Zitat von Diedieimmerlacht:Ich denke es hilft ihr hier über ihre Gefühle zu sprechen und unsere wertschätzenden Antworten darauf zu lesen. Jeder sieht diesen Fall anders und trägt was dazu bei. Sie denkt darüber nach und vielleicht merkt sie dann, was für sie das Beste ist.
Wie ich schon bei #49 geschrieben habe. Ich bin wirklich froh, dass sich einige meine Probleme anhören und mir versuchen, mit Rat beiseite zu stehen und Tipps zu geben. Das es da andere Meinungen geben kann, ist doch normal und ich will mir alles anhören, um für mich dann einen Weg zu finden. Also schreibt, was ihr denkt und wovon ihr meint, dass es mich weiterbringen könnte. Eigene Erfahrungen von euch zu lesen sind für mich auch immer sehr wichtig. Nur halt solche Werturteile wie die von salzaufmeinerhaut sind denke ich nicht so angebracht...
Zitat von juliet:für mich ist hilfe auch immer, mal eine andere perspektive zu sehen. auch, wenn mir die vielleicht nicht gefällt.
Auch unangenehme Perspektiven gehören dazu und natürlich tut das schon weh, aber es kann mich auch wachrütteln...
Ich befinde mich gefühlt in einem Loch und meine Gedanken sind z.T. sehr wirr. Ich verfalle noch oft in Trauer, kann mich aber auch ab und zu daraus holen, wenn ich weiß, dass ich wirklich wichtige Dinge zu erledigen habe. Habe ich aber nichts zu tun, dann kommen gleich wieder die Gefühle der Traurigkeit, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit hervor, die ich dann nur schlecht abschütteln kann. Am liebsten würde ich echt 7 Tage lange arbeiten wollen. Solch ein Sonntag wie heute ist echt nicht leicht für mich. Ich habe zwar nicht mehr das Gefühl, flüchten zu müssen und halte es zu Hause auch mal alleine aus. Aber ich brauche mindestens ein Treffen mit Freunden o.ä. am Wochenende. Ich muss lernen, auch alleine ein Wochenende verbringen zu können. Leider kenne ich auch den Schichtplan meines Exfreundes, der in meinem Kopf eingebrannt ist, leider auch dadurch verstärkt, dass der Freund einersehr guten Freundin mit ihm zusammen in einer Schicht arbeitet und ich da quasi immer auf dem Laufenden gehalten werde. Das macht es nicht einfacher und so besteht halt doch immer eine Verbindung und ich komme einfach nicht los. Und wenn ich dann weiß, dass er jetzt auch frei hat, frage ich mich schon, was er so macht oder ob er an mich denkt, wenn er mal (alleine) zu Hause ist.
Es sind unnötige Gedanken, die ich mir nicht machen darf. Dessen bin ich mir bewusst, dennoch sind sie immer wieder präsent
Zitat von Diedieimmerlacht:Warum denn, wo bist du nicht normal? Was ist dein Versagen? Das du ihn nicht halten konntest?
Es gibt wahrscheinlich kein Gewinner nach einer Trennung, aber ich fühle mich als den größten Verlierer. Ich habe eiegntlich alles verloren. Ok, mein Exfreund meinte: "Du hast doch wenigstens die Wohnung behalten". Ja, das mag sein, aber ehrlich gesagt hätte ich alles für ihn aufgegeben und getan, damit er mir nur eine Chance gibt. Ob wir die dann genutzt hätten oder nicht, ist ja was anderes. Aber im Endeffekt habe ich ihn, meinen Spaß am Leben, meine Fröhlichkeit und Leichtigkeit, Lebensträume, die gemeinsame Zeit und so vieles mehr verloren. Ich bin recht geradlinig durch das Leben gelaufen, hatte keine großen Niederlagen, und gerade die Liebe ist es nun, die mir die größte Niederlage bereitet. Das Schlimmste,was mir hätte passieren können. Mal gewinnt man, man verliert man. Blöder Spruch, aber leider bin ich der Verlierer...
Zitat von Diedieimmerlacht:Vielleicht wären wir heute verheiratet und hätten Kinder und ein Haus.
Es tut mir sehr Leid, dass du solch eine Erfahrung machen musstest. Das ist natürlich noch ein viel härterer Rückschlag und das wünscht man keinem, dass er solch eine Erfahrung mitmachen musste. Eine sehr, sehr traurige Geschichte. Aber für mich hört es sich so an, als wenn du dieses traurige Schicksal akzeptiert hast. Du scheinst eine sehr starke Persönlichkeit zu sein, ich glaube das schafft nicht jeder.
Zitat von Diedieimmerlacht:So kommst du mir vor, wie ich damals, die jeden Tag aufs Grab ging und gar nicht damit klarkam.
Zitat von Diedieimmerlacht:Ich fühlte mich von ihm abgeschnitten, als hätte man mir mein Herz rausgerissen, wusste nicht warum ich weiterleben sollte, ohne an Suizid zu denken.
Ja genau, so ist es. Suizid ist keine Lösung, das weiß ich. Aber der Sinn, weiterzuleben fehlt einem eben oder ist in weiter Entfernung gerückt. Ich stehe jeden Morgen auf und dennoch frage ich mich, insb. in traurigen Momenten, für wen oder was... Es gibt ja keinen, den das interessiert, ausßer meiner Familie. Aber mit meiner Familie will ich auch nicht bis ans Ende meines Lebens zusammenleben...