Zitat von ElGatoRojo: Dessen ungeachtet - was wäre die Alternative gegen die "paternalistischen Glaubenssätze"? Immer unter der Prämisse, dass es Frauen gibt und Männer und auch einen Anteil Diverse.
Das, was auch gegen den Ansatz, daß es sich um Spiele zur Ablenkung der Massen handelt, helfen würde: Behandlung der eigenen Traumata anstatt Auslagerung an Gruppen (ist auf ganz viele Gruppendiskussionen übertragbar) und Solidarität.
In meinen Augen ist Feminismus einfach Humanismus und die Weiterentwicklung und Umsetzung feministischer Grundsätze kann uns gut behilflich sein, wenn es um unsere Weiterentwicklung als Gesellschaft und letztlich Integration anderer benachteiligter Gruppen geht.
Ich glaube zudem, daß gesellschaftliche Gleichberechtigung aller bisher benachteiligten Gruppen auch Männern zugute kommt.
Wenn wir die Ursachen von Sexismus, Misogynie etc bekämpfen, bekämpfen wir mE auch das Ungleichgewicht bei Suiziden. Für mich ganz klar, es braucht auch eine Männerbewegung (oder wie man das auch immer nennen möchte), denn vielen Männern geht es in diesem System ebenfalls nicht gut.
Dem biologischen Argument stehe ich fragend gegenüber, weil ich nicht genau verorten kann, was davon auf heteronormativen Glaubenssätzen beruht und inwieweit die Reproduktionsargumentation in heutiger Zeit nicht eh völlig neu gedacht werden muss.
Im Moment gibt es diese Pronomendikussion, kann man von halten was man will, sie findet aber statt. Ich habe den Eindruck, dass Konzepte wie Heterosexualität, gleichgeschlechtlich1 deutlich aufgebrochen werden und wir Sexualität und Partnerschaften neu denken. Damit ließe sich auch überlegen, inwiefern bestimmte Denkmuster, die wir immer wieder brauchbar machen auch in der Genderdebatte, denn überhaupt so unumstößlich sind, wie dargestellt, denn historisch lässt sich das alles nur bedingt belegen.
Auch gerne vorgebracht, Frauen und Männer sind biologisch unterschiedlich. Ja, stimmt, ist aber deutlich anders als nur auf Kinder kriegen zu reduzieren. Es gibt jetzt schon Länder, in denen Mutterschaft in verschiedene Teile zerfällt.
Will sagen, alles, was da immer an ursprünglichen Argumenten um die Ecke kommt von Männer sind so und Frauen so, ist deutlich weniger in Stein gemeißelt als es den Anschein hat.
Wie dem auch sei: Feminismus ist Humanismus und Solidarität ist der Weg zur Veränderung.