Kadi
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Ich möchte jedoch einige Dinge klarstellen:
1.
Ich suche keine Absprungfrau, sondern möchte nur offen für neu Bekanntschaften sein (und damit sind keine 6-Beziehungen gemeint), weil meine Frau mich nicht mehr liebt und auch nie vorhatte in alle Ewigkeiten mit mir zusammenzubleiben. Was daran ist verwerflich? Sie macht sicherlich nichts anderes, wenn Sie so denkt und handelt wie bisher.
2.
Wenn ich darüber nachdenke, weiß ich nicht, ob ich wirklich emotional anhängig bin, da ich meine Beziehungen davor auch beenden oder die Trennungen aushalten konnte, ohne meine Ex-Freundinnen hinterher zu stalken oder sonstiges. Ich war nicht immer so wie jetzt. Eventuell ist es einfach nur ein enormes Pflichtbewusstsein der Ehe gegenüber und das Gefühl versagt zu haben, wenn die Ehe scheitert oder der Gedanke an die Kinder. Ich weiß es nicht.
3.
Ich suche nicht die Fehler bei Ihr. Aber niemand einschließlich meiner Frau selbst kann mir sagen, was ich falsch gemacht haben soll, als ich als fürsorglicher Familienvater immer da war. Und dass ich nur konsequent bin, wenn es z. B. darum geht, das Geld aus einem Teilzeitjob (12 Stunden die Woche, den Sie endlich nach 11 Jahren aufgenommen hat) nicht vollständig für Handtaschen und Beauty-Behandlungen auf den Kopf zu hauen. Jetzt haut Sie "nur" die Hälfte auf den Kopf. Ich könnte so weiter machen. Ich habe nicht einmal richtig angefangen, Sie zu beschuldigen.
Im Gegenteil, ich wünschte jemand könnte mir sagen, was ich falsch gemacht habe, dann hätte ich wenigstens etwas, womit ich arbeiten kann, um es besser zu machen.
Ihrerseits war ich einfach nicht bemüht genug. Hätte ich Ihr doch ein Haus gekauft oder sie überall hingefahren oder abgeholt, dann wäre vielleicht alles anders gekommen; oder hätte ich doch ein paar richtige Muskeln aufgebaut und mich nicht so gehen lassen (ich war einfach nur sportlich) oder mein Kleidungsstil perfektioniert.
Auf dem Niveau hat sie sich auch schonmal bei meiner Mutter beschwert. Die sagte Ihr nur "so ein Traummann existiert nicht auf diesem Planeten"... Sorry kleiner Nachtrag: Es gibt doch jemanden: Christian Grey. Den findet sie toll. Der kann zwar singen, aber nicht kochen. Deshalb steht es unentschieden zwischen uns, möchte ich behaupten.
4.
Wir mussten heiraten, weil ich dachte, dass es die Familien es verlangen würden. Wie Nalf es richtig erkannt hat. Nur ist unsere traditionelle Kultur keine der aufgezählten. Anfangs haben die Familien sich bei jedem Streit eingemischt, bis ich irgendwann vor 6 Jahren ein Riegel dazwischen schob. Ruft mich heute jemand zum Thema Ehe an, oder taucht plötzlich zu Hause auf, wird er knallhart abgewiesen.
Ich habe es so lange ausgehalten, weil ich sie und die kurzen schönen Momente schlussendlich geliebt habe und für die Kinder da sein wollte.
Sie hingegen hat es mir nicht einfach gemacht, Sie zu lieben. Ich blieb trotzdem, eventuell war das mein Fehler. Nein, das war schon immer meine Schwäche!
5.
Ich gebe allen recht, die sagen, dass ich es mir einfach machen würde, wen ich einfach weglaufen würde. Aber auf der anderen Seite frage ich mich, wann habe ich es mir jemals einfach gemacht in den letzten 12 Jahren.
Ich bin auch keine 20 mehr, sodass ich nicht ewig Zeit habe an mir selbst herumzudoktern. Zudem habe bereits einiges an Lebenserfahrungen aufzuweisen. Dennoch sehe ich ein, dass es besser wäre einen klaren Schlussstrich zu ziehen, um weiter nach vorne zu schauen.
6.
Ich finde der Vorschlag zur Paartherapie zu gehen, muss von Ihr kommen. Auch ansonsten bin ich der Meinung, und das sagen auch beide Familien, kann Sie froh sein so jemanden zu haben wie mich. Sie wird deutlich mehr verlieren als ich, da bin ich mir sicher. Außerdem, wenn ich das vorschlage, würde Sie es als Schwäche auffassen.