@ Totally
Zitat:Besondes morgens fühle ich mich immer noch so verletztbar und denke über die schönen Dinge nach. Führe sie mir regelrecht zu Gemüte. Abends bin ich eher sauer auf ihn...
Genau so ist es.
Morgens = ganz schlimm, man würde sich am liebsten einkegeln. Ich hatte Panikattacken und wusste nicht, wie ich aus der Nummer wieder rauskommen sollte.
Mittags = es geht langsam bergauf. Man sieht durch Freunde, Familie, Kollegen, dass man nicht alleine ist, sondern nur ein Teil des Lebens nicht mehr existiert. Man hat noch die "Nachwehen" des Morgens im Körper und fühlt sich zittrig.
Abends = und wieder ein Tag geschafft. Man hat einiges erreicht und vielleicht schönes erlebt. Man ist auf dem Damm und würde diese Zeit am liebsten festhalten. Man kann jetzt sauer sein auf den/die Ex und denkt klar. Die Mail, die man morgens vielleicht noch geschrieben hat, verfrachtet man abends in den Papierkorb oder schreibt sie komplett um. Richtiger Weg - denn jetzt denken wir klar.
Ins Bett will man nicht, denn der nächste "Reset" kommt bestimmt - aber die Grübelei den ganzen Tag über hat uns ausgelaugt und wir fallen förmlich ins Kissen.
Ich kann dir sagen, dass dieser Kreis sich irgendwann von alleine durchbricht. Man wacht morgens auf und die Panik ist weg. Keine Ahnung warum. Wie gesagt: Schöne Dinge für den Abend vornehmen. Dinge, auf die man sich freuen kann.
@ tCO
Zitat:Eines Morgens werde ich aufwachen und erstmal gar nicht merken, dass es KEINEN Reset mehr gab, das wird mir erst Tage später auffallen, und dann werde ich zufrieden schmunzeln müssen. Daran glaube ich fest.
Und ob du das merken wirst. Du wachst nicht mehr mit dem "Och nö"-Gefühl auf, sondern mit einer "Mal schaun, was der Tag so bringt"-Einstellung.
