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Zitat von Femira:Ich habe auch nochmal deine These "die Ehe Schütze Frauen und Kinder" geprüft. Es gibt keine Hinweise darauf, dass diese Annahme richtig ist. Es gibt vielmehr Hinweise darauf, dass die Ehe von Männern erfunden wurde und dass sie Frauen in der Regel benachteiligt.
Jetzt muss ich doch mal reingrätschen.
Historisch betrachtet war die von der katholischen Kirche sanktionierte Ehe auf lange Zeit nach ihrer Institutionalisierung durchaus fortschrittlich und bot in diesem Sinne zum ersten Mal der spätantiken / frühmittelalterlichen Frau Schutz und Sicherheit.
Ich lasse jetzt mal antike Regularien außen vor (Hellenisches oder Römisches Reich, jüdische Gesetze, Mesopotamien und Ägypten aus - auch da gab es entsprechende Ansätze, aber halt nicht einheitlich und schon gar nicht die Gepflogenheiten diverser Stämme außer Kraft setzend, die vor der Zivilisation lieber auf die Bäume oder in Höhlen geflüchtet sind).
Bevor die Ehe - von mir aus von Männern, die gerne die Erbfolge sicherstellen wollten, aber die Motivation ist manchmal peripher - christlich und auf Lebenszeit geschlossen wurde, waren Frauen nichts anderes als Freiwild. Sie hatten eben keine definierten Rechte, waren sexuelles Freiwild und umgekehrt austauschbar, Kinder waren ihr Problem, alles verlief nach Gutdünken.
Sieh es mal so: Auch der Mann wurde mit Einführung des heiligen Bundes in die Pflicht genommen, konnte Frau und Kinder nicht mehr so einfach verlassen, wurde als Versorger dingfest gemacht usw. Zuvor konnte er der Dame den Mittelfinger zeigen und sagen, hey, da ist Next, schau wo du bleibst.
Natürlich war dieses Konstrukt patriarchalich geprägt, das waren die Zeiten. So überholt sie heute sein mag, objektiv und im historischen Zusammenhang gesehen bedeutete die Ehe tatsächlich erstmal Schutz und Sicherheit.