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Hoffnung auf eine vertrauensvolle Beziehung aufgeben

Zitat von Usambara:
@123456789 Lass dir einfach Zeit und vertraue darauf dass auch für dich wieder eine schöne erfüllte Zeit mit einem Partner kommt. Wie gesagt. Ich ...

Ja, hinterher ist man immer schlauer 😅.

Gerade verdaue ich ja noch den Mann, den ich nach der Trennung kennengelernt und in den ich mich unglücklich verliebt habe. Das kam damals wirklich sehr unerwartet und viel zu schnell, zieht sich jetzt aber auch schon eine Ewigkeit. Und quasi parallel all die Verletzungen durch den Verrat meines Mannes. Man kann auch für zwei Männer gleichzeitig (unglückliche) Gefühle haben 🙈.

Mich hat die Aussage der fremden Frau doch sehr mitgenommen. Das war so trostlos

x 2 #16


Kroenchen_richten
Hu, bist du meiner Mutter begegnet?
Könnte absolut passen.

Ich halte es für mich so, vielleicht gibt es einen Mann mit dem ich rundherum glücklich sein könnte. Ziehe aber eher das Gegenteil an.
Da ich aber gelernt habe mit mir gut auszukommen, juckt mich das nicht mehr.

Definitiv will ich nicht mehr auf Dauer unter einem Dach leben. Ich brauche meinen Freiraum.
Außer der Partner wäre ein echtes Goldstück ohne klassisches Rollenbild im Kopf.
Alles andere, no way.
Mutter, Putzfrauen, Köchin und Pflegerin, Trösterin, Rückenfreihalterin war ich lange genug.
Ich muss auch nicht ständig verzichten und ständig Kompromisse finden um einen Partner zu haben.
Somit hat sich das mit der Angst, ob ich vertrauen könnte, oder verletzt werde auch erledigt.

Entweder passt es, oder nicht. Wer gehen will, kann gehen und das kann ich eben auch.

Ich habe viele Jahre erlebt wie einfach und frei das Leben ohne Partner unter einem Dach ist. Neue Partnerschaften, die kamen, liefen dann wieder langsam in die o. g. Rolle, spätestens mit "wir ziehen zusammen".
Muss ich nicht mehr haben.
Die Jahre die jetzt noch bleiben, will ich schön nach meinem Gusto leben.
Kein "ich muss" nach Hause kochen, obwohl ich gerade interessante Gespräche führe oder Spaß habe, kein Gemurre im Urlaub, weil ich lieber was erleben möchte, als einen All inclusive Schuppen, keine Diskussion über Tuben, Bügelfalten, schnarchen, Fernsehprogramm, Einrichtung, Hobby, welche Freunde...

Und wenn es soweit ist, dass es alleine nicht mehr geht, Rentner WG.

x 4 #17


A


Hoffnung auf eine vertrauensvolle Beziehung aufgeben

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Kroenchen_richten
Oder warum gehst du nicht an das Telefon?
Warum liest du meine Nachricht nicht?
Warum antwortest du nicht sofort....
Warum warst du in der Stadt?
Wie lange braucht man für xy?

Warum kocht du nicht bürgerlich? Du weißt doch dass ich nur...

Weil ich es kann!

x 2 #18


Zitat von Kroenchen_richten:
Hu, bist du meiner Mutter begegnet? Könnte absolut passen. Ich halte es für mich so, vielleicht gibt es einen Mann mit dem ich rundherum glücklich ...

Das sind alles gute Gründe, keine Partnerschaft zu wollen. Solche extremen Einschränkungen kenne ich weder aus meiner Ehe, noch aus Beziehungen davor (es waren davor 2 weitere). Es tut mir leid für Dich, dass Du das erleben musstest.

Ich konnte immer ich sein und musste zumindest wegen meines Partners nie auf viel verzichten (die Kinder schränken da schon anders ein).

Meine Sorge ist aber, keinem Mann mehr so richtig über den Weg zu trauen . Auch wenn ich mich nochmal verlieben sollte. Immer unterschwellig zu denken "er wird mich auch betrügen, er ist nicht loyal". Das muss furchtbar sein, so eine Beziehung zu führen

#19


alleswirdbesser
Zitat von 123456789:
Wie lange ging Eure Kennenlernphase? Wann hattest Du das Gefühl, Du bist verliebt? Fühlte es sich immer sicher an während des Kennenlernens? ...

Mehrere Monate, nur platonisch. Irgendwann waren die Gefühle da, also die Verliebtheit, die Anziehung gab es von Anfang an. Ich finde ohne Vertrauen kann man keine Beziehung aufbauen, da muss man halt in Vorleistung treten. Wir waren sogar kurz getrennt, ich schätze weil ich angefangen habe zu klammern. Wir kamen nach kurzer Zeit wieder zusammen, es hält 😊 Aber wie gesagt, jeder ist frei zu gehen, wir sind durch nichts verbandelt (Kinder, Haus, Geld). Es hat gar keinen Sinn zu betrügen, wenn es um die Gründe geht, die die Fremdgeher immer parat haben.

x 2 #20


Blind-Meg
Zitat von 123456789:
Wer von Euch dachte, nie mehr vertrauen zu können und wurde eines Besseren belehrt als er/sie den richtigen Partner getroffen hat? Wie lange hat es gedauert? Was hat dazu beigetragen, wieder richtig vertrauen zu können? Mag jemand erzählen?

Meine Gedanken waren ähnlich, nur nicht im Kontext Vertrauen sondern in Bezug auf eine gesunde Beziehung mit tiefer emotionaler Nähe und guter Kommunikation.
Mein Exmann war ein bedürfnisloser, stiller und sehr pragmatischer Mensch, dem es am besten ging, wenn einfach nichts passierte. Selbst ein kurzes Gespräch "Wie war dein Tag?" war ihm zu viel. Ich habe jahrelang versucht, auf verschiedensten Wegen, unsere Beziehung zu verbessern, aber das funktioniert einfach nicht, wenn nur einer sich dafür anstrengt. Und er hat bis zum Schluss kein Problem gesehen.
Nach der Trennung dachte ich, es gibt keine Männer, mit denen ich auf meinem Level kommunizieren kann. Mit Level meine ich in einer für mich ausreichenden Intensität, ein intensiver Austausch, generell über alles sprechen können (sowieso Basics), auch viel sprechen über "Unnötoges" also einfach nur interessehalber, Meinungen und Ansichten austauschen, Erfahrungen erzählen, aber auch häufige "Beziehungsgespräche" und intensiver Austausch über die eigenen Gefühle und Bedürfnisse. Ich war überzeugt, ein zukünftiger Partner müsse eigentlich Psychotherapeut sein, alle anderen Männer könnten sowas nicht.
Zum Glück habe ich dann einen Partner gefunden, mit dem all das geht und der diese Art der Kommunikation genauso wichtig findet wie ich, und er ist kein Psychotherapeut. Insofern habe ich etwas gefunden, wovon ich überzeugt war, dass es das nicht gibt.
Darauf verzichten werde ich nie mehr. Seit ich weiß wie schön das ist.
Wie gesagt nicht Thema Vertrauen, aber Thema den Glauben an etwas Wichtiges verloren und es dann doch noch gefunden.

x 3 #21


QueenA
@123456789 Hi,

Dein Gespräch mit der Dame fand ich interessant. Vor allem ihr Satz über das Vertrauen. Und trotzdem merke ich bei mir selbst, dass ich den Glauben an eine gute, vertrauensvolle Beziehung nie wirklich verloren habe.
Ich glaube nicht, dass man sich in gescheiterten Beziehungen automatisch komplett im anderen Menschen getäuscht hat. Menschen verändern sich. Beziehungen auch. Manchmal entwickeln sich Dinge einfach auseinander oder zeigen erst mit der Zeit, dass sie nicht dauerhaft passen.

Natürlich wünscht man sich, dass Liebe bleibt. Aber ich glaube auch, dass Menschen sehr unterschiedlich mit Nähe, Veränderungen und Neuanfängen umgehen. Das sagt für mich nichts darüber aus, ob Vertrauen grundsätzlich noch möglich ist.

Ich bin heute nur vorsichtiger geworden mit meiner Zeit, meiner Energie und meinem emotionalen Investment. Nicht aus Bitterkeit, sondern weil mir echte Passung und Ruhe wichtig geworden sind. Ich bin kein Mensch für „mal schauen, was Spaß macht“.

Und genau deshalb glaube ich eigentlich weiterhin daran, dass eine gute Beziehung möglich ist, vielleicht nicht mehr naiv wie früher, aber bewusster, ehrlicher und auf Augenhöhe.

Ich bin der Ansicht so lange man lebt kann man Liebe geben und erhalten sofern man das möchte.

x 4 #22


Worrior
Zitat von QueenA:
Ich bin der Ansicht so lange man lebt kann man Liebe geben und erhalten sofern man das möchte.

Hängt nicht nur vom Liebe Gebenden ab und manche haben eben eine so ganz andere Auffassung von Liebe.

x 2 #23


Laetitia2024
Zitat von 123456789:
Hallo zusammen, ich hatte gestern ein recht intensives Gespräch mit einer fremden älteren Dame während wir auf einen Bus gewartet haben. Manchmal ...

Ich kenne dieses Gefühl auch, zu glauben, in eine Beziehung kein Vertrauen mehr setzen zu können, wenn man soetwas erlebt hat. Lügen, Betrug., Fremdgehen oder ganz ausgewechselt zu werden. Aber das Gefühl tritt in den Hintergrund, sobald ich jemanden gefunden habe, der mich sehr anzieht. Dem gebe ich eine Chance, denn man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Schließlich ist die Liebe das Schönste im Leben.

x 6 #24


Kroenchen_richten
Zitat von 123456789:
Immer unterschwellig zu denken "er wird mich auch betrügen, er ist nicht loyal".

Hm, das muss nicht sein.
Trotz heftigen mehrfach Betrugs durch den Exmann konnte ich wieder vertrauen.
Und neue Beziehungen eingehen.

Das die nicht hielten, lag definitiv an der unterschiedlichen Sicht von Beziehung.
Meine Ehe war schon harmonisch und eher partnerschaftliches Teilen und Helfen. Mit viel Zärtlichkeit usw. Das er innerlich anders tickt kam erst mit den mehrfachen Betrug raus. (da reichte auch nicht eine andere Frau aus)
Trotzdem konnte ich mich mit Vertrauen auf neue Partnerschaften einlassen.

Zitat von 123456789:
Es tut mir leid für Dich, dass Du das erleben musstest.

Muss es nicht.
Hab gute und schlechtere Beziehungen erlebt.
Es waren meine Entscheidungen.
Gute und schlechte.

#25


Zitat von alleswirdbesser:
Mehrere Monate, nur platonisch. Irgendwann waren die Gefühle da, also die Verliebtheit, die Anziehung gab es von Anfang an. Ich finde ohne Vertrauen ...

Möchtest Du mehr verbandelt sein oder passt das?
Du hast natürlich Recht, die vorausgegangene Familiengründung und wirtschaftliche Verstrickung begründet ein ganz anderes Abhängigkeitsverhältnis und lässt den Verrat auch schwerer wiegen. Da geht es nicht "nur" um Liebeskummer.

Wie kann es platonisch gewesen sein, wenn ihr Euch der Anziehung von Anfang an bewusst wart bzw. wie definierst Du platonisch?

#26


Zitat von Blind-Meg:
Meine Gedanken waren ähnlich, nur nicht im Kontext Vertrauen sondern in Bezug auf eine gesunde Beziehung mit tiefer emotionaler Nähe und guter ...

Das ist sehr schön, dass Du einen für Dich viel besser passenderen Partner gefunden hast.
Ich würde aber sagen, das ist nicht ganz vergleichbar. Ich war nicht unglücklich mit meinem Mann (er wohl aber schon mit mir) und habe das von jetzt auf gleich "entrissen" bekommen. Das macht was mit einem.

Vertrauen ist ja keine Eigenschaft, die der andere mitbringt, sondern etwas, das in einem selbst liegt.

Vielleicht ist der Weg den @alleswirdbesser gewählt hat, eine Möglichkeit. Sich einfach nicht mehr so sehr wirtschaftlich und tatsächlich (gemeinsame Kinder) abhängig zu machen. Das ist ja möglich, jetzt wo ich keine zusätzlichen Kinder mehr möchte. Es zeugt aber ja doch auch davon, dass man nicht mehr so ganz zu 100 % vertraut, wenn man Abhängigkeit gezielt meidet.

#27


Usambara
Vielleicht machst du dir mal über die Deutung des Begriffs " Vertrauen" Gedanken.

Was bedeutet das überhaupt ( für dich)?

Ich hab mich da vorhin auch mal mit beschäftigt und ein bißchen drüber gelesen. Es ist mitunter auch sehr subjektiv was man darunter verstehen kann.

Es hat schon etwas zu tun mit Erwartungen und mit Handlungen, Verhalten und Eigenschaften von anderen Menschen. Man lässt ein Stück weit Kontrolle los.

Aber wann und wie viel das richtige Maß ist hängt auch von deinen Bedürfnissen und Vorstellungen ab.

#28


Zitat von QueenA:
@123456789 Hi, Dein Gespräch mit der Dame fand ich interessant. Vor allem ihr Satz über das Vertrauen. Und trotzdem merke ich bei mir selbst, dass ...

Das ist eine gute Einstellung.

Ich selbst glaube auch fest daran, dass Beziehungen manchmal einfach nicht mehr passen können. Das furchtbare für mich war: Für mich hat es noch gepasst und er hat mir nicht gezeigt, dass er unglücklich ist. Bis er unvermittelt zu einer anderen gewechselt ist. Es wäre auch traurig aber nicht so fatal für mein Vertrauen gewesen, hätte er mich an seiner Entwicklung von mir weg teilhaben lassen.
Genauso hat es die Dame gestern auch geschildert. Es kam unvermittelt aus dem Nichts und sofort wollte er die andere Heiraten. Das hat ihr das Vertrauen geraubt. Nicht, dass zwei Menschen mit der Zeit gemerkt haben, es passt halt nicht (mehr).

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Zitat von Usambara:
Vielleicht machst du dir mal über die Deutung des Begriffs " Vertrauen" Gedanken. Was bedeutet das überhaupt ( für dich)? Ich hab mich ...

Mich auf den anderen und sein Wort verlassen können. Nicht unvermittelt im Stich gelassen werden. Mich dem anderen so zeigen können wie ich bin und davon ausgehen, der andere ist im gleichen Maße ehrlich und offen.

Was verstehst Du unter Vertrauen?

#30


A


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