E-Claire
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Zitat von PuMa:Naja die meisten möchten eine monogame Ehe führen. Nur wenige schaffen es diese zu öffnen. Ich kann beides verstehen.
Warte mal, das ist nicht worauf ich hinaus wollte. Ich propagiere hier nicht "freie Liebe" für alle auf Teufel komm raus, oder noch schlimmer, wenn Du es nicht schaffst Deine Ehe zu öffnen, bist Du schuld, daß die Familie leidet
Das ist nicht, was ich schreibe:
Was ich schreibe: Wir, und zwar nicht nur rechtlich, sondern im gesellschaftlichen Konsens, bewegen uns erst seit ein paar Jahren und erst ganz, ganz langsam in eine Richtung, die eine grundsätzliche Unterscheidung von romantischer Partnerschaft und Familie ermöglicht. Das haben wir vor allem den neuen Vätern und dem Leid von Patchworkfamilien zu verdanken.
Und an der Stelle können wir alle uns echt noch eine Runde bewegen, in dem wir uns alle von tradierten Familienvorstellungen verabschieden, neue für uns gedanklich zulassen und vor allem aufhören Partnerschaft und Familie gleichzusetzen oder die traditionelle Kleinfamilie völlig sinnentleert moralisch zu überhöhen.
Meine Oma war über 50 Jahre verheiratet, mit Höhen und Tiefen und hat zwei Kinder in die Welt gesetzt, wovon das eine, welches schon verstorben ist, immerhin auch noch ein Kind bekam, das andere nicht. Der Grund, warum die heute mehrmals pro Woche besucht wird, ist, weil sie sich zeit ihres Lebens darum gekümmert hat, ihr soziales Netzwerk zu pflegen.
Es ist völlig fein am monogamen Ideal für sich selbst festzuhalten, es ist aber ziemlich bedenklich, den Vater/die Mutter der Kinder dafür bestrafen zu wollen, daß diese ungenügende Partner waren. Den Familienbegriff an romantische Liebe zu knüpfen ist absolut problematisch.
Es entlässt zudem den Staat aus Verantwortung in Bereichen, wo ansonsten dieser doch sehr gerne profitiert.