VictoriaSiempre
Mitglied
- Beiträge:
- 12702
- Themen:
- 5
- Danke erhalten:
- 38506
- Mitglied seit:
Zitat von sadMonkey:Die Männer mussten also in den Krieg ziehen um dort massenhaft zu sterben und die Frauen durften zu Hause bleiben?
In Kriege, die mehrheitlich von Männern angezettelt wurden.
Zitat von sadMonkey:Kann es sein, dass dann der Mann in seiner Rolle als Krieger und Beschützer es auch nicht immer leicht hatte?
Ganz gewiss hatte er es nicht leicht! Ich hätte nicht tauschen und in den Krieg ziehen wollen.
Nur gibt es mittlerweile Frauen bei der Bundeswehr und auch in kämpfenden Verbänden. Ist vielen Männern auch nicht recht.
Ich hatte keine frauenbewegte Mutter. Aber eine, die immer berufstätig war, einen Führerschein hatte (mit Zustimmung meines Vaters. Beides. Denn in den 1950ern durften Frauen weder das eine noch das andere ohne Zustimmung des Gatten). Und ich hatte einen Vater, der zwar durchaus die vorherrschend männliche Rolle (Autoreparatur, handwerkliches Gedöns tbc.) übernommen, aber ganz selbstverständlich auch die Küche durchgewischt oder eingekauft hat. Für mich war das völlig normal.
Im Laufe meines langen Erwachsenenlebens habe ich erfahren dürfen, dass es eben bis ins Jahr 2022 oft immer noch nicht normal ist, Frauen und Männer (ja, und auch Diverse) als gleichberechtigt (was etwas völlig anderes ist als gleichgemacht!) anzusehen. Kann man wunderbar in diesem Thread nachlesen - hier, in unserem muckeligen Mitteleuropa.
Solange sich über „das Feminat“ lustig gemacht wird und an anderer Stelle bemängelt wird, dass Frauen es wohl nicht wichtig genug fanden, das Wahlrecht für sich einzufordern, wird sich daran nichts ändern.
Solange seitenlang ernsthaft darüber diskutiert wird, dass Frauen Ü35 keinen Wert mehr haben (zumindest für einen User), wird sich daran nichts ändern.
Ich könnte noch etliche „solange“ weitermachen…
Nein, Frauen haben es nicht grundsätzlich leichter als Männer. Was nicht bedeutet, dass Männer es grundsätzlich leichter haben als Frauen.

)