Kadi
Mitglied
- Beiträge:
- 25
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 23
- Mitglied seit:
Zu meiner Geschichte. Ich bin jetzt seit 11 Jahren mit meiner Frau zusammen und wir haben zwei Kinder 4 und 10 Jahre alt. Die Beziehung begann katastrophal. Wir wollten uns nach 6 Monaten verloben und ich fragte sie, ob es in Ordnung wäre, wenn ich zum ersten und letzten Mal meine Ex kontaktiere, um mich von meiner Katze dich ich als Babykatze großzog, endgültig zu verabschieden (zugegeben, das war keine Glanzleitung von mir). Aber allein die Frage nahm meine jetzige Ehefrau, als Anlass, die Verlobungsfeier spontan mit einem Anruf abzusagen. Ich saß neben ihr und konnte es nicht glauben. Das ging schnell. Darauf folgte meinerseits die Trennung. Nach einigen Wochen kamen wir doch wieder zusammen und ich erfuhr durch einen Zufall (Vodafone Callcenter) das Sie schonmal verheiratet war. Wir kannten uns bereits seit 7 Monaten und ich war völlig verwirrt, weshalb sie mir so etwas verschweigen wollte. Sie beichtetet mir das Sie sich in der Hochzeitnacht getrennt haben und das Sie es deshalb nicht für wichtig erachtete, mir davon zu erzählen. Ich war noch schockierter und verstand die schnelle Absage der Verlobungsfeier um so besser.
Weitere 4 Wochen später hatte ich die Nase voll von ihren ewigen Starallüren, Ihrer ewigen, unzufriedenen und sprunghaften Art und beendete die Beziehung endgültig. Aber wie das Leben so spielt, erhielt ich zwei Wochen später eine SMS mit dem Inhalt, dass Sie schwanger sei. Ich war erneut verwirrt, Sie sagte mir das Sie verhütet. Jetzt nun doch nicht? Wie dem auch sei, ich wollte für Sie da sein und war mit 32 Jahren auch nicht abgeneigt ein Kind zu bekommen. Aber sie hat mir klar und deutlich zu verstehen geben, dass Sie kein Kind wünscht und hat mich zur Abtreibungsklinik mitgeschleppt. Schließlich wäre ich auch schuld an der Situation gewesen und sollte das jetzt mit Ihr gemeinsam durchziehen. Auf der Abtreibungsbank liegend hat sie sich, so sprunghaft wie wir Sie kennen, doch dazu entschieden in letzter Sekunde das Kind zu behalten. Ich war froh und versprach immer für Sie da zu sein und nachdem die Familien druck gemacht hatten, haben wir uns doch dazu entschlossen zu heiraten.(Größte Fehler meines Lebens)
Warum ich so weit aushole. Ganz einfach. Mir wurde erst im Nachhinein klar, dass ich sie dafür hasste. Ja, Sie ist hübsch und ich war auch sehr verliebt in Sie, sonst hätte ich Sie schon längst bei der ersten Aktion verlassen. Aber ich blieb bei Ihr. Nach 10 Jahren extremsten auf und ab und einem weiteren Kind blieben wir dennoch, mit viel Ach und Krach zusammen. Schließlich sagten wir uns immer, dass wir uns schlussendlich lieben. Aber ich war nicht nett zu Ihr und Sie nicht zu mir (natürlich nicht vor den Kindern, die sind echt lebensfroh und bekommen wirklich nichts mit), da Sie Ihre Art, ich nenne sie "Aktionen" wie ein fröhliches Hobby weiter führte.
Jetzt, nach 11 Jahren, ist alles anders. Jetzt hat Sie mir zum ersten Mal nach dem letzten heftigen Streit gebeichtet, dass Sie nichts mehr für mich empfinden würde. Heute vor 2 bis 10 Jahren hätte ich sofort unterschrieben und die Scheidung mit einer Ballonorgie eingereicht. Aber mit der Zeit habe ich mich immer mehr in Sie verliebt. Wir wurden reifer. Und so konnte ich feststellen, dass mich ihre Aussage völlig aus der Bahn geworfen hat. Ich war auch über mich überrascht. Dennoch bin ich am selben Tag weg und habe im Büro übernachtet. Erstaunlicherweise hat sie mich jedoch nicht in Ruhe gelassen. Sie will weiterhin, dass ich für die Kinder und Sie da bin, nur ohne Intimitäten. Sie brauch zurzeit Abstand und kann mir aktuell nichts geben. Aber ich könnte mir doch eine Geliebte zulegen, war Ihrer Aussage. Die sie danach wieder revidierte. Der Grund, weshalb Sie nichts mehr für mich empfinde, ist Ihrer Meinung nach, dass ich Ihr all die Jahre immer wieder gezeigt habe, dass ich Sie nicht lieben würde.
Ich bin der Meinung, dass Sie mich ebenfalls nie wirklich geliebt hat und nur mit mir zusammengeblieben ist, weil Sie Trennungsängste hat. Das würde erklären, weshalb sie nach dem ganzen Streit immer geklammert hat und mich auch jetzt nicht gehen lassen möchte. Als wir uns nach 2 Wochen erneut aussprachen wiederholte sie sich im Grunde genommen und ich bin erneut sofort gegangen. Auch dann ließ sie mich jedoch nicht in Ruhe und rief um 2 Uhr Nachts Sturmklingelnd an, mit dem Vorwand, dass Sie nicht wüsste, wie Sie den Kindern erklären soll, wo ich bin.
Ich bin zurück nach Hause, nur geändert hat sich an Ihrem bedarf nach Abstand nichts. Sie sehnt sich weiterhin nach Einsamkeit. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Jetzt habe ich gelesen das in solchen Situation der Bad-Boy gefragt sein soll. Nur das mache ich bereits die ganze Zeit. Ihr jetzt mein Liebe zu bekunden, wird Sie sicherlich abstoßend finden. Oder wäre es doch besser, jetzt erst einmal auszuziehen?
Ich liebe Sie mehr als je zuvor. Es wäre schade, wenn es ausgerechnet jetzt auseinander geht. Ich bin in letzter Zeit auch wirklich nett zu ihr und habe mich auch geändert, nur weiß ich nicht, ob sie jetzt an dem Badboy hängt, der ich vor Ihr nie war und auch wirklich nicht mehr sein will. Ich bin verzweifelt. Vielleicht hat hier jemand ein Tipp, wie ich mich jetzt richtig verhalten könnte. Was übersehe ich?