Hallo Ihr Lieben!
Ich gehe mal kurz auf Eure Beiträge ein:
Zitat von Freya123:Ich glaube, wenn man verzweifelt nach Liebe sucht, klappt es erst recht nicht. Gerade in der heutigen Zeit nicht. Vermutlich ist es bei dir auch so. Wenn du der Ar. wärst, würden die Dame wahrscheinlich Schlange stehen. Allerdings eine Frage habe ich an dich: wie gut kannst du Grenzen setzen und deine eigenen Bedürfnisse vertreten?
Das musste ich lernen, schon während der Ehe war das wohl mit ein Problem, dass ich Wünsche und Bedürfnisse meines Gegenüber stets dem Vortritt gelassen habe. Da war mir gar nicht bewusst, was das nach sich zieht. Ich war ja glücklich, meine Exfrau war es auch und Widerspruch meinerseits gab es selten. Meine Bedürfnisse hatte ich auch eher hinten an gestellt, ihre und die der Kinder waren stets vorrangig. Zum damaligen Zeitpunkt war das für mich völlig selbstverständlich und auch absolut okay.
Heute, nach den vielen Jahren betrachtet, sehe ich das doch anders: Vielleicht hat es dazu beigetragen, dass sich meine damalige Frau anderen Männern zuwand bzw. ihre nicht von mir erfüllten S.-Wünsche sich anderweitig erfüllte. Nun, S. ist für mich auch natürlich was sehr schönes und das schönste Gefühl für mich war immer, wenn ich meine Liebste im Arm hatte.
Ich dachte immer, dadurch würde ich einer Frau alles geben, wenn sie im Vordergrund stand (und ihre Kinder). Das ist im Nachhinein betrachtet wohl ein Fehler gewesen, denn dadurch habe ich mich letztlich kleiner gemacht. Und ich habe mich bei eigenen Wünschen - auch s..uell - sehr zurückgenommen. Das war auf jeden Fall ein Fehler meinerseits. Ich denke, ich habe das damals so gehandhabt, weil ich mir meiner Frau sicher war, dass sie mich nie verlassen oder gar betrügen würde. Ein Trugschluss, der bitte "bestraft" wurde und an dem ich heute noch manches Mal zu knabbern habe. Auch meine Angehörigen und Bekannten sind aus diesem Grunde ja seinerzeit so erschrocken gewesen, dass die Ehe kaputtging.
Ich kann aber auch nur schwer mit denen darüber sprechen, es ist mir auch ein wenig peinlich. Hier, im Internet, anonym, fällt es mir leichter, Und damals bei der Psychologin es war gut, dass diese eine Frau war, denn die konnte mir ungeniert aus ihrer Sicht gut erklären, warum ich damals oft falsch lag mit meinen Gedanken. Aber auch sie war überrascht, dass einer Frau, der so gut es ging alles vor die Füsse gelegt wurde, mich betrog und verließ. Es war eben mein "Fehlhandeln". Man könnte sagen: Gibst Du beide Hände, reißen sie dir die restlichen Extremitäten auch noch raus und gehen dann irgendwann, weil man vermutlich langweilig wurde oder was weiß ich.
Zitat von LaLupa75:Ich denke nicht, dass dich da in irgendeiner Weise die Schuld trifft. Du spielst, wenn ich das richtig gelesen habe ständig mit offenen Karten, lässt klar durchblicken, dass du an einer festen Beziehung interessiert bist.
Zur besagten Schuld verweise ich mal auf vorgeschriebenem Text oben. Aber es stimmt schon, ich wollte immer nur etwas festes und habe dies deutlich kommuniziert. Und dann kam zumeist die "kaltes Dusche"
Zitat von LaLupa75:Du vermittelst das Gefühl Frauen zu verstehen und ich denke, dass ist für dein Gegenüber sehr interessant und anziehend. Die Problematik ansich steckt wohl darin das ein großer Teil der Menschen Liebe durch S... definiert.
Das ist der PUNKT! Ich kann mich wirklich gut sowohl mit Männern und Frauen unterhalten und sie verstehen und ihnen dieses vermitteln. Bei Männern kommt das gut an, bei Kollegen und Bekannten und Freunden wird dann auch ein toller Austausch gepflegt.
Bei den Damen geht das solange gut, bis es "ernst" wird und um Tacheles geht. Dann kriegen sie kalte Füsse - oder ich (wenn mir plötzlich erzählt wird, sie sind verheiratet und suchen was für nebenbei zum Spaß und ach - gut Zuhören und Kommunizieren kann der auch noch. Toll." Aber feste Beziehung? Nee, habe ja was Festes, ich will Spaß, S. und so.", kam oft. Wie gesagt, an Affären hätte ich mich totvög..n können, vermutlich hätte ich sehr oft zum HIV-Test zum Arzt marschieren dürfen. Das ist nichts für mich.
Zitat von LaLupa75:Du wirktest der hart und abgeklärt aber nachdem ich einige deiner Beiträge gelesen habe revidiere ich das. Ich kann dich inzwischen verstehen und hätte nachdem was dir widerfahren ist wohl schon viel eher dieses Fazit für mich gezogen.
Ja, irgendwann ist mal gut und die Geduld am Ende. Man zerstört sich ja im Prinzip nur selbst und wirkt dann evtl. verbittert und so. Nein, dass bin ich nicht. Nur sehr vorsichtig geworden und sehe es eben unter sehr realistischen Gesichtspunkten. Wäre da mal zwischendurch etwas anders gelaufen, hätte es auch anders auf mich eingewirkt. Dem ist leider nicht so, daher bleibt mir nur der Rückzug, um ein für mich noch halbwegs schönes Leben zu haben - aber eben alleine.
Zitat von LaLupa75:Ich selbst werde wohl immer wieder in diese Träumereien von einer stabilen, liebevollen und gleichberechtigten Beziehung fallen aber mit dem Abstand deiner eigenen Erfahrungen betrachtet werde ich in Zukunft wohl auch um ein ganzes Stück vorsichtiger sein um mich wieder ganz zu öffnen.
Man kann sich halt nur selbst wappnen und schützen, aber den "totalen" Schutz gibt es nicht - außer man zieht sich zurück. So wie ich jetzt.
