Zitat von Doppelherzchen: Aber das hier liest sich nicht so, als würdest du auch annehmen, dass nicht jeder es so sieht wie du. Für mich ist dieses „sie haben ihr bestmögliches getan“ ein Totschlagargument, das den Verantwortlichen ihre Verantwortung abnimmt. Denn es gibt durchaus auch böse Menschen, die wollen mitnichten nur Gutes tun, sonst würden sie es ja tun.
Ist nicht, was ich geschrieben habe:
Was ich geschrieben habe ist, inwiefern helfen denn bitte diese Bewertungen oder seien wir hier mal ganz genau Entwertungen den Kindern oder eben der be- bzw entwerteten Frau?
Genau: GAR NICHT.
Keine Frau wird eine bessere Mutter dadurch, daß zwanzig andere Frauen hingehen und sie bewerten.
Es gibt Situationen da reicht das bestmögliche nicht. Manchmal temporär, manchmal dauerhaft, dann muß die Situation gelöst werden, aber es hilft wirklich absolut niemandem mittels Bewertungen nur noch mehr Druck aufzubauen.
Ich fände es viel hilfreicher, anstatt hinzugehen und zu sagen (zumeist hinter dem Rücken der Bewerteten) mah, Dir ist Dein Job so viel wichtiger als Dein Kind, genauer hinzuschauen, macht die Mutter es einfach nur anders als man es selbst machen würde, aber dem Kind geht es so weit gut, dann ist das so oder eben braucht die Mutter und das Kind Unterstützung.
Ich finde es einfach wirklich seltsam mit welcher Selbstgerechtigkeit bzw Selbstherrlichkeit über andere Frauen geurteilt wird.
Immer werden irgendwelche Gruppen gegeneinander ausgespielt, kinderfreie Frauen gegen kinderlose, Mütter gegen kinderlose/-freie Frauen, arbeitende Mütter gegen kinderlose/freie ArbeitnehmerInnen und arbeitende Mütter gegen solche die halt ein Zeitl zuhause bleiben und bei all dem wird immer irgendwie behauptet, man hätte die besseren Argumente oder wäre moralisch überlegen, dabei ist es oft genug so, daß sich eben nicht immer alle die Situation tatsächlich selbst aussuchen.
Aber Hauptsache ist doch zu wissen, daß man selbst es eben besser gemacht hätte.
