Zitat von Chrisi:Ich denke, hier werden alle Beteiligten lernen.
- Die langjährige Lebenspartnerin: einen Heiratsantrag vor Publikum abzulehnen ist demütigend. Da war auch für die gute gemeinsame Zeit keine Dankbarkeit zu erkennen. Das war einfach Egoistisch. Brauch ich nicht, will ich nicht, geht auch so. Eigener Kopf.
So führt man keine Partnerschaft.
Wir kennen nicht ihre Beweggründe. Wenn sie sich unsicher war mit dem TE, dann wären die nächsten Jahre für den TE verlorene Zeit.
Diese Lehre finde ich ziemlich absurd. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, jeder Heiratsantrag wäre erstmal anzunehmen, wenn er in der Öffentlichkeit ausgesprochen wird, unabhängig davon, ob Heiraten überhaupt ein Lebensziel von mir wäre und und ob ich genau diesen Antragsteller würde heiraten wollen.
Und weil der eine womöglich übergriffige Aktion gestartet hat, ist es dann "mein Job" ihm im Nachhinein zu erklären, dass ich ihn lediglich in der der Öffentlichkeit nicht demütigen wollte oder ihn aber infolgedessen zu heiraten, um ihn nicht zu demütigen?
Nein. Ich finde das war ein sehr mutiger und konsequenter Schritt der Ex-Freundin des TE. Wenn nun das Heiraten an sich ein Lebensziel des TE ist (bei dem moralischen Kompass wäre das ein wenig absurd aus meiner Sicht), dann wäre er wohl gut beraten gewesen, seine Chancen bei der vermeintlichen Braut mal abzuklopfen, bevor er sich auf die Knie schmeißt. Aus meiner Sicht wird anders herum ein Schuh daraus. Bevor ich eine andere Person mittels Heiratsantrag unter Zugzwang setze, kläre ich, ob da überhaupt ein Heiratswunsch (noch dazu in Bezug auf mich) besteht. So wäre möglicherweise allen diese unangenehme Situation sowie das wochenlange Herumgep*ppe auf der Couch der Ex ausgeblieben. Für mich als Ex wäre genau dieser Fakt das allerschlimmste und ja, das würde ich wissen wollen.
Sollte das Leben des TE nur verheiratet Sinn machen, hätte eine Klärung im Vorwege vielleicht zu einer sauberen Trennung geführt, aber die Entwicklungen nahmen aufgrund verletzter Eitelkeiten ihren bösen Verlauf. Das wäre auch anders und weniger erbärmlich möglich gewesen.