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Haben es Frauen leichter als Männer?

Kampfschnake
@Geheimnis
Warum?

#2686


B
Zitat von Kampfschnake:
Person*innen


Dein Ernst?Also ich persönlich finde dieses Sternchen gendern ja sowieso großen Mist, aber wer so etwas schreibt, der sollte schlicht alles gendern. Auto*in,
Mond*in, Baum*in

🤮

x 2 #2687


A


Haben es Frauen leichter als Männer?

x 3


B
@Kampfschnake
Verstehe ich auch nicht.
Vor allem ist das ja eine schlichte Kapitulation im Kampf um equal pay.

#2688


AnnaLüse
Zitat von BernhardQXY:
Also ich persönlich finde dieses Sternchen gendern ja sowieso großen Mist, aber wer so etwas schreibt, der sollte schlicht alles gendern. Auto*in,
Mond*in, Baum*in

That's what she did.
Ihr seid da vermutlich einer Meinung.

x 1 #2689


M
Zitat von BernhardQXY:
Mond*in

Auch wenn ich zugeben muss, dass ich Menschen, die ernsthaft gendern, auch nicht ernst nehmen kann, aber das mag ich. herz

x 1 #2690


T
"Gendern" ist das was der Sachse sagt, wenn das Boot auf der Seite liegt!

x 1 #2691


T
Aber mal was ernsthaftes zum Thema Gendern:

Ich habe letztens mit einer Kollegin (hier finde ich es richtig, weil sie weiblich ist) gesprochen, die bis vor kurzem noch von "Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen" sprach. Total in Ordnung, wie ich finde. Mein innerer Monk kommt damit sehr gut klar. Seit neuestem spricht sie von "Mitarbeiter*Innen" mit dieser typischen Schluckauf-Pause beim Suffix. Auch muss ich Mails dreimal lesen, die bis aufs Messer gegendert wurden. Inkl. der Artikel und Personalpronomen. Gruselig sowas.
Wie gesagt, wenn unser Bundeskanzler (nun wieder ein Mann) oder unsere ehemalige Bundeskanzlerin (!) eine Ansprache halten und mit "Liebe Bürgerinnen und Bürger" einleiten, habe ich gar kein Problem damit.
Aber diese Vergewaltigung in Schrift und Sprache... Au Backe. Was genau will man damit erreichen? Wenn man mir nun "Gleichstellung" als Antwort entgegenpfeffert, dann sage ich: damit erreichst du nur eines: dass ich dich nicht ernst nehme, weil du dich nicht vernünftig artikulieren kannst.
Wer wirklich glaubt, dass man damit einen Beitrag zur Gleichstellung leistet, der glaubt auch daran, dass es den Weihnachtsmann gibt und der sich mit dem Osterhasen im Darkroom austobt.

#2692


Kampfschnake
@BernhardQXY

natürlich nicht. Ich hab zurzeit verschärft mit Despot*innen auf diesem Gebiet zu tun. Die machen mich wahnsinnig.

x 1 #2693


E
Zitat von Tin_:
Gruselig sowas.

Du bist gruselig Popcorn haha

Gestern habe ich noch mit einer Deutschlehrerin gesprochen und die hat es gut auf den Punkt gebracht: Sprache ist flexibel und nicht statisch.

Ich mag das sehr gern, dass sich unsere Sprache verändert. Du bist ein Mann und kannst es nicht nachvollziehen, dass es Frauen gibt, die das Gendern sehr gut finden. Die sich endlich gesehen fühlen.Auch viele Frauen können das nicht nachvollziehen aber wenn man mal wirklich mit ihnen auf Augenhöhe spricht, ihnen aufzeigt warum das wichtig ist, neigen auch diese Frauen dazu, es nachvollziehen zu können. Wenn auch nicht mögen. Ich stocke da selber immer mal wieder, finde es aber im allgemeinen gut, dass sich unsere Sprache versucht anzupassen. Und in ein paar Jahren, wenn du alt, schrumpelig und hässlich bist, ist eine neue Generation da, die das schon lange lebt. pfeifen

Ich hab’s auch erst richtig durch meine Tochter verstanden. Ich gendere selber auch nicht, weil ich zu faul bin. Aber wenn ich merke, wie es meine Tochter tut, freue ich mich.

Ich finde dieses Missionieren auf beiden Seiten echt anstrengend. Einfach mal akzeptieren und alles ist etwas leichter.

x 7 #2694


T
Zitat von Mira:
Gestern habe ich noch mit einer Deutschlehrerin gesprochen und die hat es gut auf den Punkt gebracht: Sprache ist flexibel und nicht statisch.

Natürlich. Sprache verändert sich, unstreitbar. Aber es ist ein Unterschied, ob sich Sprache von selbst entwickelt, weil die Allgemeinheit (Stichwort: Anglizismen) es akzeptiert und lebt oder ob etwas von oben nach unten durchgecheft wird (Gendern). Dein Argument höre ich immer wieder. Und es ist für mich keines. Denn es ist nicht dasselbe, was die Sprachentwicklung betrifft. In Hamburg sind beispielsweise 74 Prozent der Frauen (habe ich hier in der lokalen Presse mal gelesen) gegen das massive gendern.
Zitat von Mira:
Du bist ein Mann und kannst es nicht nachvollziehen, dass es Frauen gibt, die das Gendern sehr gut finden.

Ich glaube, ich habe dargestellt, dass ich Gendern bis zu einem gewissen Grad für vernünftig halte. Aber eben nicht bis zur Unkenntlichkeit. Und ich kenne sehr viel mehr Frauen in meinem Umfeld, die beim Gendern eher die Augen rollen als dass sie es gut finden.
Zitat von Mira:
Und in ein paar Jahren, wenn du alt, schrumpelig und hässlich bist, ist eine neue Generation da, die das schon lange lebt.

Mein Lichtblick: dann interessiert mich das nicht mehr und die anderen Menschen in meinem Alter. Um ehrlich zu sein interessiert mich auch die Generation um die 20-25 nicht wirklich.
Zitat von Mira:
Ich finde dieses Missionieren auf beiden Seiten echt anstrengend.

Ich sehe nur eine "Seite" die missionieren will und eine andere, die sich dagegen wehrt, dass man ihnen in etwas höchst persönliches reinpfuschen will (Sprache, Ausdrucksweise) und das eben gegen den eigenen Willen. Wenn ich Worte für mich aufschnappe, die ich toll finde und meine Sprache dahingehend anpasse, dann ist das mein WILLE. Das ist der große Unterschied.
Zitat von Mira:
Einfach mal akzeptieren und alles ist etwas leichter.

Nein, Schwachsinn kann und werde ich nicht akzeptieren. Wie war das so schön? "Wenn der klügere immer nachgibt, regieren irgendwann die Dummen diese Welt".
Als Analogie: ich sollte auch akzeptieren, dass es Vollidioten gibt, die sich an Straßen und im Museum festkleben oder Kulturgüter beschmieren?
Nö. Sehe ich so einen Spinner, helfe ich ihnen auf meine Art die Hand von dem wegzubekommen, woran sie sich festgeklebt haben. Lernen durch Schmerz - bewährte Methode. Smile

#2695


Plentysweet
Würde man das Gendern mit Leichtigkeit und unangestrengt machen, würde es wahrscheinlich nicht so stören und eher das Ziel der Gleichberechtigung treffen. So künstlich, aufgesetzt und mit diesen Schluckpausen, Sternchen setzen, ist es m.E. anstrengend, wirkt verkrampft, stört den Rede- und Schreibfluss und führt deshalb zumeist am Ziel vorbei.

x 5 #2696


AnnaLüse
Zitat von Plentysweet:
Würde man das Gendern mit Leichtigkeit und unangestrengt machen,

Wenn das ginge, hätte man den Weg doch sicherlich gewählt. Oder weißt du was, was ich nicht weiß? Mr. Green

x 1 #2697


alleswirdbesser
Zitat von Mira:
Und in ein paar Jahren, wenn du alt, schrumpelig und hässlich bist, ist eine neue Generation da, die das schon lange lebt.

Meinst du? Wächst da nicht eher eine WA Generation heran, die die Sprache eher so kurz und knapp hält, wie es nur geht? Ich muss jetzt schon über manche Abkürzungen nachgrübeln 😁
Zitat von Mira:
Einfach mal akzeptieren und alles ist etwas leichter.



Ich akzeptiere es vollkommen, wenn andere es tun, Gendern, ich selbst brauche es echt nicht 🙈 , wird aber dummerweise verlangt. Es wird also im Gegenzug nicht akzeptiert, wenn man es nicht tut.

#2698


Plentysweet
Zitat von NiceEnough:
Oder weißt du was, was ich nicht weiß?

Da ich nicht weiß, was Du weißt, kann ich Dir die Frage nicht gut beantworten 😉.
Unangestrengt wäre für mich schonmal, die Schluckaufpausen bei den Silbenanhängen wegzulassen und in der Schriftsprache die Sternchen. Dass der Sprachfluss normal und flüssig wirkt und das Angehängte/Hinzugefügte nicht wie ein Stolperstein rüberkommt im Sinne von: Ach ja, da war ja was.

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AnnaLüse
Zitat von Plentysweet:
Unangestrengt wäre für mich schonmal, die Schluckpausen bei den Silbenanhängen wegzulassen und in der Schriftsprache die Sternchen. Dass der Sprachfluss normal und flüssig wirkt und das Angehängte/Hinzugefügte nicht wie ein Stolperstein rüberkommt im Sinne von: Ach ja, da war ja was.

Wenn ich das richtig verstehe, wäre das dann doch aber einfach nur die weibliche Form?
Damit schließt man ja wieder Männer aus und alle Menschen, die sich weder weiblich noch männlich fühlen.

#2700


A


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