Zitat von weltwanderer:aber, dass er darüber nachdenken würde es zu versuchen falls er kein kind hätte - die aussage gefällt mir halt nicht.
Mir gefällt die Aussage von knuspi ebenfalls nicht!
Diese Aussage ist, meiner Meinung nach, ein ganz wichtiger Knackpunkt. Wäre das Kind nicht da, dann würdest du darüber ernsthaft nachdenken? Interessant.
Das heißt, du hast im Grunde keine Angst deine Frau zu verlieren, sondern geht es hier mehr um die Angst, dein Kind / deine Familie durch einen Versuch zu verlieren. Wie kann ich aber mit jemanden in einer glückliche Beziehung sein, wenn ich ohne den Halt "Kind" ins krübeln kommen würde und ernsthaft über eine Trennung nachdenke würde? Das widerspricht sich und passt einfach nicht zusammen. Darüber solltest du ernsthaft nochmal nachdenken!
Ein ältere Dame sagt mir mal, dass jetzt, wo Sie so alt ist, gewisse Entscheidungen anders treffen würde. Da ging es auch um Ihre große Liebe. Damals als junger Mensch dachte Sie, Sie kann das nicht tun und heute weiß Sie, Sie hätte es tun soll. Keiner kann Ihr aber sagen, wenn Sie das getan hätte, dass Sie damit auch glücklich geworden wäre.
Man hat ja nur ein Leben, auch wenn in diesem ein Kind oder mehrere involviert sind. Leben bedeutet aber auch immer Risiko und man kann falsche Entscheidungen treffen. Aber wer entscheidet am Ende, dass es falsche Entscheidungen sind oder waren? Niemand weiß, was "wäre wenn" und wäre das "wäre wenn" am Ende wirklich besser gewesen?
Manchmal wäre es schön, könnte man alle Möglichkeiten vorher sehen und sich dann für das beste entscheiden. Aber so kann man nur mit dem Risiko leben.
Am Ende deines Leben stehst du vielleicht da und denkst "als junger Mann konnte ich das nicht, aber heute weiß ich, ich hätte es machen müssen". Erinnert mich an eins meiner Bücher (Für immer vielleicht).