Zitat von Fliesentisch:Und genau aus diesem Denken heraus sind psychische Erkrankungen heute noch immer Tabuthema. "Wie, du bist depressiv? Cheer up, geht schon ...
Ich konnte bis zu meinen Trennungen überhaupt nichts mit dem Thema anfangen, sprich ich konnte es nicht nachempfinden, mich nicht reinfühlen, es nicht nachvollziehen, ganz einfach weil ich nicht wusste wie das ist.
Psychisch krank war ich zwar auch dnach der Trennung nicht, aber es ging mir zeitlang so schlecht, dass ich tatsächlich froh war das Mindeste für die Kinder zu erledigen und die restliche Zeit im Bett zu verbringen, heulend, leidend, antriebslos usw. Erst da habe ich die Aussage von dem Ex verstanden - Setz mich nicht unter Druck - denn in dieser Phase sagte ich es auch, zum Beispiel an meine Mutter, die mich bezüglich Umzug und sonstigen Formalitäten ansprach. Heute habe ich eine leise Ahnung wie es ist, das was ich erlebt hatt war für mich schon schlimm genug. Die Erkrankten müssen es ja noch schwerer haben. Bloß eine Partnerschaft, eine frische, kann daran kaputt gehen.
Lange Rede, kurzer Sinn : ich denke Annre kann sich schlicht nicht in jemanden hineinfühlen, dem es so schlecht geht, sie kennst das nicht. Die meisten Gefühle sind ja durch eigenes Erleben bekannt, um empathisch genug reagieren zu können. Aber die Gefühlte eines erkranktes Menschen kann ein Gesunder nicht nachempfinden. Wichtig wäre ein Mitgefühl und Akzeptanz, aber das kann nun nicht jeder bringen.