hey

ich hab den thread heute das erste mal gesehen und gelesen - möglich, dass ich das ein oder andere überlesen habe oder falsch gewichte.
mein eindruck ist aber, dass hier sehr und für meinen geschmack zu schnell "urteile" gefällt wurden. und zwar nach dem motto: beide frauen sind opfer, der kerl ist der täter. sorry, wenn ich da jetzt was falsch gelesen hab - aber das war mein eindruck. es wurde nach und nach ein bisschen weniger - aber grundsätzlich wurden doch die frauen sehr in schutz genommen.
und an der stelle dachte ich mir so: woher wollt ihr denn wissen, was seine frau braucht (!), denkt und fühlt?! hier wurden so schnell schubladen und klischees aufgemacht .. keine ahnung .. vielleicht ist es auch nachvollziehbar, weil die meisten hier eben die andere seite der medaille erlebt haben.
aber ich finde NICHT, dass er die verantwortung hat, für das wohlergehen der beiden frauen zu sorgen. er kann sich bemühen, fair zu sein - aber er kann auch erwarten, dass frauen für sich sorgen.
deswegen stimme ich dem hier nicht zu:
Zitat:Für eine Frau, die noch ganz richtig tickt und nicht vorher schon an einen wie Dich geraten ist, bedeutet so ein Verhalten nämlich: Er ist zwar noch verheiratet. Aber wenn da noch ein Funken Liebe, Freundschaft oder auch nur Respekt für seine Frau übrig wäre, würde er mich doch jetzt nicht küssen und im Auto über mich herfallen.
bei einer frau, die richtig tickt, sollten die alarmglocken angehen, wenn ihr ein typ sagt, dass er verheiratet mit kind ist. wenn sie sich trotzdem drauf einlässt - hat sie vl ein ähnliches problem wie der TE: sehnsucht, bedürfnisse. aber dass das haarig werden könnte - sorry, dass sollte an so einem punkt beiden klar sein.
so wie patrickisans es beschreibt (und ich weiß, dass das nur die eine seite der medaille ist - wer weiß, was sie sagen würde) finde ich außerdem, dass er bei seiner eigenen frau sehr viel versucht hat - vielleicht schon zu viel, weil ich lese nirgendwo etwas von eigenverantwortlichem verhalten von ihrer seite. das liest sich wie trotz, angst und bequemlichkeit. vl steckt dahinter ein minderwertigkeitsgefühl, ja. aber woher soll man das wissen - und selbst wenn es so ist: er ist nicht ihr therapeut. er ist ihr partner. er kann ihr beistehen, aber kann nicht ihre probleme für sie lösen.
es müssen, denke ich, in einer beziehung einfach beide das bewusstsein haben, dass man sich sowohl mit sich selbst als auch mit dem anderen auseinandersetzen muss, sich entwickeln muss, wenn man nicht will, dass das ding gegen die wand fährt. und so so wie ich das hier lese, ist das der schritt der vor allem bei ihr fehlt.
noch mal: keine ahnung, wie sie die situation beschreiben würde. was patrickisan, so wie er hier auftritt angeht, finde ich, dass er sich dem ganzen ziemlich souverän stellt. er hat nicht einfach nur zurückgehauen oder ist weggeblieben, sondern hat angefangen zu reflektieren und zu sortieren: das ist mein fehler - das aber nicht .. das nehme ich mir an - das nicht. weiß nicht, ob ich das so gekonnt hätte.