AnnaLüse
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Zitat von NurBen:Was viele "frustrierte Hausmuttis die ihre achso tolle Karriere an den Nagel hängen mussten" nämlich gerne vergessen ist, was es für einen Mann bedeutet in der Zeit arbeiten zu gehen.
Das er plötzlich nicht mehr nur sich, sondern auch seine Frau und Kinder versorgen muss. Der Druck nicht nur für sie zu sorgen, sondern auch gleichzeitig ein guter Vater zu sein.
Vom Aufwachsen bekommt er nicht viel mit. Wenn er von der Arbeit kommt schläft sie/er.
Die ersten Worte? Sind Mama, weil sie schließlich immer da ist. Den Moment hat er nicht mitbekommen, weil er im Meeting war.
Genauso wie die ersten Schritte oder sonstige Ereignisse, bei denen Man(n) gerne dabei gewesen wäre.
Du kommst hier aber mit sehr pauschalen, emotionalen und veralteten Klischees vom Mann, der 60 Stunden aufwärts arbeitet und nie was von seinen Kindern hat. Warum hat er sich denn in dieser Konstellation überhaupt für Kinder entschieden?
Zitat von NurBen:Aber sei es drum, ich liefere dir ein Gegenbeispiel:
Mann geht arbeiten, Frau bleibt zu Hause. In der Zeit lebt sie vom Geld ihres Mannes.
Jetzt bekommt sie eine Midlife-Crisis, nimmt die Kinder und verzieht sich zum neuen Partner.
Kinder weg, das Geld, was er in die Familie gesteckt hat, bekommt er auch nicht zurück und darf trotzdem nach der Trennung noch weiterzahlen. Für eine Frau die Weg ist und für Kinder die er alle 14 Tage sieht.
Sie lebt nicht nur vom Geld des Mannes. Du unterschlägst hier, damit es dramatischer klingt, das Elterngeld und Kindergeld. Und die Frau nimmt in deiner fiktiven Konstellation zu diesem Zeitpunkt einen Stillstand ihrer Karriere in Kauf. Und falls er die Midlife-Crises kriegt und sich ne Jüngere sucht und die Kinder nur noch alle 14 Tage sehen will, wird es mit Vollzeit arbeiten auch schwierig.
Ich weiß nicht wirklich, inwiefern uns diese Negativ-Beispiele tatsächlich weiter bringen. 🤔
Zitat von NurBen:Das sind allerdings nicht die, die jammern.
Jammern tun die, die 20 Jahre lang halbtags bei Aldi an der Kasse waren und nichts für die Karriere gemacht haben.
Zitat von NurBen:Sorry das klang jetzt herablassend.
Ja und wird nicht dadurch besser, dass man hinterher "Sorry" sagt. Ist so ein bisschen Merz-Stil.
Und sich z. B. im Einzelhandel zur stellvertretenden Filialleitung hochzuarbeiten ist auch ein Karriereschritt.
Zitat von CocosPool:Also wenn keine Kinder im Spiel sind
... dann sehe ich persönlich auch keine Nachteile in der Ehe und romantisiere sie vielleicht sogar. 😁