Ysabell
Gast
Und weil Du einen solchen Eindruck auf mich machst, zitiere ich mal ein wenig.
Vielleicht erkennst Du Dich darin wieder- dann weißt Du, in welche Richtung Du Dich bewegen kannst.
Wenn Du Dich darin nicht wieder erkennst- umso besser
Zitat:..."Ich nehme mich wichtig!"...Depressive Menschen haben sich im Laufe ihrer depressiven Entwicklung selbst verloren, und deshalb geht es jetzt darum, sich wiederzufinden und zu sich zurück zu kommen. Genau das muss für den depressiven Menschen zum Haupttheme des Ausstiegs werden.Zum anderen geht es darum, dass der Depressive sich ins Zentrum stellt, für sich Thema wird, sich Wert und Bedeutung gibt...
Zitat:Deshalb gilt für den depressiven Menschen in jedem Moment: "Nimm dich ernst- du bist wichtig- es geht um dich- vergiss dich nicht und kümmere dich um dich." Das langsam anzunehmen und in sein Denken und Handeln aufzunehmen ist seine Arbeit.
Zitat:...Sich wichtig nehmen dürfen, sich endlich einmal mit sich beschäftigen, endlich einmal mit und bei sich beginnen und sich erlauben, in seinem Denkenund Handeln vorzukommen und sich einen Platz zu geben...
Zitat:Was will ich,
was tut mir gut,
was brauche ich jetzt und
was traue ich mir im Moment zu?
Entscheidend ist, sich diese Fragen nicht nur zu erlauben, sondern sie sich zur Aufgabe zu machen, sie sozusagen zur Chafsache zu erklären, darum geht es. Es ist die neue Aufgabe für die depressiven Menschen, darauf zu schauen, dass diese Fragen in Fleisch und Blut übergehen und zunehmend handlungsbestimmend werden. Dann und nur dann wird dieses neue Lebensmotto Ausdruck einer neuen Verantwortung sich und seinem Leben gegenüber. Es geht jetzt um sein eigenes Leben, darum, sein unverwechselbares und einmaliges Leben zu leben. Das kann nur der depressive Mensch selbst und dafür ist er allein verantwortlich. Er ist nicht Opfer, sondern derjenige, der sein Leben nach seinen Werten und Bedürfnissen gestaltet...
Zitat:Sich selbst Thema sein zu dürfen ist eine der wichtigsten Aufgaben beim Ausstieg. Sich eine neue Einstellung anzueignen ist wichtiger als Handeln.
Zitat:...Und diese neue Lebenseinstellung besteht nicht mehr darin, bloß über die Runden zu kommen ..., sondern sich zu erlauben, ein erfülltes und selbst gewähltes Leben leben zu dürfen. Es heißt auch, mit sich selbst in Kontakt zu kommen, sich selbst ins Boot zu holen.
Cakepop
Zitat:Auch arbeitsmäßig war ich immer auf meinem höchsten Level in seiner Gegenwart... ich hab mich immer sooo gut gefühlt. Einfach wie die beste Version von mir selbst. Ich bin zwar jetzt immer noch ich aber seit er nicht mehr da ist nicht mehr die beste Version. Ich strenge mich nicht mehr so an allgmein im Leben weil ich denke für was? Ich kann es ihm eh nicht erzählen und für mich selbst mach ich halt nur das nötigste um irgendwie noch ein Teil im normalen Leben zu sein...
Und diese Haltung ist eben die Falsche...Jedem erscheint das Leben in Liebeskummerphasen mal etwas trostloser aber dass Du Dich fragst "Für was?" und das wegen eines Mannes, mit dem Du nicht einmal eine Partnerschaft führtest, könnte Zeichen dafür sein, dass Du das Gefühl "Für mich selbst!" noch gar nicht kennst.
Und dieses sehr lange auf einen anderen Menschen fixiert zu sein, ihn nicht loslassen können und immer gedanklich um ihn zu kreisen, hast Du ja mit Deiner ersten großen Liebe bereits schon einmal erlebt.
Einfach nur zu warten, dass sich etwas im Inneren verändert, bringt einen nicht weiter. Man ,muss sich disziplinieren, das Denken von anderen abzuziehen und sich sich selbst zuzuwenden....Wie bei allen anderen schlechten Gewohnheiten auch.
Das heißt, wenn Du es möchtest, kannst Du Dich in jedem Moment, in dem Du an ihn denkst, ganz bewusst dafür entscheiden, Dir selbst Raum zu geben.
Dass es ungewohnt ist oder Dich hilflos macht, ist nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass dieser Mann sooo wichtig für Dich ist, sondern vielleicht einfach dafür, dass Du es nicht gewohnt bist, Dich selbst ins Zentrum zu stellen.
Ich habe es nach mühsamer Arbeit kennengelernt und es hat mein ganzes Leben sehr zum Positiven verwandelt. Liebeskummer tut nun noch immer weh aber die Sinnfrage stellt sich nicht mehr.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag und kehre jetzt zu mir selbst zurück
