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Haben es Frauen leichter als Männer?

MissLilly
Zitat von Tin_:
Sie kann nicht nachvollziehen, wie Liebeskummer zu psychischen Störungen führen können bzw, wie das eigene Leben dadurch so aus den Fugen geraten kann.

Das muss sie auch nicht, sondern es reicht wenn sie das lediglich (rational) akzeptieren kann, da es hierfür schließlich genügend wissenschaftliche Beweise gibt.
Eine ganz persönliche Meinung kann und darf sie dazu aber trotzdem haben (mir persönlich uch vollkommen egal WIE sie diese ausdrückt), nur sollte sie dann auch zu dieser ganz klar stehen und sich weniger hinter einzelnen Worthülsen verstecken, nur weil sie das Echo dazu nicht verkraften kann..

Zitat von Tin_:
Ich habe sie nicht so verstanden, dass sie daran zweifelt, dass es sowas nicht gibt.

Keine Sorge, du bist nicht der Einzige, der sie (nicht) so verstanden hat..

#6616


A
@Tin_ das ist richtig.
Vor Jahren verstarb mein Vater, ich habe ihn sehr geschätzt, geliebt und oft seinen Rat eingeholt.
Nun, die ersten Tage nach seinem Tod habe ich mich um Bestattung, Versicherungen, usw. gekümmert, war abgelenkt.
Natürlich wurde mit bewusst, dass ich nun mit Sorgen oder Kummer nie mehr zu ihm werde gehen können.
Keine Richtungsweisung, keine guten Gespräche mehr stattfinden werden.
Ich war bedrückt und traurig, aber, ich machte anderen keinen Kopf.
Mein Vater hätte es niemals gut geheißen, wenn ich meinen Job vernachlässigt hätte, oder mich hätte gehen lassen, ich denke ebenfalls so.
Andere Menschen, Kollegen, Freunde, Angehörige sind nicht Schuld, warum macht man ihnen einen Kopf?
Ich lese in verschieden Threads, von Psychischen Störungen, die den Partner oder eine Familie in Existenznot bringen.
Es ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, wie man durch, beispielsweise Depression, andere Menschen derartig in Bedrängnis bringen kann.
Menschen, die man liebt oder schätzt in ein Tief zu bringen, weil man anderen versucht Lasten aufzubürden.
Natürlich ist es einfacher die Frau oder den Mann, einen Zentner Kartoffeln einkellern zu lassen, dann muss man selbst nicht den Buckel krumm machen, aber ob es richtig ist?
Für mich wird viel zu schnell von Depression gesprochen, was zu einem Stillstand legitimiert.

#6617


A


Haben es Frauen leichter als Männer?

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AnnaLüse
Zitat von MissLilly:
Das muss sie auch nicht, sondern es reicht wenn sie das lediglich (rational) akzeptieren kann, da es hierfür schließlich genügend wissenschaftliche Beweise gibt.
Eine ganz persönliche Meinung kann und darf sie dazu aber trotzdem haben

Jo! Sie muss nicht nachfühlen oder nachvollziehen können, dass Menschen psychische Probleme aufgrund von Liebeskummer oder Verlust (nach Tod) entwickeln. Akzeptieren, dass es das gibt (Fakt!) und nicht als Meinung oder Erfahrung abtun, reicht. Dann kann sie diese Menschen meinetwegen auch für Weicheier halten oder unheimlich finden. Das tangiert hier niemanden (mehr).

x 1 #6618


F
Zitat von Annre:
Es ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, wie man durch, beispielsweise Depression, andere Menschen derartig in Bedrängnis bringen kann.

Da bei einer nachgewiesenen mittelgradigen oder schweren Depression die Körperchemie verändert ist, kann das logischerweise kein gesunder Mensch nachvollziehen.

Es passiert, es gibt Ursachen dafür, es gibt mehr oder weniger erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten, die teilw. aber auch gravierende Nebenwirkungen haben können.

Ich kann auch nicht nachvollziehen, was genau ein Mann beim Sex fühlt. Ich kann das lesen oder mir erzählen lassen, aber wirklich verstehen werde ich das nicht, weil ich nun mal kein Mann bin.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie sich ein dreijähriges Kind fühlt, weil ich keins bin.

Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum ein depressiver Mensch sich so mies fühlen kann, dass der Tod herbei gewünscht wird. Weil ich, Gott sei Dank, gesund bin und in diese Tiefen menschlicher Emotionen und Zustände nie hinabsteigen musste.

Aber ich kann trotzdem dazu lesen, mich informieren und verstehen und eine mitfühlende Haltung entwickeln.

x 12 #6619


M
Zitat von Tin_:
Ich habe es übrigens ganz anders verstanden, was Annre ausgesagt hat. Sie kann nicht nachvollziehen, wie Liebeskummer zu psychischen Störungen ...

So habe ich sie auch verstanden. Und hier kommen wir zu einem sehr wichtigen, wenn auch sich immer wiederholenden Punkt.
Zitat von Tin_:
Das ist übrigens ein interessanter Punkt: inwieweit man seinem Gesprächspartner entgegenkommen sollte, wie die Botschaft gesendet wird.

Hier spielt beides eine Rolle. Wie sende ich meine Botschaft? Und wie will ich sie empfangen. Wir empfangen nicht nur auf dem „Beziehungsohr“ sondern noch auf drei weiteren. Und je nach Stimmung/Verfassung eines Menschen, kann eins davon stärker ausgeprägt sein. Ich würde also nicht sagen, dass ein Mensch meistens auf dem Beziehungsohr empfängt. Annre lese ich häufig auf dem „Sachohr“ und je nach Stimmung, auch auf dem Beziehungsohr. Ich finde das gerade bei ihr sehr spannend, wie sie ihre Botschaften vermittelt. Jedoch spricht sie auch häufig (bewusst wie du) die Beziehungsebene an. Nicht alle Beiträge von ihr sind sachlich. Einige davon herablassend. Und das schreibe ich gerade auf der Sachebene. Das ist das, was ich beobachtet habe.
Zitat von Tin_:
Ich nutze gerne das Stilmittel der Übertreibung um zu verdeutlichen.

Das ist (kann) die „Selbstoffenbarungsebene“. Aus welchem Grund nutzt Du das Stilmittel der Übertreibung? Was genau möchtest du beim Gegenüber erreichen, wenn du es benutzt?

Der Appel wird auch in diesem Forum häufig genutzt.
Zitat von Annre:
Es ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, wie man durch, beispielsweise Depression, andere Menschen derartig in Bedrängnis bringen kann.

Deine Worte sind drastisch ausgedrückt. Ich verstehe was du meinst. Aber wenn ein depressiver Mensch alles mit sich alleine ausmacht, sich keine Hilfe holt, wird es für ihn nur noch schlimmer. Und wirklich depressive Menschen haben in der Regel ein Problem damit sich Hilfe zu holen. Meinst du vielleicht depressiv verstimmte Menschen? Denn das ist nochmal etwas anderes.

So, ich muss jetzt was tun. Habt einen schönen Tag.

x 2 #6620


A
@NiceEnough niemanden muss irgendetwas tangieren.
Dennoch sollte man nicht glauben, dass andere Menschen dafür zuständig sind wenn man selbst Probleme hat.
Jeder Erwachsene ist zuerst einmal selbst in der Verantwortung.
Produktiven Tag allen

#6621


M
Zitat von Florentine:
Aber ich kann trotzdem dazu lesen, mich informieren und verstehen und eine mitfühlende Haltung entwickeln.

This!

x 1 #6622


flauschie
Zitat von Annre:
@NiceEnough niemanden muss irgendetwas tangieren. Dennoch sollte man nicht glauben, dass andere Menschen dafür zuständig sind wenn man selbst Probleme hat. Jeder Erwachsene ist zuerst einmal selbst in der Verantwortung. Produktiven Tag allen

ok. Du bist ein Mensch, der seine Probleme mit sich selbst ausmacht und andere nicht damit belasten will, habe ich das richtig verstanden?

Nur wie würdest Du handeln, wenn eine Person in deinem Leben zu Dir kommt und Deine Hilfe braucht weil sie z.B einen Trauerfall oder eine Trennung zu verkraften hat. Würdest Du für diese Person da sein und sie unterstützen ? z.B einen Lebenspartner oder Freund/in

x 2 #6623


paulaner
Zitat von Annre:
Dennoch sollte man nicht glauben, dass andere Menschen dafür zuständig sind wenn man selbst Probleme hat.
Jeder Erwachsene ist zuerst einmal selbst in der Verantwortung.

Angenommen du hast einen Partner und der wird krank. Sitzt z.B. im Rollstuhl. Würdest du dem auch sagen, dass er zuerst einmal selbst in der Verantwortung ist? Dass du nicht dafür zuständig bist?
Come on...

Depression IST eine Krankheit.
Und diese Menschen können dann oft wirklich nicht mehr. Und brauchen dann Hilfe.

Und eine Depression ist NICHT Trauer um einen Verstorbenen oder Liebeskummer. Kann aber dadurch begünstigt werden.

x 4 #6624


A
@flauschie ich könnte Unterstützung anbieten im Bereich Behörden, Organisation, wäre auch beim Partner oder Freunden bereit finanzielle Mittel zukommen zu lassen.
Aber, vielleicht schielst du auf psychische Hilfe, entschuldige, natürlich würde ich sagen, dass es mir leid tut, aber ich glaube kaum, dass Worte helfen.
Eher Taten, die Sorgen verkleinern s.o..

Zitat von paulaner:
Angenommen du hast einen Partner und der wird krank. Sitzt z.B. im Rollstuhl. Würdest du dem auch sagen, dass er zuerst einmal selbst in der Verantwortung ist? Dass du nicht dafür zuständig bist?
Come on...


Dieser Mensch kann sich wohl kaum selber aus dem Rollstuhl bewegen, also ist dein Vergleich inakzeptabel.

#6625


F
Zitat von Annre:
ch war bedrückt und traurig, aber, ich machte anderen keinen Kopf.
Mein Vater hätte es niemals gut geheißen, wenn ich meinen Job vernachlässigt hätte, oder mich hätte gehen lassen, ich denke ebenfalls so.

Bei allem Respekt: dass wir uns eines Tages von unseren Eltern verabschieden, ist Teil des Lebens. Eine Reihenfolge, ein Rhythmus.
Ich glaube, DAS sind nicht die unvorhergesehenen Dinge, die Menschen in eine tiefe Krise stürzen.

x 1 #6626


flauschie
@Annre "psychologiesche" Hilfe in Form von da sein und Zuhören zum Beispiel , ja . Dass ein Leie kein Psychiarter/Psychologe ist, der professionelle Hilfe bierten kann, klar. Aber eine Schulter zum Anlehnen kann jeder bierten der das möchte.

x 3 #6627


paulaner
Zitat von Annre:
Aber, vielleicht schielst du auf psychische Hilfe, entschuldige, natürlich würde ich sagen, dass es mir leid tut, aber ich glaube kaum, dass Worte helfen.

Du kannst dir also nicht vorstellen, dass ein offenes Ohr, Trost und Beschäftigung mit dem Thema diesem Menschen helfen könnten?

Wenn ja, dann besitzt du tatsächlich wenig Empathie 😒

Kann es sein, dass du Trebor (ein früherer user) bist?

x 1 #6628


A
Zitat von Felica:
Eine Reihenfolge, ein Rhythmus.
Ich glaube, DAS sind nicht die unvorhergesehenen Dinge, die Menschen in eine tiefe Krise stürzen.

Ach so, entschuldige, es gibt demnach eine Eingruppierung der Ereignisse im Leben, die psychische Störungen begünstigen?
Was steht auf Rang 1?

Zitat von paulaner:
Du kannst dir also nicht vorstellen, dass ein offenes Ohr, Trost und Beschäftigung mit dem Thema diesem Menschen helfen könnten?

Ich möchte ehrlich sein, ich sehe das genau umgekehrt.

#6629


paulaner
Zitat von Annre:
Dieser Mensch kann sich wohl kaum selber aus dem Rollstuhl bewegen, also ist dein Vergleich inakzeptabel.

Nein, der Vergleich ist eben NICHT inakzeptabel (vielleicht allerhöchstens schlechter Vergleich).
Depressive Menschen kommen eben auch nicht ohne fremde Hilfe da raus.
Auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst.

x 6 #6630


A


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