Zitat von 123456789: Wer von Euch dachte, nie mehr vertrauen zu können und wurde eines Besseren belehrt als er/sie den richtigen Partner getroffen hat? Wie lange hat es gedauert? Was hat dazu beigetragen, wieder richtig vertrauen zu können? Mag jemand erzählen?
Meine Gedanken waren ähnlich, nur nicht im Kontext Vertrauen sondern in Bezug auf eine gesunde Beziehung mit tiefer emotionaler Nähe und guter Kommunikation.
Mein Exmann war ein bedürfnisloser, stiller und sehr pragmatischer Mensch, dem es am besten ging, wenn einfach nichts passierte. Selbst ein kurzes Gespräch "Wie war dein Tag?" war ihm zu viel. Ich habe jahrelang versucht, auf verschiedensten Wegen, unsere Beziehung zu verbessern, aber das funktioniert einfach nicht, wenn nur einer sich dafür anstrengt. Und er hat bis zum Schluss kein Problem gesehen.
Nach der Trennung dachte ich, es gibt keine Männer, mit denen ich auf meinem Level kommunizieren kann. Mit Level meine ich in einer für mich ausreichenden Intensität, ein intensiver Austausch, generell über alles sprechen können (sowieso Basics), auch viel sprechen über "Unnötoges" also einfach nur interessehalber, Meinungen und Ansichten austauschen, Erfahrungen erzählen, aber auch häufige "Beziehungsgespräche" und intensiver Austausch über die eigenen Gefühle und Bedürfnisse. Ich war überzeugt, ein zukünftiger Partner müsse eigentlich Psychotherapeut sein, alle anderen Männer könnten sowas nicht.
Zum Glück habe ich dann einen Partner gefunden, mit dem all das geht und der diese Art der Kommunikation genauso wichtig findet wie ich, und er ist kein Psychotherapeut. Insofern habe ich etwas gefunden, wovon ich überzeugt war, dass es das nicht gibt.
Darauf verzichten werde ich nie mehr. Seit ich weiß wie schön das ist.
Wie gesagt nicht Thema Vertrauen, aber Thema den Glauben an etwas Wichtiges verloren und es dann doch noch gefunden.