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Haben es Frauen leichter als Männer?

T
Zitat von PuMa:
Sagt der mit dem Streichholz in der Hand.

Tolles Kompliment.
Aber ich ziehe hieraus auch meine Schlüsse. Gab hier einen wichtigen Gedankenanstoß für mich.

#4396


P
Zitat von Tin_:
Tolles Kompliment. Aber ich ziehe hieraus auch meine Schlüsse. Gab hier einen wichtigen Gedankenanstoß für mich.


Na komm. Du bist nicht unschuldig. So wie die anderen auch nicht. Das weißt du.

In einer Schachtel sind ne Menge Streichhölzer. Offensichtlich teilt man die Packung hier.

x 2 #4397


A


Haben es Frauen leichter als Männer?

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E-Claire
Zitat von PuMa:
Da Schwanke ich immer zwischen Mitgefühl und selbst schuld. Denn ich weiß ja nicht warum. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich. Und jeder darf sich aussuchen wie er sich selbst in die Welt hinaus trägt und vor allem was.

Das ist doch mal ne hübsche Beschreibung von gesunder Abgrenzung. zwinkern

Ich kann das nachvollziehen, ich habe durchaus auch Mitgefühl. Mit dem Selbst schuld ist das so eine Sache, schau, manche inneren Verletzungen sind so massiv, daß wir diese abspalten um zu funktionieren und damit wird der Blick auf die damit verbundenen Gefühle einfach nicht möglich. Es erfolgt eine Rationalisierung von Wunden, ja ist da, ja ist total doof, der damit verbundene Schmerz wird aber nicht gefühlt und kann damit eben auch bei anderen nicht gefühlt werden.

Wird die Verletzung im Nachgang bearbeitet, also die Wut, der Schmerz, die Trauer im Nachgang gefühlt, kann man dies dann eben auch bei anderen. Genauso wie sich darauf zu trainieren mit anderen besonders achtsam umzugehen, letztlich achtsameren Umgang mit sich selbst zur Folge haben kann.

Die Bearbeitung der eigenen Verletzungen liegt in der eigenen Verantwortung und in der eigenen Entscheidung. Insofern ist dein "selbst schuld" berechtigt. Es gibt aber dennoch Grenzen. Nicht jede Verletzung ist heilbar und nicht jede Bearbeitung eines Traumas grundsätzlich immer sinnvoll. Wir können einfach nicht außer Acht lassen, daß einfach unfassbar grauenhafte Dinge passieren.

Wenn zudem Lebensfähigkeit und Lebensqualität des Betroffenen gegeben sind, besteht auch wenig Motivation etwas zu ändern.
Schau, wenn ich die größte Nervensäge auf Gottes Erdboden bin, aber einfach nur anderen aber nicht mir selbst auf die Ketten gehe, dann kann ich an den Punkt kommen, daß ich mir da einiges an Reichtum verschenke, muß es aber nicht. zwinkern

Zitat von PuMa:
Ich denke, Menschen geben oft vor etwas zu sein, was sie gar nicht sind. Aus verschiedenen Gründen.
Grundsätzlich denke ich, dass jene Menschen einsam sind. Im Herzen. Einsamkeit lässt Menschen verbittern. Einsamkeit ist der schleichende tot eines jeden.


Da ist sicher etwas dran. Ich für meinen Teil glaube, daß das nicht Ablegen der Opferrolle zur Verbitterung führt.

x 8 #4398


CanisaWuff
Zitat von PuMa:
Bist du ehrlich zu dir selbst? Bestimmt, aber nicht immer.

naja, ich versuche mich nicht anders dar zu stellen, als ich bin.

Und versuche da schon ehrlich zu sein.

x 1 #4399


D
Zitat von PuMa:
Gib zu und gesteh dir ein das du hilfe brauchst. Ja, Ich hab damit zb ein Problem. Hilfe annehmen. Und das obwohl ich Profi bin im Hilfe geben. Komisch oder?


Gar nicht komisch, nein. Helfer-Syndrom. Ich hab‘ auch einen Beruf, in dem ich anderen helfe. Auch privat helfe ich gerne, manchmal ungesund und ungerne und muss lernen, anderer Leute Probleme nicht zu meinen zu machen. Nach Hilfe fragen und sie annehmen, fällt mir super schwer. Es gibt die These, dass Menschen in helfenden Berufen, sich eigentlich selbst gerne Hilfe und umsorgt zu werden, wünschen. Glaub, da ist eine Menge dran. zwinkern

x 6 #4400


T
Natürlich weiss ich das. Meine Meinung muss nicht jedem gefallen.

x 1 #4401


CanisaWuff
Haben wir die Schokobrötchen schon aufgegessen?

x 4 #4402


P
Zitat von Doppelherzchen:
Es gibt die These, dass Menschen in helfenden Berufen, sich eigentlich selbst gerne Hilfe und umsorgt zu werden, wünschen. Glaub, da ist eine Menge dran.


Echt? Joa vielleicht könnte es das sein. Muss ich drüber nach denken. Moment *schlürf Kaffee*

Zitat von CanisaWuff:
naja, ich versuche


Ich denke, wir tun alle das was uns möglich ist. Manchmal kann man nicht anders. Es ist kein Grund aber eine Erklärung und schwächt vielleicht mit einer Erklärung die Fassungslosigkeit oder die
Wut auf andere Menschen und deren Art oder Meinungen.

x 4 #4403


P
Zitat von E-Claire:
der damit verbundene Schmerz wird aber nicht gefühlt und kann damit eben auch bei anderen nicht gefühlt werden.


Bewegen wir uns da nicht eher Richtung Defiziten, wenn es so schlimm aussieht?

Ich kenne das nur von meiner Tochter. Die hat ihre Diagnosen. Aber da kann ich mit umgehen.
Bei fremden, ist das so ne Sache.

x 2 #4404


E-Claire
Zitat von PuMa:
Bist du ehrlich zu dir selbst? Bestimmt, aber nicht immer.
Ich versuche es auch zu mir zu sein. Bin es aber nicht immer. Und dann denke ich, PuMa warum bist du jetzt nicht ehrlich zu dir?


Ach naja, ein Teil ist schlicht Lernerfahrung, manchmal braucht man ne Runde um zu checken, wo oder warum man falsch abbiegt und das andere, sich selbst gegenüber ehrlich sein, ist zu großen Teilen ziemlich unangenehm.

Da ist Scham, man macht sich verwundbar, man muß einsehen, daß man es doch nicht so raus hat und das soll man dann auch noch freiwillig tun, ehrlich adulting su*ks. Ich kaufe mir ja auch nicht freiwillig von Spinnen durchzogene Leberwurst.

Der einzige Vorteil, Authentizität schafft echte Verbindung. Wir werden "gesehen". Und das wiederum frei nach einem Kreditkartenanbieter: unbezahlbar.

x 8 #4405


M
Zitat von Doppelherzchen:
Du ruderst heute wieder zurück und suchst die Schuld weiterhin bei dir. Sogar möchtest du eine Pause vom Forum. Bleib bei dir!

Nein, ich rudere nicht zurück. Ich heiße bestimmte Dinge immer noch nicht gut. Aber wie ich darauf reagiere ist eine andere Sache. Ich kann sachlich und bestimmt jemandem sagen, dass er falsch liegt oder ich kann emotional und aufgelöst reagieren. Und mir tut dieses emotionale nicht gut. Ich bin mehr im Reinen mit mir, wenn ich sachlich reagiere.
Ohne dabei klein bei zu geben. Du darfst darauf vertrauen, dass ich mich sehr gut kenne und keine Menschin bin, die nicht hinter ihrer Meinung steht. Vorallem aber bin ich keine Menschin mehr, die ihre eigenen Befindlichkeiten unterdrückt, nur damit Ruhe im Karton ist. Im Leben nicht. Aber ich bin jemand, die ihre eigenen Dinge gut sieht.


Mit der Pause hast du aber Recht. Mr. Green

Liebe und so herz

x 2 #4406


P
Zitat von E-Claire:
Da ist Scham, man macht sich verwundbar


Da sagst du etwas.
Ich leite daraus Angst ab. Angst verletzt zu werden. Angst vor der Zukunft. Angst vor Reaktionen der Mitmenschen.

x 2 #4407


T
Zitat von PuMa:
Ich leite daraus Angst ab. Angst verletzt zu werden. Angst vor der Zukunft. Angst vor Reaktionen der Mitmenschen.

Hm... Weit verbreitet die Meinung. Ich bin auch eher der Rationalisierer... Das hat aber nichts mit Angst zu tun. Es ist eher ein Gefühl von Schwäche, was ich überhaupt nicht leiden kann. Ich mag es nicht mich schwach zu fühlen. Und das hat definitiv nichts mit Angst zu tun.

#4408


E-Claire
Zitat von Mira:
Ich kann sachlich und bestimmt jemanden sagen, dass er falsch liegt oder ich kann emotional und aufgelöst reagieren.


Ähm, wenn mich jemand provoziert, die Provokation Ausdruck dessen ist, daß dieser von der Sachebene auf die Gefühlsebene gewechselt ist, dann kann ich, wenn ich nen guten Tag habe auf der Sachebene bleiben, ich kann aber auch genauso gut, es dort wahrnehmen, wo der andere hingezielt hat.

Ich finde übrigens, daß Du da eine Wertung implizierst, auf der Sachebene bleiben ist gut, auf die emotionale Ebene wechseln ist nicht gut.
Die Wertung ist meinem Dafürhalten unrichtig, weil beide Ebene gleichberechtigt sind und nicht die eine besser als die andere. Der Sachebene den Vorzug zu geben hat mir (!) dazu gedient, in Kontrolle zu bleiben und so wenig wie möglich Angriffsfläche zu bieten. (Wer heult hat die Debatte verloren, Glaubenssatz meiner Kindheit).

Wenn Du magst, muß auch nicht heute sein, aber mal hinschauen, inwieweit Du die emotionale Ebene eventuell negativ bewertest (emotional zu werden und ins Drama gehen sind zwei völlig verschiedene Dinge) und vor allem, ob und eventuell warum Du den Angriff (du bist angegriffen worden) versuchst über die Betrachtung Deiner Anteile zu bagatellisieren.

x 6 #4409


P
Zitat von Tin_:
Hm... Weit verbreitet die Meinung. Ich bin auch eher der Rationalisierer... Das hat aber nichts mit Angst zu tun. Es ist eher ein Gefühl von ...


Ich verstehe warum du es so siehst.

Schwach sein, warum ist das so etwas negatives? Schwach sein bedeutet doch auch, sich selbst besser zu spüren. Jedesmal wenn ich schwach bin, fühle ich mich auf einem andern Level als vorher.

Schwach sein, bedeutet, ich bin noch da. Ich kann gerade nicht stark genug sein. Aber das ist okay. Denn auch wenn ich schwach bin, heißt es nicht das du es schaffst mir weh zu tun. Schwach zu sein, bedeutet doch nur, das ich für einen Moment los gelassen habe, von all dem was ich halten muss. Was so unfassbar schwer sein. Was mich vielleicht schleichend erdrückt hat.

Es befreit mich auch mal schwach zu sein. Ich hole tiefer Luft und schöpfe aus meiner Schwäche neue Kraft um weiter zu machen. Oder um neues zu machen.

x 6 #4410


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