×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

18142

Haben es Frauen leichter als Männer?

F
Zitat von Annre:
Na also, Bluse zu, Flasche raus, das ist Gerechtigkeit, das Kind wird satt, niemand nimmt Anstoß, es kann ganz einfach sein.

Kann nicht jeder.
Viele Stillbabys verweigern die Flasche.
Ist auch nicht so planbar in der Bahn, denn die Milch muss vorher aufgewärmt werden auf Körpertemperatur bzw. ansonsten gekühlt.
Ist also schon was aufwändiger.

x 3 #3781


Plentysweet
Zitat von Annre:
niemand nimmt Anstoß

Warum nimmst Du Anstoß, wenn ein Säugling von der Mutter im öffentlichen Raum gestillt wird, diese die Brust durch Schal oder Bluse kaschiert und sich diskret mit dem Baby irgendwo an die Seite setzt? Warum?

x 7 #3782


A


Haben es Frauen leichter als Männer?

x 3


P
Zitat von Annre:
Aber, ich glaube zu verdenken ist es dem Säugling nicht;-)


Frag mal deine Mama.
Hätte sie dich gestillt, würde hier wohl weniger Blödsinn von dir zu lesen sein.

x 9 #3783


AnnaLüse
Ihr zu antworten ist vergeudete Zeit. Sie ist nicht an einem Austausch interessiert. Woran genau sie hier interessiert ist, habe ich aber auch noch nicht geblickt.

x 9 #3784


E-Claire
Zitat von ElGatoRojo:
Die bisherige Methode hat sich doch eigentlich bewährt? Ungeachtet dessen, dass eben auch Vätern in der Arbeitswelt mehr Freiraum für ihre Kinder haben sollten (oder sich nehmen sollten). Mit Töchtern habe ich keine praktische Erfahrung, sehe aber aus eigener Kindheit und der meiner Söhne, das Aufwachsen nur mit weiblicher Komponente (Kindergarten, Schule) auch eine gewisse Einseitigkeit wäre. Ansonsten - wie "neu"? Also eher mal konkret und in detaillierten Vorstellungen..


Wir reden da ein bissl an einander vorbei: Die altbewährte Methode, das zeigen Zahlen von Kinderwunschkliniken, bewährt sich längst nicht mehr so sehr. Eizellen einfrieren, befruchtete Eizellen einfrieren (wem gehören die nach der Scheidung, hübsches Thema), Eizellenspende, Samenspende, IVF, Leihmutterschaft (in Abgrenzung zu modern Slavery), Adoption, Pflegschaft.
Das deutsche Bild von Mutterschaft und dessen Nähe zur Religion und dem Mutterverdienstkreuz, was schon in Europa zum Teil ganz anders gedacht wird.
Mütter die in Mütterforen, andere kritisieren. Zuhause bleibende Mütter gegen Arbeitende. Kinderfreie Frauen gegen Kinderlose.
Helikoptereltern, Übermütter, abwesende Väter, Kindesentzug, attachment parenting, traditionell autoritäre Erziehung, Bindungstheorien. Kinderbetreuung versus "Fremd"Betreuung und Du kannst alles richtig gemacht haben oder wahnsinnig viel falsch, Resilienz ist das Zauberwort.

Für Feminismus ist kein Platz mehr, denn was wollen Frauen denn noch und die sind nun mal anders als Männer weil die kriegen die Kinder (...) es ist ein bissl komplexer als das.

Feminismuskritiker glauben bzw unterstellen, es gäbe einen Kampf zu führen, das kommt aus der linken Ideologie im Sinne des Arbeiterkampfs. Ich glaube worum es vor allem geht, ist Sichtbarmachung: nehmen wir mal das super kontroverse Thema gender-pay-gap. Die Grundlage ist, daß es tatsächlich lange Zeit üblich war, Frauen weniger für die gleiche Position zu bezahlen als Männern. Dann gab es schlaue Leuten, die die Existenz des Gender-pay-gaps leugneten, weil diese vorrechnen, daß die meisten Frauen weniger arbeiten (Kinderbetreuung, Vorliebe für soziale, traditionell schlecht zahlende Berufe, Teilzeit, schlechte Verhandlungsfähigkeiten von Frauen). An vielen der vorgebrachten Argumente ist etwas dran, aber an einer Sache kommst Du nicht vorbei. Wenn ich nicht weiß, was der Typ neben mir auf der gleichen Position verdient, weiß ich eben auch nicht, ob der gender pay gap existiert. Folge war zum Beispiel in Österreich, Stellenanzeigen müssen ein Mindesteinstiegsgehalt benennen, in anderen Ländern müssen Betriebe die Gehaltsstrukturen offen darlegen. So und wenn Betriebe transparenter agieren müssen, ist das ein Gewinn für alle.

Das Stichwort ist Sichtbarmachung. Wenn du darauf kommst, daß eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen aufgrund eines zu identifizierenden Faktors, zB Kinderbetreuung, eine signifikante Einkommenseinbuße im Meridian über Lebenszeit hinnehmen muss, dann ist das strukturell. Dann heißt das, daß Du als Gesellschaft, da etwas zuungunsten einer Gruppe regelst. Wenn Du gleichzeitig als Gesellschaft feststellst, daß das früher ok war, weil Kernfamilien hielten und ein Durchschnittseinkommen, den Familienunterhalt abgedeckt haben, das jetzt aber so nicht mehr gegeben ist, hast du offenSICHTLICH ein Problem. Wenn Du das regelst, kannst Du je nach Lösungsansatz auch gleich für andere Gruppen bessere Lösungen schaffen, auch das Bild von Vaterschaft hat sich verändert. Väter möchten heute Teilhabe.

Jetzt kommen wir zu etwas, bei dem wir uns vielleicht in die Haare bekommen: ich glaube, daß es heute Veränderung für viele Gruppen braucht, sich aber eine Gruppe bisher, weil es nicht notwendig war, es man denen nicht beigebracht hat (bin mir da nicht so ganz sicher) aus dieser Diskussion immer wieder zurück zieht, weil diese strukturell bisher weniger Opfer zu beklagen hatten ode rum genau zu sein, schon genug Opfer zu beklagen hatten, aber nicht hinschauen und nun langsam hinschauen müssen.

Amokläufer sind meistens männlich. Im Moment bringen sich drei mal mehr Männer um, währenddessen Frauen signifikant häufiger als Männer die Diagnose Depression gestellt bekommen. Der erweiterte Suizid ist so lange auch Erwachsene (nicht nur Kinder) betroffen sind fast immer männlich. Männer leben kürzer, in Ehen etwas länger, am längsten leben alleinstehende Frauen zwinkern (go figure) und gehen deutlich weniger zur Vorsorge. Männer wachsen mit wenig(er) guten männlichen Rollenbildern auf und erst ganz langsam reden die über toxische Männlichkeit. noch immer beliebt sind PUA und MEGTOW, also daß was ich vorhin das Auslagern individueller männlicher Trauma auf Frauen genannt habe.

Eine Aufgabe des Feminismus ist da eine Grenze zu ziehen. Ich habe es gestern schon geschrieben, ich bin auch deshalb Feministin, weil es nicht mehr mein Job ist zwischen eine netten und einem gefährlichen Mann zu unterscheiden, sondern es ein strukturelles männliches Problem gibt, was nicht dadurch gelöst wird, daß Männer hingehen und sagen es wäre eh ois in Ordnung, es wäret nur wegen der doofen (dicken) Emanzen.

Feminismus macht sichtbar.

Zitat von ElGatoRojo:
Letztlich ist mir das wirklich völlig gleichgültig, wie Leute ihrte Sexualität leben, wenn sie dadurch andere nicht schädigen.

Schau und da sind sie wieder diese nicht hinterfragten Glaubenssätze, diese Satz hättest Du aller Wahrscheinlichkeit gegenüber gleichgeschlechtlich1 von Männern in den Vierzigern, Fünfzigern oder so gar noch Sechzigern des vergangenen Jahrhunderts so laut nicht geäußert.

Auch für die freie Liebe hat es Feminismus gebraucht.

x 3 #3785


A
@plentysweet ich muss nichts erklären, entschuldige, wenn hier Feministinnen, die sich als solche bezeichnen, Gerechtigkeit einfordern, ist es mir gestattet und auch zu tolerieren, dass für mich, Öffentlichkeit kein Ort ist, um ein Baby zu stillen.

#3786


P
Zitat von Annre:
@plentysweet ich muss nichts erklären, entschuldige, wenn hier Feministinnen, die sich als solche bezeichnen, Gerechtigkeit einfordern, ist es mir ...


Awwww willste nen lolli oder doch lieber wieder an die Brust?

Oder ist es der Neid? 🙃

x 6 #3787


Ema
Zitat von NiceEnough:
Woran genau sie hier interessiert ist, habe ich aber auch noch nicht geblickt.

Ich schon zwinkern

x 1 #3788


ElGatoRojo
Zitat von Annre:
Erfreulich, sehr gut, hier wird offensichtlich, es geht auch ohne Brust.

Nö - die einfachere Lösung ist immer die Bessere. Wozu - glaubst du - sind deine T's da?
Zitat von Annre:
dass für mich, Öffentlichkeit kein Ort ist, um ein Baby zu stillen.

Deine Ansicht sei dir unbenommen, wäre mir aber völlig egal und im Zweifel würde ich keine Rücksicht darauf nehmen.

x 3 #3789


Plentysweet
Zitat von Annre:
ist es mir gestattet und auch zu tolerieren, dass für mich, Öffentlichkeit kein Ort ist, um ein Baby zu stillen.

Ich tolerier das. Du darfst das doof finden. Und die anderen dürfen doof finden, daß Du das doof findest und es trotzdem tun Smile .

x 6 #3790


M
Edit: Ich will mich nicht drauf einlassen.

x 2 #3791


A
Zitat von NiceEnough:
Ihr zu antworten ist vergeudete Zeit. Sie ist nicht an einem Austausch interessiert. Woran genau sie hier interessiert ist, habe ich aber auch noch ...

Na, wer ist denn hier an einem Austausch interessiert?
Feministinnen, die über eine Erstattung der Damehygieneartikel philosophieren?
Mütter, die Toleranz für sich einfordern, aber anderen keine gewähren?

#3792


E-Claire
Zitat von ElGatoRojo:
Nö - die einfachere Lösung ist immer die Bessere


Auch da, sorry (ich greife Dich nicht persönlich an, ich mache sichtbar), was die einfache Lösung ist, dürfen sich Frauen von Männern seit Jahrhunderten anhören. Du kannst gerne eine Meinung haben, diese aber zu der besseren zu stilisieren, beim Thema Stillen, ist mit Verlaub unangebracht.

Wie Du und Deine Partnerin die Dinge gehandelt haben, war für Euch beide richtig und da hattest Du Mitspracherecht, ob die einfache Lösung immer die bessere ist für (allgemein) Frauen, ist mansplaining und ich schlage vor, du schreibst mal was zu männlicher Prostatavorsorge.

x 1 #3793


Z
Zitat von Plentysweet:
und 25% der Kinder sind heutzutage sprachauffällig. Ich kann da nur aus meiner Warte sprechen und sagen, das gegenwärtige Pensum in der deutschen Sprache in Wort und Schrift reicht.

Ist halt die Frage, ob die Kinder sprachauffällig sind, weil die Grammatik so schwierig ist, oder weil bestimmte Dinge weniger Platz haben.
Zum Beispiel vorlesen, Kinderbücher angucken, selbst lesen, im Gespräch sein.

Wenn ich mit Logopäden und Kinderärzten spreche, dann sehen diese eher da Probleme. Zu viel Computer, zu viel Smartphone, zu wenig Gespröche, zu wenig Förderung der Kommunikation.

x 4 #3794


A
Natürlich, kann das saugen an der Brust, auch in der Öffentlichkeit für einige, von mir aus auch einer Mehrzahl von Bürgern als normal eingeschätzt werden, keine Frage.

Aber, es gibt eben auch Menschen, die daran Anstoss nehmen.
Sie sind abzuwerten, zu pathologisieren?
Das ist Feminismus?

x 1 #3795


A


x 4