So.. auf jeden einzeln eingehen, das schaffe ich leider nicht, deshalb gibt es jetzt eine "Sammelantwort". 😄
Zuerst mal an die "netten" Menschen, die mich gar so verurteilen (in einem AFFAIREN Forum!): Ich suche einen Weg nach draussen. Ich wäre ein schlechter Mensch, wenn ich skrupellos wäre. Bin ich aber nicht.
Ihr könnt über mich denken, was ihr wollt. Ist euer gutes Recht. Ob's richtig ist, was ihr denkt, ist allerdings was anderes.
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Dass es nicht "optimal" ist, was ich mache, weiss ich selbst. Deswegen bin ich ja hier.
An die Anderen: Kennengelernt haben wir uns bei der Arbeit. Ich kenne ihn seit gut 3 Jahren. Aber Kaffee trinken gegangen sind wir erst, nachdem meine Fernbeziehung beendet war.
Konnte ja nicht ahnen, dass wir uns so gut verstehen. Bis zu Intimitäten hat es lange gedauert - ich wollte noch nicht. Und auch jetzt liegt der Fokus nicht beim Sex. (Ja, ich weiss, die meisten denken jetzt, er hat noch andere oder noch Spass mit seiner Frau.)
Zu Beginn habe ich lange überlegt, ob ich mich wirklich auf eine Affaire einlassen soll. Ich finde es jetzt noch keine gute Idee aber die Zeit mit ihm war zu schön und ich wollte es noch nicht beenden. Mittlerweile hat sich die Sichtweise etwas verändert - die Zeit mit ihm ist immer noch sehr, sehr schön aber die Frage, ob wir wirklich mal zusammenkommen in naher Zukunft beschäftigt mich immer mehr. Ich stelle fest, dass ich mich zunehmend unwohl fühle in dieser Konstellation.
Zur Zeit, die wir gemeinsam verbringen: jemand meinte, Sonntags ist er bei seiner Familie - weit gefehlt. Überhaupt verbringt er sehr, sehr viel Zeit mit mir. Bietet mir Hilfe an bei alltäglichen Dingen. Kommt selbst kurzfristig, auch, wenn es erst nicht geplant war.
Es ist also von meinem Gefühl her ganz und gar nicht so, dass ich ein Lückenfüller bin oder mich mit Krümeln abspeisen lasse. Wäre das so, hätte ich wahrscheinlich das Interesse schon verloren.
Was seine Frau/Ehe betrifft: er redet nicht negativ über sie und stellt sie nicht als böse dar. Ich muss ihn also nicht von irgendeinem Drachen retten (und das könnte und wöllte ich auch gar nicht).
Ja, er könnte die Dinge besser handhaben, auf jeden Fall. Ich habe ihm sogar selbst dazu geraten. Wenn er nun wirklich gar nichts mehr übrig hat für seine Frau, dann wäre es gut, er würde sich - unabhängig von mir - trennen.
Da wäre noch das finanzielle Problem. Er sagte, er hat Schulden. Das mag gut sein und würde die Situation tatsächlich erschweren. Dennoch würde ich mich freuen, wenn er zumindest mit seiner Frau eine Richtung findet, mit der sich beide arrangieren könnten. Denn ich stimme denjenigen, die das gesagt haben, zu: Je länger er sie belügt, desto schlimmer ist es am Ende. Und ihr habt vollkommen Recht: Trennung ist eine Sache. Aber Betrug eine ganz andere.
(Ich muss echt nochmal mit ihm reden.)
Natürlich hat er Angst vor Veränderungen. Wer hätte das nicht? Kann ich auch verstehen. Allerdings gabs hier ein paar gute Ansätze, über die ich noch gar nicht nachgedacht habe: Wie werden seine Kinder ihn sehen, wenn rauskommt, Papa hat eine Affaire? Das gibt mir zu denken. Werde ich mit ins Gespräch nehmen, wenn ich mit ihm rede. Danke dafür! 🌸
Wie gesagt: Ich erwarte keine sofortige Entscheidung von ihm und kann auch die Unsicherheiten, die er hat, nachfühlen. Natürlich wäre ich gerne mit diesem Mann zusammen. ABER: es wäre mir am allerliebsten, er würde, unabhängig von mir, erstmal sein Leben aufräumen.
Wenn er in der jetzigen Situation verharrt, dann werde ich es machen müssen. Sprich: ich beende die Affaire und warte erst mal ab. Und wenn er doch (in 2 Jahren oder so) mal getrennt ist, könnte man es immer noch miteinander versuchen, diesmal aber unbeschwert. Ohne andere da mit hineinzuziehen.
Natürlich würde mir das sehr, sehr schwer fallen. Andererseits wird ja mein Unbehagen immer grösser und ich denke, es arbeitet für mich. 😉 Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Aber das würde man dann sehen, was bis dahin ist.
Wenn das mit ihm jetzt in absehbarer Zeit wirklich nix wird, dann denke ich, ich wäre ganz gerne mal alleine für ein Weilchen. Von einem Schlamassel in den nächsten ist nun auch nicht gerade ein Vergnügen...
Jetzt noch an die Dame, die einen guten Ausgang ihrer Affaire hatte: vielen, vielen Dank! Dieser Beitrag hat auch einfach mal gut getan und gezeigt, dass es auch so enden kann und nicht zwangsläufig in der Sackgasse endet. Das soll natürlich nicht heissen, dass Affairen eine gute Sache sind. Das sind sie ganz und gar nicht. Aber es hat mir trotzdem Mut gemacht.
Dennoch werde ich jetzt erst mal das Augenmerk auf mich richten. Es mir gut gehen lassen. Gucken, was ich gerade brauche und was mir gut tut (und was nicht). Und die Idee mit dem Ultimatum für mich selbst finde ich auch gut. 4 Monate sind jetzt nicht so lange. Wenn das jetzt zum Ende käme, dann hätte ich nicht viel verloren. Und wenn er wirklich doch ein A.. ist, hätte ich sogar gar nix verloren. Im Gegenteil.
In diesem Sinne... harren wir den Dingen, die da kommen (oder die ich herbeiführe. 😉 )