Zitat von Mausi93: Als würde er mich so sehr verachten, als wäre ich die Personifizierung des bösen, als hätte ich an allem schuld und durch mein Verhalten alles kaputt gemacht.
Es geht mir so schlecht
Ich habe vorhin sogar die Telefonseelsorge angerufen. Kurzzeitig kamen auch ganz dunkle Gedanken auf...
Das bist Du jetzt auch für ihn. Du bist die Projektionsfläche für seine negativen Anteile, die er nicht wahrhaben will. Und da greift der Mensch zu einem Mechanismus, der so alt wie die Menschheit ist. Es wird der Sündenbock gesucht, der nun an allem schuld ist und das bist Du, denn darauf kann er das ja alles bequem abwälzen.
Versuche es nicht persönlich zu nehmen. Sein Verhalten zeigt nur wie wenig er nachdenk und wie wenig er sich selbst kennt. Ich hatte nach der Trennung auch das Gefühl, von der einst weißen zur düsterschwarzen Fee zu mutieren. Er braucht seinen Blitzableiter und der bist jetzt Du.
Auch Schuldzuweisungen am Scheitern ist da völlig normal. Denn die Schuldige ist schnell gefunden. Die bist Du und damit bleibt seine Weste weiß und außerdem ist es bequem für ihn. Er setzt sich nicht mit sich aus, sondern stürzt sich voller Elan in sein neues Leben, das selbstverständlich viiiiel besser ist als das alte mit Dir.
Er muss sich vor sich selbst rechtfertigen und da ist ein Sündenbock sehr praktisch.
Und die ganz dunklen Gedanken ist kein Mann dieser Erde wert, denn damit gibst Du Dich selbst auf. Und wem hilfft das? Dir? Nein, es zieht Dich nur weiter runter. Ihm? Auch nein, denn er würde alles vor sich selbst damit rechtfertigen, dass er allein Recht hatte zu gehen.
Krisen gehören zum Leben, liebe Mausi. Und sie sind dazu da, dass wir uns aus dem alten Sumpf befreien und unser Leben neu aufstellen. Ohne Abschied vom Alten kein Neubeginn, auch wenn der Abschied natürlich weh tut.
Es wird sich alles einrenken und auch auf Dich wartet was Neues und Besseres, denn auf dunkle Zeite folgen wieder hellere. Also kein Grund zum Verzweifeln..
Wie gesagt, der Mechanismus, den er wählt, ist eine bequeme Lösung die sein Leben leichter macht. Dir tut das weh, aber das interessiert ihn nicht, denn was ihn interessiert, ist sein Fortkommen. Zieh dir den Schuh nicht an, denn zum Scheitern leisten beide ihren Beitrag.