Zitat von Annre: Du bist vermutlich verheiratet, entweder bist du selbst oder deine Frau fremdgegangen.
Na, da läuft man diesem Konstrukt hinterher, war oder ist man doch am Haken, muss diese Systeme verteidigen, in denen man vermutlich viel Lebenszeit durch Unloyalität des Partners eingebüßt hat.
Nun, ich würde behaupten, bei den allermeisten hier ist der Startpunkt der Mitgliedschaft ein einschneidendes Ereignis oder zumindest eine Sinnkrise.
Und schon Frage ich mich, warum du hier bist.
Bislang hauptsächlich in diesem OT Strang .
Ich glaube daran, dass der Mensch ein soziales und sexuelles Wesen ist. Sozial deshalb weil sein Nachwuchs bis zum dritten Lebensjahr absolut nicht überlebensfähig sind, ohne erwachsene Fürsorge. Sexuell ist der Mensch wie jedes Lebewesen was sich Zweigeschlecht vermehrt und Vermehrung ist das Ziel des Lebens überhaupt.
Ergo ist das Streben der meisten Menschen ein streben nach dem Partner um dann für Nachwuchs zu sorgen.
Der liebe Gott hat praktischerweise dafür gesorgt, dass das vermehren Spaß macht.
Und dann kommt es aber dass der Mensch nicht nur Instinkten folgt, sondern auch über einen Geist verfügt und somit nicht nur Werkzeuge erfinden kann sondern auch komplexe soziale Strukturen.
Die Liebe ist nicht nur mehr Eros, sondern auch philiae und Agape. Die Liebe ist also vielgestaltig und das ist der Punkt. Und wir Menschen haben die Fähigkeit, andere Menschen zu verletzen, sowie die Fähigkeit zu lernen. Menschen entwickeln sich.
Wenn zwei Menschen zueinander finden dann bleibt es nicht aus, dass die sich verletzen. Einfach weil wir Fehler machen.
Nun kann man nach solchen Ereignissen sich einfach trennen. Oder aber gemeinsam zu arbeiten und sich neu zueinander zu bekennen. Diese Arbeit bringt einem unabhängig von dem Erfolg auch als Einzel Mensch so viel, dass diese investierte Zeit keineswegs als Verschwendung gewertet werden muss. On top behaupte ich, dass das Ziel eines jeden Menschen sein sollte, nach dem Leben zu streben.
Und das beschränkt sich nicht auf singel Stammtische.
Das Zusammensein von zwei Partnern ist grundsätzlich unabhängig von dem Konstrukt Ehe.
Allerdings bietet das Konstrukt schon eine Blaupause eines gegenseitigen Versorgungsvertrag. Und dieses Vertragwerk passt ganz gut für die meisten.
Und jetzt kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Eine Gesellschaft ist auf Nachwuchs angewiesen. Sonst stirbt sie aus. Es braucht Konsumenten und Pfleger und Arbeiter.
Insofern liegt es im Interesse des Staates Bereiche zu schaffen, die die Entscheidung pro Kinder unterstützt.
Ich halte die Institution Ehe als eine sehr wertvolle Geschichte, wenn auch dringend reformbedürftig. Die Gesetze rund um die Ehe stammen noch aus einer Zeit, als man davon ausging, dass Ehen Kinder hervor bringen. Als es unüblich war in wilder Ehe zu leben.
Von daher wäre meiner Meinung nach es notwendig über Familiensplitting nachzudenken.
Als Beispiel.
Auf geistiger Ebene glaube ich tatsächlich daran, dass die Verbindung zwischen man Mann und Frau etwas besonderes ist, welches es zu erhalten gilt. Ich halte es nicht für ehrenruhig um Beziehungen zu kämpfen. Auch allgemein. Kümmern wir uns nicht um Beziehungen ist man schnell alleine.
Menschen die so abfällig schreiben als Schwäche sehen, um Beziehungen zu kämpfen sind asozial. Sie verstehen nichts von den Grundsätzen der liebe.