Zitat von Fidschicat: Im Ingenieur Studiengang sind leider immer noch überwiegend Männer
im Ingenieur Bereich Raumfahrt sogar fast ausschließlich
nicht weil die Frauen nicht dürften sondern weil sie nicht wollen
Die Frauen holen in den MINT-Fächern auf. Das ist gut so und wird auch durchaus gefördert.
Es ist übrigens noch gar nicht so lange - über alles gesehen

- her, dass Mädchen in der Schule Handarbeitsunterricht hatten und die Jungs Werken. Ohne Diskussion.
Um als Frau in bestimmten Bereiche Fuß fassen zu können, brauchte es einen langen Atem und nicht zuletzt die Frauenbewegung. Ausnahmen haben schon immer die Regel bestätigt, s. Marie Curie oder Lise Meitner.
Zitat von Fidschicat: Wenn man sich nicht sichtbar macht durch geeignete Maßnahmen, wird man eben auch nicht gesehen
„Geeignete Maßnahmen“ sind meiner Erfahrung nach - jahrelang Personalentwicklung in einem Konzern - neben einer fundierten Ausbildung (Voraussetzung eh) vor allem Vorbilder*innen

, ein gutes Netzwerk (divers) und ein dem männlich geprägten Umfeld angepasstes Verhalten. Wenn ich an unsere Trainees (männlich/weiblich/divers nicht bekannt) denke, so fällt mir z. B. spontan der dunkelblaue (Hosen)Anzug ein.
„Geeignete Maßnahme“ war für mich durchaus auch die Quote, von vielen belächelt; mittlerweile kaum noch Thema - weil sich Qualität immer mehr durchsetzt, unabhängig vom Geschlecht. Ob das ohne diesen Quoten-Anstubser auch so passiert wäre…

Zitat von Fidschicat: die ganze Feminismus Debatte langweilt mich manchmal sehr
nicht, weil ich sie ablehne, sondern weil ich sie falsch geführt finde
Ich finde sie vor allem HIER völlig falsch geführt

Oder sagen wir mal so: Entlarvend geführt.
In meinen laaaangen Lebensjahren habe ich wenig gelernt, zwei Dinge gehören schon: 1. Souveräne Männer haben keine Angst vor starken Frauen, 2. Mit Frauen, die von sich sagen, sie können nicht mit anderen Frauen, kann ich nicht

Und weil ich grade nen Lauf habe: Stillende Frauen - ich schmeiß mich weg!
Ich kenne keine einzige stillende Frau (mich ehemals eingeschlossen), die mal eben ihre Brüste offen auspackt, um das Baby dranzuhängen. Ich kenne es nur so, dass da ein Pullover hochgeschoben/ne Bluse aufgeknöpft wird, meist noch ein Tuch im Spiel ist (Babys sabbern) und der Kopf des Säugling alles verdeckt. Der Rest bleibt der Phantasie (des vielleicht ebenfalls sabbernden) Zuschauers überlassen.
Also Stillen bitte nicht in der U-Bahn. Nicht im Café. In der Kneipe eh nicht. Wo? Auf der öffentlichen Toilette wäre es genehm? Oder wollen wir uns darauf hier einigen, dass stillende Mütter gefälligst zuhause bleiben müssen, damit sensible Männer wie unser aller Tin hier kein Trauma erleiden?
Gar nicht erst stillen? Super Lösung, vor allem auch für die Wirtschaft, Nestlé freut sich.
Keine Ahnung, ich lebe anscheinend wirklich unter einem Stein: Soooo viele stillende Frauen sehe ich nicht und wenn, dann nehme ich sie zur Kenntnis und das war‘s. Okay, ich lebe nicht in Berlin-Prenzelberg oder in der Hamburger U-Bahn.