Zitat von Perzet:entweder du wirst um deiner selbst willen geliebt
oder
du funktionierst
Du funktionierst, weil du Angst hast ansonsten nicht mehr dazuzugehören.
Du denkst, dachtest, wenn du nur alles machst, dich voll einbringst, dann bist du wichtig, fast unersetzlich geworden. Dann muß er dich wollen. Damit nimmst du eine Position in eurem Konstrukt ein. Aber nicht die gewünschte.
Der Unterschied zwischen "Funktionieren"
und
"um seiner selbst geliebt werden" liegt
in der Angst, verlassen zu werden
vs
dem Selbstbewusstsein, das unabhängig vom Mann ist und du dich selber lieben kannst. Dann tun es auch andere eher. Dann bist du dabei, gehörst dazu aufgrund der inneren Bindung zu ihm, weil ihr es möchtet, weil ihr zusammen sein wollt.
Das Problem, das du selber kreierst, indem du so viele Haushaltsaufgaben, Betreuung, uä übernimmst - du degradierst dich geradezu in genau diese Funktionen. Damit bist du recht einfach ersetzbar.
Was mir fehlt ist deine Beschreibung, wie ihr als Paar funktioniert. Wo seid ihr auf Augenhöhe? Heißt, angstfrei, entspannt miteinander reden können, euch abstimmen können, miteinander etwas macht, etc
Eigentlich immer. Wir sind beide selbstständig und können unsere Tage meist frei planen. Wir haben den gleichen Lebensrhythmus, also wie wir so die Tage verbringen hinsichtlich Aktivitätsbilanz. Wir sind beide recht ruhig und entspannt. Wir können eigentlich ganz gut miteinander reden. Das war zugegeben in Beziehungsgesprächen nicht immer so, aber wir haben daran gearbeitet - auch in der Paarberatung - und es geht ganz gut. Wir haben dieselben Interessen und teilen unser Hobby, mit dem wir sehr viel Zeit verbringen. Wir lachen auch viel und haben Spaß. Wir spielen beide gerne. Egal was. Karten, Brettspiele, Computerspiele, usw. Unter normalen Umständen- jenseits der Pandemie - reisen und unternehmen wir auch viel. Essen gehen, Biergarten, Therme, Städtetrips, usw. Wir haben ein schönes Leben.
Es ist nur so, dass ich momentan jedes Wochenende, wenn die Kids kommen, die ich sehr gern hab, hochkommt, was andere Frauen mit ihm teilen und ich niemals haben werde. Und das wirft mich so aus der Bahn. Morgen ist Muttertag. Ich besorge Geschenke für die Mütter der Kinder. Und ich mache das wirklich gern für die Kids. Aber ich werde niemals eigene Kinder haben, die mir was basteln oder mich Mama nennen. Wenn wir uns irgendwann, sei es in 20 Jahren, trennen, dann werde ich diejenige sein, die ganz alleine ist. Das macht mich traurig. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass der Kinderwunsch nicht so ausgeprägt wäre, wenn ich nicht jedes Wochenende sehen würde wie schön das ist - er mit den Kids und so.
Und heiraten... naja. Ich habe mir es halt einfach schon immer gewünscht. Jemanden zu finden, den ich liebe und der mich liebt und zu beschließen den Rest seines Lebens miteinander zu planen und denselben Namen zu tragen. Ich finde das einfach schön. Wie gesagt, nicht wegen der Feier oder so. Die würde ich gern klein und schlicht halten. Sondern weil es für mich symbolischen Wert hat.