieb es: Auch bei dir persönlich gibt es so einige Baustellen und es wäre gut, da ein gewisses Standing zu erreichen.

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A


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