Zitat von Kaffee-Eulchen: Was mich aber belastet ist mein schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber. Vielleicht sollte ich das gar nicht haben aber es ist trotzdem da. (Davon abgesehen, dass mich die ganze Situation sowieso belastet.)
Spricht ja eigentlich für dich, wenn sich dein schlechtes Gewissen meldet. Zeigt doch sehr deutlich das du derzeit gegen deine eigenen Werte handelst.
Ein schlechtes Gewissen halte ich in der Situation auch für angebracht
😉 Zitat von Kaffee-Eulchen: a) ist das eher gut oder eher schlecht, dass er kein schlechtes Gewissen hat?
Ich finde es sehr schlecht und besorgniserregend das er seiner Frau (und auch dir) gegenüber kein schlechtes Gewissen hat.
Es spricht nicht für ihn und zeigt letztendlich das er ein Egoist ist dem die Gefühle anderer Menschen egal sind, vorallem dann wenn er seinen Vorteil nutzen kann ohne Konsequenzen zu fürchten.
Zitat von Kaffee-Eulchen: b) wie ist es euch damit ergangen? Habt/hattet ihr ein schlechtes Gewissen oder hat euch das gar nicht belastet? Habt ihr mit eurem Affairenpartner darüber gesprochen?
Hier kann ich dir nicht mit Erfahrungswerten dienen.
Zitat von Kaffee-Eulchen: wie bei wahrscheinlich vielen oder fast allen Männern, die eine Affaire haben, ist es bei ihm so, dass die Ehe emotional für ihn vorbei ist. Er sagt, sie leben seit ein paar Jahren zusammen wie Geschwister/eine Wohngemeinschaft.
Zum einen sind immer zwei an einer Beziehungsdynamik beteiligt.
Zum andern muss das was er sagt nicht die Wahrheit sein, denn irgendwie muss er vor sich selbst seine Affäre rechtfertigen und zum andern muss er dir ja eine plausible Geschichte erzählen um dich in der Affäre zu halten.
Kleiner Tipp: Lies dich durch die Affären Threads und du wirst immer die gleichen Ausreden/Gründe der Affärenführer lesen.
Zitat von Kaffee-Eulchen: Wir sehen uns sehr oft und bevor das mit uns los ging, war er auch schon viel weg von zu Hause (mit den Kindern was gemacht oder seine Geschwister besucht oder einfach nur "rumgestreunert" - weil es zu Hause halt nicht mehr schön ist.)
Das ist gut für mich, weil ich denke, so fällt es weniger auf, dass er was mit einer anderen hat, weil er ja vorher auch schon immer unterwegs war.
Ja, aber genau das ist das fiese an der Situation in der ihr die Ehefrau gebracht habt. Den rein äußerlich bzw. oberflächlich hat die Ehefrau keine (oder keine große Chance) zu bemerken wie böse ihr durch die Affäre mitgespielt wird.
Denn
⬇ Zitat von Kaffee-Eulchen: Aber wahrscheinlich spürt sie das eh schon. Ich fände es trotz allem fairer ihr gegenüber.
Ehrliche, offene Kommunikation ist bei ihr allerdings (laut ihm) nicht möglich. Mehrmals hat er es versucht in den letzten Jahren und immer wurde er abgeschmettert.
Es ist leider doch oft der Fall das Partner - egal ob Frau oder Mann- die von ihren Ehepartnern betrogen werden, merken das sich auf irgendeiner zwischenmenschlichen Ebene etwas verändert hat und ganz falsch läuft. Dieses schlechte Gefühl kann aber nicht richtig zugeordnet werden. Unter anderem auch, weil zum eigenen Ehepartner eine tiefe Vertrauensbasis besteht und man sehr lange auch erstmal gar nicht auf die Idee kommen könnte das der Partner einen tatsächlich betrügt. Ich finde
Legitimierungsversuche a la "Wahrscheinlich spürt sie das eh schon..." erschreckend.
Ja es kann sein das sie spürt, dass in der Beziehung etwas nicht stimmt oder schlecht läuft.
Über die Affäre ist sie vermutlich trotzdem völlig ahnunglos, vor allem deswegen, weil dein AM sich super viel Mühe gibt seine Ehefrau hinters Licht zu führen und die Affäre zu verbergen.
Zitat von Kaffee-Eulchen: Wenn es nach mir ginge, wäre es mir recht, wenn er seiner Frau wenigstens sagen würde, dass er nichts mehr für sie empfindet. Er muss mich da gar nicht erwähnen, ich würde auch nicht "verlangen", dass er gleich auszieht oder irgendwie so was.
Ja dem stimme ich vollkommen zu.
Es wäre fairer, ehrlich, respektvoll und nach all den Jahren und der Tatsache das sie die Mutter seiner Kinder ist auch anständig und wertschätzend.
Und das würde mir schwer sorgen machen, wenn er ihr nichteinmal den Verlust seiner Gefühle mitteilen möchte. Sie also weiterhin im Glauben lässt es sind von seiner Seite aus noch Gefühle vorhanden ...wie lange will er mit dir dann im Affärenstatus bleiben und seine Frau belügen/betrügen?
Zitat von Kaffee-Eulchen: Sie sagte kürzlich zu ihm, sie liebt ihn aber er weiss nicht, ob das nur Berechnung war oder ob es (noch) so ist. Allerdings ist sie seit geraumer Zeit wieder mehr lieb zu ihm als sonst.
Das wirkt auf mich wie eine Frau die ernsthaft Interesse daran hat die Ehe, welche vorher wahrscheinlich von beiden etwas vernachlässigt wurde, wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Das funktioniert nur leider nicht, wenn der Mann ....
....a) gar kein Interesse daran hat
....b) eine Affäre hat
....c) sich aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Grund a und b, gar nicht auf die Ehefrau und die Verbesserung der Ehe einlassen kann und will.
Blöd nur das er seine Ehefrau darüber im Unklaren lässt, denn die verschwendet hier jetzt wertvolle Lebenszeit und Energie. Sie bläst gegen Windmühlen während er sich bequem zwischen zwei Frauen eingenistet hat. Wie gut das ihn dabei nicht einmal sein schlechtes Gewissen plagt.
Zitat von Kaffee-Eulchen: Ich weiss, eigentlich ist das gar nicht meine Baustelle. Das ist sein Kram, den er regeln muss. Aber ich mache mir da trotzdem Gedanken. Weil, irgendwie hänge ich ja auch mit drin.
Ja, die Entscheidung dich aktiv an einem Betrug zu beteiligen die triffst du für dich selbst.
Du entscheidest auch für dich selbst wie lange du Teil dieser Affäre und damite dieses Betrugs sein möchtest.
Also ja, ist schon auch deine Baustelle und da würde ich mir an deiner Stelle auch Gedanken machen. Vor allem wenn du dir eine richtige Beziehung mit ihm erhoffst. Den solange er seine Baustelle daheim nicht aufräumt und zum Abschluss findest, solange erwartet er von dir als Affäre herhalten/aushalten zu müssen.
Zitat von Kaffee-Eulchen: Ja, naja... einerseits schon, andererseits sagt er schon auch, dass er ihr nicht weh tun will (also ist ja scheinbar doch noch etwas Empathie vorhanden) und vielleicht ist ja der Mangel an schlechtem Gewissen ein Zeichen, dass die Ehe für ihn wirklich vorbei ist.
Wenn er seine Frau nicht verletzen möchte, wäre er keine Affäre eingegangen. Die Gefühle seiner Frau sind ihm in dem Zusammenhang völlig egal. Es geht ihm nur darum welche Gefühle die Affäre in ihm auslöst.
Den die Ehefrau und unweigerlich folgende emotionalen Konsequenzen für sie durch eure Affäre wiede ja anscheindend zwischen euch thematisiert und da hat er nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Wohlwissend was seine Handlungen die er JETZT schon umsetzt, bei ihr anrichten.
Wenn das fehlende schlechte Gewissen für dich als Zeichen dient das seine Ehe für ihn emotional tatsächlich vorbei ist, stellt sich mir trotzdem die Frage warum es ihm nicht möglich ist ...
A) seiner Frau den Verlust seiner Gefühle mitzuteilen. Das offene Gespräch sucht, denn wenn er nichteinmal mehr skrupel hat sie zu betrügen warum dann noch vorheucheln das er sie liebt?
B) warum dann keine saubere Trennung bevor es für alle nur noch schlimmer wird?
Diese Phrase "ich will ihr/ihm (dem betrogenen Partner) nicht weh tun" ist der mit Abstand verlogenste Satz in allen Affären.
Den letztendlich will er nicht seine Ehefrau schützen, sondern nur sich selbst und zwar vor den Konsequenzen die das Auffliegen der Affäre mit sich bringt.
Wenn er seiner Ehefrau nicht weh tun will, dann trennt er sich oder beendet die Affäre. So ganz simpel und einfach ist das. Alles andere verursacht erst dem Schmerz. Durch den Schmerz der Trennung muss seine Frau sowieso durch, der bleibt ihr dann ohnehin nicht erspart, aber es kommt sehr stark darauf an wie man sich trennt und ob man zusätzlich zum Verlust des Partners, der Familie, auch noch den Schmerz und die Demütigung durch eine Affäre verarbeiten muss.
Zitat von Kaffee-Eulchen: Ehrliche, offene Kommunikation ist bei ihr allerdings (laut ihm) nicht möglich. Mehrmals hat er es versucht in den letzten Jahren und immer wurde er abgeschmettert.
Ehrliche, offene Kommunikation scheint ihm allerdings auch nicht möglich zu sein.
Da frage ich mich wirklich wie diese Versuche ausgesehen haben und ob das wirklich alles so passiert ist.
Zitat von Kaffee-Eulchen: Und wenn sie es ist, die leiden wird: daher mein schlechtes Gewissen.Je länger das geht, desto schlimmer wird es.
Aber gut, ich kann ja nur für mich entscheiden, wie lange ich das mitmachen will. Alles andere sind nicht meine Entscheidungen.
Zitat von Kaffee-Eulchen: Ich erhoffe mir, dass daraus mal eine richtige Beziehung wird. Ich weiss allerdings auch, dass das vielleicht nie in Erfüllung geht.
Also ich möchte hier nicht mit der Moralkeule schwingen, ich hoffe du liest meinen Post nicht als Angriff, den so ist er nicht gemeint.
Ich finde du betrachtest das ganze zum großen Teil schon realistisch und merkst das viele Dinge falsch sind.
Ich möchte dich herzlich bitten auf dich acht zu geben. Pass auf dich und dein seelenheil auf.
Überleg dir genau wieviel du (emotional) in einen Mensch investieren willst der sich nicht für dich, sondern die Bequemlichkeit entscheidet und damit gleich zwei Frauen ausnutzt.
Setze die vlt. innerlich ein Zeitlimit und beobachte am Ende des gesetzten Limits was sich in der zwischenzeit tatsächlich getan hat.
Hat er sich bis dahin ehrlich gemacht?
Ist der Affärenstatus unverändert? Sind vlt. Sogar neue "Gründe" hinzugekommen, warum er sich nicht trennen "kann" und du weiterhin im Schatten ausharren musst.
Bemüht er sich ehrlich und ernsthaft die Hürden zu einer richtigen und offiziellen Beziehung mit dir gemeinsam aus dem Weg zu räumen oder sind das nur Leere Worte?
Den irgendwann, auch wenn du es aktuell noch duldest die Affäre zu sein, sollte dir auch deine Zeit und alls was du gutes zu bieten hast zu schade zu sein als dich ewig hinhalten zu lassen.
Abschließend vlt. noch....ein paar Monate zweigleisig fahren ist schon schlimm, aber je länger desto schlimmer...er nimmt euch durch die Dauer eurer Affäre auch die Möglichkeit eines einigermaßen normalen Startes um von den Kindern als "neue Partnerin" an der Seite ihres Vaters akzeptiert zu werden.
Wer will schon der Geliebten des Vaters, mit der die Mutter bsp. über ein Jahr lang betrogen wurde, die Hand reichen. Mal als Denkanstoß...die Probleme bzw. Themen werden durch die Fortführung der Affäre und dem Stillstand-Sabotage-Lügen-Gaslighting in der Ehe nicht weniger....