Zitat von Plentysweet: Dabei bräuchten und hätten mittelalte bis ältere Frauen ja oftmals auch noch gerne ne gute Partnerschaft. Was rätst Du also diesen Frauen?
Ich würde erst mal nachhaken, warum sie überhaupt meinen, eine Partnerschaft zu brauchen, um wirklich zufrieden oder gar glücklich zu sein.
Sofern es um materielle Versorgung geht, würde ich sie fragen ob ob sie nicht auch andere Wege sehen, sich abzusichern als ausgerechnet über eine Beziehung - die auf Emotionen aufbaut, welche sich von jetzt auf gleich ändern können. Versorgungssicherheit stelle ich mir da doch irgendwie anders vor...
Was die emotionale Seite betrifft würde ich sie fragen, inwieweit sie sich selbst lieben und mit sich auf eine Weise im Reinen sind, daß sie auch ohne Partner klarkommen und zumindest zufrieden sein können - schon um vor emotionalen Abhängigkeiten geschützt zu sein, falls sie dann doch mal jemand begegnen, mit dem "mehr" vorstellbar wäre.
Realitäten sollte man als solche akzeptieren und wenn es denn nun mal so ist, daß Frauen ab Mitte 30 aufwärts allmählich weniger begehrt werden am Markt, dann ist das eben so.
Gott sei Dank ist hierzulande jeder Mensch völlig frei in seiner Partnerwahl - und das ist auch human so!
Es ist ein so persönlicher Bereich, daß sämtliche Formen von Vorteilen gestattet sind, wenn es darum geht, persönliche Präferenzen zu formulieren und umzusetzen, die man an den oder die Auserkorenen stellt:
Soziale Herkunft und Status, physische Behinderungen und Krankheiten, Alter und ja: selbst die Hautfarbe
darf in diesem einen und einzigen Lebensbereich zum Ausschlusskriterium werden, ohne mit einer Klage rechnen zu müssen: Weil er nämlich dermassen
urprivat ist, daß da aber auch wirklich
niemand was zu sch.ei.ss.en hat, außer die Betroffenen selbst!
Ergo werden sich weder die betreffenden älteren Herren ihre Vorliebe für deutlich jüngere Frauen ausreden lassen, noch werden die sich wiederum mit Dunkelhäutigen auch nur treffen wollen, wenn sie nun mal nicht darauf stehen - ja
was denn
sonst?
Natürlich ist das wahlweise sexistisch, antisozial oder auch rassistisch, wenn man es aus Sicht der abgelehnten Bewerber betrachtet. Aber solange diese persönlichen Präferenzen existieren (und das tun sie nun mal) und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage es den Betreffenden gestattet sie auszuleben, werden sie das auch tun.
Wer will sie denn daran hindern und mit welchem
Recht?
So.
Und deshalb finde ich, man sollte erst mal ein zufriedener Single sein, auf die mediale Verblödungskampagne in Sachen "defizitär" offen sch.ei.ss.en (hatte dazu vor Jahren einen separaten Thread eröffnet), sich stattdessen lieber auf die 1980er rückbesinnen in diesem Punkt und due eigene Position am Fleischmarkt dann erst mal realistisch einschätzen.
Sollte man dabei zum Schluß kommen, daß die eigenen Chancen sich in argen Grenzen halten - warum auch immer! - gibt es genau drei Möglichkeiten:
1. Man wechselt den Markt, evt. durch Auswanderung oder indem man sich jemand aus dem Ausland hierher holt (sofern das als Option erscheint und machbar ist).
2. Man bleibt offen für Überraschungen, stellt aber die aktive Suche nach einem Partner ein und focussiert sich lieber darauf, als Single glücklich zu sein bzw. zu werden, statt sich an relativ (!) unrealistischen Lebenszirlen aufzureiben. Menschen, die das abfällig kommentieren, werden rigoros aus dem eigenen Umfeld entsorgt und man umgibt sich mit solchen, die einem gut tun - auch wenn am Ende nur noch der Hund oder ein Hamster übrig bleibt.
3. Man verbiegt sich und verabschiedet sich von persönlichen Ansprüchen. IMO der beste Weg zum Unglücklichwerden in der nächsten Beziehung, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Zitat von Plentysweet: Dann wüsste ich gerne, was machen die Männer, wenn ihre einst junge Partnerin neben ihnen selber auch älter wird? Wieder austauschen? Und dann immer so weiter agieren? Klar, kann man machen.
Wird auch oft genug gemacht.