Kadi
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Und ich habe es so lange ausgehalten, weil ich angenommen habe, dass sie mich wirklich so sehr liebt, wie ich sie liebe. Aber wenn die erste Reaktion auf ein gemeinsames Kind ein Abtreibungsversuch ist, darf man sich im Nachhinein nicht wundern, wenn man feststellt, dass man nicht geliebt wird.
Ich dachte, dass die ganzen Streitigkeiten stattfanden, weil wir zu unterschiedlich und gleich stur sind. Jetzt wird mir auch klar, dass es ihrerseits so gut wie nie Liebe war. Nicht dauerhaft und beidseitig. Was gibt Sie mir? Hin und wieder mal guten 6 und das wars schon. Ach und Sie kümmert sich gut um die Kinder.
Übrigens: Wir sind jetzt fast 12 Jahre zusammen. Und ich hätte da damals die Trennung nur gewollt, weil sie nie wirklich eine echte Nähe zwischen uns zugelassen hat. Es war wohl mehr eine Trotzreaktion und mein Ego, hier zu schreiben, dass ich es gefeiert hätte.
Ja, und jetzt kommt auf beiden Seiten ein Besitzdenken und Verlustängste hinzu. Die Kinder und unser Verantwortungsbewusstsein waren das, was uns noch zusammengehalten hat.
Die Konversation hier hat mir die Augen geöffnet. Ich denke, egal wann Sie mir innerhalb der 12 Jahre gebeichtet hätten, dass sie mich nicht mehr liebt, ich hätte zu jedem Zeitpunkt so reagiert wie jetzt. Nur jetzt fühlt es sich ernst an. Sie sagt zwar in den letzten Tagen immer wieder, dass sie mich doch noch liebt, aber sie verhält sich nicht so. Ich kann spüren, dass alles anders ist. Ich beobachte ihr Verhalten jetzt ganz genau und merke immer mehr, dass da keine Liebesanzeichen sind.
Ja, ich muss sie wohl oder übel gehen lassen. Und daran arbeiten, meine Panik in den Griff zu bekommen. Ja, ich weiß, es wird hart, aber ich kann nicht mehr mit jemandem zusammen sein, der mich nicht liebt.