Corbian
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Aber ich bezweifle, dass er sie findet, wenn er einfach die Freundschaft aufkündigt, sie blockiert und aus seinem Leben streicht.
Das Kernproblem ist die Tatsache, dass er jetzt mit seinen Gefühlen von vor zig Jahren konfrontiert wird und nicht weiss wie damit umgehen, verarbeiten.
Ihm ist die Freundschaft wichtig und irgendwie die Frau auch, für er diese Gefühle empfand. Er will sie nicht im Stich lassen.
Aber er will auch nichts mit ihr anfangen (Affäre oder so), denn er liebt jetzt seine Frau und will seine Familie behalten.
Meines Erachtens nach muss er mit diesen zwei Personen reden, die ihm soviel bedeuten. A) mit seiner Frau. Sie ist für ihn da und kennt seine Einstellung der Freundin gegenüber und es scheint, dass er eine sehr verständnisvolle Partnerin und Gefährtin hat. Ein rares Juwel, das er nicht verlieren sollte.
B) mit seiner Freundin. Ihr muss er erklären, was ihm seine Frau und Familie bedeuten und von ihr verlangen, dass sie diese alten Gefühle dort läßt, wo sie hingehören, in der Schattulle der Vergangenheit. Auch ihr erklären, dass er vielleicht sich weniger intensiv um sie (Freundin) kümmern wird/will, weil seine Priorität die Familie ist und erst danach die Freundschaft. Die Freundin sollte das sicherlich verstehen.
Ausserdem glaube ich, dass wahre Freundschaft so eine Krise und etwas Distanz aushalten kann.
Die Auseinandersetzung mit dem Problem führt zur Lösung. Blockieren, Kontaktsperre, fallen lassen, davon laufen, ist eine andere Variante der Vogelstrauss-Taktik.
Denn...denken wird er weiterhin daran. Das Gedankenkaroussel wird sich stetig drehen.
...und wenn er das alleine mit sich ausmachen will, wird er ewig "was wäre wenn" "spielen".