Zitat von Ampelmännchen: Bei solchen Aussagen frage ich mich immer wieder, wie die Betrogene darauf reagieren würde?
Das kann ich dir sagen, da mein Mann eine Affäre >3 Jahre hatte.
Hätte er seinen Fehler (ja, Einzahl) heruntergespielt als "nur" einen Fehler, wäre ich ihm wohl an die Gurgel gegangen.
Aber aus meiner Sicht ist es tatsächlich zunächst im Singular zu sehen.
Denn er ist zu Beginn einmal vom Weg abgekommen und hat eine ganze Weile nicht mehr zurück gefunden.
Aber natürlich hat er sich mehrfach entschieden, zu ihr zu gehen.
Für mich ist hier das zweite Mal das ausschlaggebende Mal. Denn spätestens das ist in vollem Bewusstsein gewesen.
Danach war er zuerst einfach nur noch egoistisch bis zu dem Punkt, wo er alles rückgängig machen wollte, aber es viel zu spät war.
Zu verzeihen hatte ich nicht nur die Affäre im Singular, sondern auch die vielen Heimlichkeiten und Lügen im Plural.
Ein Betrogener kann von
einem Fehler sprechen, denn der damit verbundene Schock ist ja auch erstmal einmalig.
Ein Betrüger sollte das in so einem Fall tunlichst gegenüber dem Betrogenen vermeiden. Das gleicht einer Verharmlosung, die hier unangemessen ist.