mareikje
Gast
Zitat:Außerdem rutschte ich in eine ungünstige Mutti-Rolle und so verließ ich schließlich alle drei Männer irgendwann, weil ich sie dadurch auch nach einigen Jahren unse xy fand.
Genau diesen Punkt muss man sich genau ansehen. Wir rutschen nicht in Rollen, sondern wir suchen uns bewusst oder unbewusst Menschen aus, die uns in diesen Verhaltensweisen bestärken. Großzügigkeit bedeutet nicht sich ausnutzen zu lassen oder sich Frieden und Liebe zu erkaufen. Großzügigkeit betrifft auch nicht allein andere Menschen.
Großzügigkeit heißt auch sich selbst gegenüber freigiebig zu sein. Sich Fehler zu verzeihen, zu verstehen, dass man ebenfalls ein Recht auf Achtung und Schutz hat. Ich sehe die Bedürfnisse des anderen und möchte, dass es ihm gut geht. Ich möchte meine Bedürfnisse dabei nicht ignorieren und überrennen. Mir ist es ebenfalls wichtig mich so zu verhalten, dass ich durch mein eigenes Verhalten ausgeglichen und zufrieden bin. Ich erwarte nicht, dass mich jemand anderes diese Aufgabe für mich übernimmt. In keinem Fall gehe ich in Vorleistung, um dann moralisch die Gegenleistung einzuklagen und zu -fordern. Wenn ich gebe, dann gebe ich es weg. Und deshalb gebe ich das was ich geben möchte ohne dass ich mich selbst dabei in falschverstandenen Opferbereitschaft selbst ausblute.
So vermeide ich mich in ein Gefühl der Bedürftigkeit zu manövrieren. Der Enttäuschung, weil nicht zurückkommt, was ich erwartet habe. Wenn ich merke, dass ich gerne gebe und auch etwas erhalte, der andere aber lieber nimmt als gibt, dann passen zwei Menschen nicht zusammen. Denn das sind Grundhaltungen. Wenn einer sie ändert, tut er das fast immer mit zusammengebissenen Zähnen. Und das führt irgendwann zum Knall.