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Hab ich noch eine Chance?

Siglo-XX

Wir haben ein paar Mails ausgetauscht..
Hätte ich nicht machen sollen..

02.02.2019 19:48 • #46


Goldmen

Zitat von Siglo-XX:
Wir haben ein paar Mails ausgetauscht..
Hätte ich nicht machen sollen..

Boa - und ich halte Tapfer durch , Geburtstag und alles ohne Meldung!

02.02.2019 19:53 • #47


Siglo-XX

@Goldmen

Sie hat ziemlich warm auf meine Mail reagiert..
Schreibt von ihrer Zerissenheit mir gegenüber.. Ist unsicher und braucht Zeit..

Die brauche ich auch..

Trotzdem ging es mir schon schlechter..

Egal, hier spielt gleich die Vorband..

02.02.2019 21:43 • #48


Goldmen

Zitat von Siglo-XX:
Egal, hier spielt gleich die Vorband..


Wer ist Hauptakt?

02.02.2019 21:57 • #49


Siglo-XX

Zitat von Goldmen:

Wer ist Hauptakt?


Hab ja völlig übersehen, dass hier noch eine Antwort kam.

Pankow waren der Hauptact, eine italienische EBM- Band. Viel besser war aber das Industrial- Noise- Ritual- Projekt Tara In Tibet als Vorband.

Noch was zum aktuellen Zustand:
Ich bin nun zum Warten verdammt, da sie sich Zeit zum Nachdenken erbeten hat. Eine ziemlich überraschende Entwicklung, immerhin.
Aber warum sollte sie nun anders entscheiden? Ich mache mir wenig Hoffnungen und bereite mich mental auf ein Nein vor. Und sehe gedanklich schon ihre Absagemail, ganz lieb geschrieben wie immer. Dass sie Angst hat, das alles nochmal durchmachen zu müssen und sie mich aber trotzdem immer lieben wird.. Wobei ich ihr das sogar abnehme. Angst bei einer Angsterkrankten spielt schon eine starke Rolle und unsere Crashs haben sie sehr mitgenommen..

Dann kann ich hoffentlich endlich in meine Verarbeitungsphase eintreten..

04.02.2019 22:09 • x 1 #50


Siglo-XX

Seit mehreren Tagen bewege ich mich nur noch an den Polen meiner Gefühlswelt. Zwar habe ich in meinem ganzen Leben noch kein Wechselbad genommen, aber die Begrifflichkeit "Wechselbad der Gefühle" mag ich neuerdings.

Morgen vor zwei Wochen war der Badmintontag, den ich jetzt einfach Bad- Day, oder besser B-Day nenne. Es ging mir gut bis dahin, ich meinte frisch verliebt zu sein, auch wenn I. ab und an noch in meinen Gedanken vorkam. Unser Match war lustig, sie war wie immer viel besser als ich und freute sich, wie gut ich doch verlieren kann. Im Saunaruheraum dann hatten wir Zeit zum Reden, auch und vor allem über ihren neuen Freund, und das war dann für mich gar nicht mehr lustig. Ich ertrug es scheinbar gelassen, fuhr sie nachhause, um dann, endlich alleine mit mir, in eine beinahe ungekannte Verzweiflung zu stürzen. Die ersten Tränen seit 15 Jahren..

Hier hätte eigentlich meine Trauer- und Abnabelungsphase beginnen müssen. Und auch das Verarbeiten der Tatsache, dass sie mir noch immer so viel bedeutet. Durch weiteren Mailkontakt den wir hatten, erfuhr sie, wie es mir ging und schrieb, seit jenem Mittwoch ebenfalls nicht mehr sicher zu sein, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Bääng! Damit hatte ich nicht gerechnet. Schlagartig war meine Traurigkeit verschwunden und wich einer diffusen Form von Hoffnung.

Einen Tag später dann ihre Nachricht, dass sie die neue Situation doch sehr belastet und sie einfach Zeit braucht, alles zu überdenken.
Und seitdem warte ich. Angespannt, mental wechselgebadet, pendelnd zwischen Euphorie und Dysphorie. Überwiegend aber bin ich pessimistisch. Sie hatte sich sehr genau überlegt, dass das mit uns nicht mehr funktionieren kann, warum sollte das jetzt anders sein? Klar, ein paar Dinge, die wir, die ich zukünftig anders machen würde, hab ich ihr genannt. Aber ich kenne auch ihre Angst vor dem erneuten Scheitern. Sie leidet an einer Angststörung, und will sich selbst schützen. Und die Therapeutin hat ihr schon früher von mir abgeraten.

Warum schreibe ich das alles?
Zuerst: Es tut mir gut! Ich bin wirklich froh, dass es dieses Forum gibt. Allein das Lesen anderer Fälle und Schicksale macht mich ruhiger.
Und zum Zweiten ist da die Tatsache, welchen unglaublichen Einfluss ein einziger Mensch auf mich haben kann. Welche alles bestimmende Sehnsucht sie auslöst. Und wie hilflos ich dem ausgeliefert bin. Da wütet eine Kraft, eine Besessenheit, die ich inzwischen als gefährlich und existenziell bezeichnen würde. Ähnlich vielleicht einer Suchtentwöhnung. Aber da fehlt mir die Erfahrung. Ich weigere mich, das als Liebe zu bezeichnen. Im positiven Sinne mag das stimmen, und zu Großtaten anspornen, im Falle einer Trennung aber ist das doch eigentlich ein ganz niederer Instinkt, der medizinsch behandelt werden sollte, oder?

05.02.2019 19:33 • x 1 #51


Goldmen

Zitat von Siglo-XX:
Und die Therapeutin hat ihr schon früher von mir abgeraten.


Warum macht die das?

Zitat von Siglo-XX:
im Falle einer Trennung aber ist das doch eigentlich ein ganz niederer Instinkt, der medizinsch behandelt werden sollte, oder?


Das wird die Körper und Geist signalisieren.

05.02.2019 20:37 • #52


Siglo-XX

Zitat von Goldmen:

Warum macht die das?


Ich glaube, sie lässt sich die Antworten durch die Patienten selbst geben.
Und es stimmt ja auch, unsere Beziehung war sehr anstrengend für beide Seiten. Im Erzählen bei der Therapeutin oder in der Familie kommen dann natürlich die belastenden Merkmale eher vor, als das, was schön war. Was also würde ich jemandem raten, der mir immer nur davon berichtet? Natürlich, dass eine Trennung dann für ihr Wohlbefinden das Beste scheint.
Ihre Mutter hasst mich bis heute. Dabei habe ich sie nie kennengelernt. Und der Neue ist ja sooo nett. Eigentlich könnte sie mir dankbar sein, denn ohne mich und ihren Umzug hätten die beiden auch heute noch keinen Kontakt. Egal..

Zitat von Siglo-XX:
im Falle einer Trennung aber ist das doch eigentlich ein ganz niederer Instinkt, der medizinsch behandelt werden sollte, oder?


Zitat von Goldmen:
Das wird die Körper und Geist signalisieren.


Das hoffe ich.

05.02.2019 20:46 • #53


Siglo-XX

Das mit dem Zitieren muss ich noch lernen..

05.02.2019 20:55 • #54


Goldmen

Also da komme ich ja mit diesen ganzen Therapeuten auf den Kriegspfad. Die sind beim besten willen nicht alle gut. Dass ist für mich schon unverschämt so in Entscheidungen einzugreifen. Zudem würde mich mal brennend interessieren, WER eine Borderline-Persönlichkeitssttörung von eine generalisierten Angststörung abgrenzt? Eine Sozialphobie ist ein Begleitsymptom.

Zitat von Siglo-XX:
Ihre Mutter hasst mich bis heute. Dabei habe ich sie nie kennengelernt. Und der Neue ist ja sooo nett. Eigentlich könnte sie mir dankbar sein, denn ohne mich und ihren Umzug hätten die beiden auch heute noch keinen Kontakt. Egal..


Dankbarkeit wie du sie definierst gibt es in Beziehungen nicht. das durfte auch ich hier lernen.

05.02.2019 20:59 • x 1 #55


Ungeliebt

Ungeliebt

875
3
751
Ich wollte dieselben Zitate ansprechen wie @Goldmen

Wie kommt die Therapeutin denn dazu von dir "abzuraten"? Es liest sich doch eher so, als hättest du ihr gut getan. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann, der alles "über sich ergehen lässt" besser für sie wäre. Im Gegenteil. Ich denke, es bringt sie eher weiter, wenn man ihr auch mal Grenzen aufzeigt.

Ich bin nicht der Meinung, dass Liebeskummer "medizinisch behandelt" werden muss. Liebeskummer ist immer hart. Eine Lebenskrise. Schließlich wird einem das "Fundament" genommen. Jegliche Sicherheit geht verloren und der Schmerz ist teilweise nahezu unerträglich. Das ist alles "ganz normal".
Behandeln lassen sollte man es erst, wenn man nach Monaten keine Fortschritte macht. Wie im Falle deiner Freundin.

Je mehr man den Schmerz verdrängt, umso länger wird er einen begleiten. Ablenkung ist gut, aber nur in Maßen. Weinen ist auch gut, so lange man nicht im Kummer ertrinkt und sich, nachdem man sich so richtig ausgeheult hat, wieder zusammenreißt.

05.02.2019 20:59 • x 2 #56


Goldmen

Zitat von Ungeliebt:
Ich wollte dieselben Zitate ansprechen wie @Goldmen


Nun muss ich aber mal Lachen.

05.02.2019 21:06 • x 1 #57


Ungeliebt

Ungeliebt

875
3
751
Zitat von Siglo-XX:
(...) Natürlich, dass eine Trennung dann für ihr Wohlbefinden das Beste scheint.

Ihre Mutter hasst mich bis heute. Dabei habe ich sie nie kennengelernt. Und der Neue ist ja sooo nett.


Dann wird deine Ex die Dinge aus ihrer Sicht erzählt haben und dass ein Mann, der eine eigene Meinung hat eben auch aneckt, im Gegensatz zu einem der alles mitmacht, ist klar.
Ihr Neuer wird mit Sicherheit auch mal etwas "strenger" werden. Und spätestens dann macht er sich genauso "unbeliebt".
Ich hatte als Teenager eine Freundin mit recht starken Borderlinezügen. Diese Menschen können jeden überzeugen (manipulieren). Und Therapeuten sind auch nur Menschen. Sie kennen eben nur die Sichtweise, die ihnen nahegelegt wird.

05.02.2019 21:09 • x 2 #58


Siglo-XX

Zitat von Goldmen:
Also da komme ich ja mit diesen ganzen Therapeuten auf den Kriegspfad. Die sind beim besten willen nicht alle gut. Dass ist für mich schon unverschämt so in Entscheidungen einzugreifen. Zudem würde mich mal brennend interessieren, WER eine Borderline-Persönlichkeitssttörung von eine generalisierten Angststörung abgrenzt? Eine Sozialphobie ist ein Begleitsymptom.


Das sehe ich ganz ähnlich. Und es hat mich ziemlich erschüttert. Im Gegensatz zur Mutter sollte die Therapeutin es besser wissen.
Und die richtigen Fragen stellen..

Zitat von Siglo-XX:
Ihre Mutter hasst mich bis heute. Dabei habe ich sie nie kennengelernt. Und der Neue ist ja sooo nett. Eigentlich könnte sie mir dankbar sein, denn ohne mich und ihren Umzug hätten die beiden auch heute noch keinen Kontakt. Egal..


Zitat von Goldmen:
Dankbarkeit wie du sie definierst gibt es in Beziehungen nicht. das durfte auch ich hier lernen.


Hier ist I. sehr fair gewesen. Sie hat mir vorgestern das hier geschrieben:

Du hast nicht versagt in unserer Beziehung. Du warst ein wunderbarer Partner, von dem ich eine Menge gelernt habe. Du hast mir gezeigt, wie das Leben sein kann und auch wenn wir uns beide viel abverlangten, so würde ich doch nichts davon missen wollen. Du bist noch immer ein großes Vorbild für mich.

05.02.2019 21:13 • #59


Goldmen

Zitat von Siglo-XX:
Du hast nicht versagt in unserer Beziehung. Du warst ein wunderbarer Partner, von dem ich eine Menge gelernt habe. Du hast mir gezeigt, wie das Leben sein kann und auch wenn wir uns beide viel abverlangten, so würde ich doch nichts davon missen wollen. Du bist noch immer ein großes Vorbild für mich.


Warum geht es denn da nicht weiter?

05.02.2019 21:16 • x 2 #60




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