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Hoffnung auf eine vertrauensvolle Beziehung aufgeben

Blind-Meg
Zitat von 123456789:
Klar, man hätte sich natürlich gegen die Familiengründung entscheiden können, um unabhängiger zu bleiben. Das ist legitim. Ich habe noch an die ...

Auch eine Familie kann man ohne Abhängigkeiten gründen.
Ich war auch eine zeitlang finanziell abhängig von meinem Exmann. Aber nicht wegen unseres Kindes, sondern weil ich nach der Eltrenzeit eine (Zusatz-)Ausbildung gemacht habe. Hätte ich stattdessen den mir angebotenen Job im ÖD angenommen, wär ich zu keinem Zeitpunkt abhängig hewesen, "trotz" Kind.

#61


S
Zitat von Blind-Meg:
Das sind letztlich ja Konsequenzen von Entscheidungen und nicht etwas, das schicksalhaft einfach "passiert". Ich würde mich auf keinerlei ...

Ich meinte auch keine finanzielle Abhängigkeit. Ich denke wenn man sich emotional auf jemanden einlässt, ist das auch ein Abhängigkeit - ich meinen jetzt keine Selbstaufgabe.
Aber eine emotionale Flanke macht man da auf.

#62


A


Hoffnung auf eine vertrauensvolle Beziehung aufgeben

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Zitat von Blind-Meg:
Auch eine Familie kann man ohne Abhängigkeiten gründen. Ich war auch eine zeitlang finanziell abhängig von meinem Exmann. Aber nicht wegen unseres ...

Ich war tatsächlich sehr gut abgesichert - sowohl wirtschaftlich als auch durch meine Ausbildung. Aber wir mussten alles, wofür wir uns jahrelang entschieden hatten, sehr plötzlich unorganisieren. Es läuft einigermaßen, aber für die Kinder ist das nicht schön. Das spiegeln sie auch. Entsprechend gefällt mir unsere Aufteilung auch nicht so richtig . Obwohl ich zB meinen neuen Job mag, habe ich ein schlechtes Gewissen, dass meine Kinder jetzt in die Schulbetreuung oder zur Oma müssen statt entspannt zuhause zu sein. Ich weiß, das ist für die meisten Familien normaler Alltag, aber wir hatten es vorher schöner und es tut schon weh, dass wir drei alles umorganisieren mussten, damit das Geld noch für Papas Liebesnest bzw. wöchentliche Bahnfahrten zu seiner Neuen reicht. Das ist Jammern auf hohem Niveau aber trotzdem machen die Kinder und ich die Abstriche. Und zwar anfangs in so einem Tempo, dass das zu massiven Ängsten meinerseits geführt hat. Ich hatte quasi Angst, dass es mit den Abstrichen jetzt immer so weiter geht und wir irgendwann nicht mehr zurechtzukommen

#63


Blind-Meg
Zitat von Schnuddel74:
Ich meinte auch keine finanzielle Abhängigkeit. Ich denke wenn man sich emotional auf jemanden einlässt, ist das auch ein Abhängigkeit - ich ...

Ja klar, aber ohne geht es ja nicht.
In einer Ritterrüstung ist man gut geschützt und fast keiner kann einem was tun, aber Kuscheln kann man darin nicht. Oder: man kann sich einmauern in eine stabile Festung ohne Fenster, da ist man auch in Sicherheit, aber da drin ist es einsam, kalt und dunkel. Das ist ja Teil des "ganz normalen" menschlichen Dilemmas.

x 1 #64


Worrior
Ich sehe in einer Familienbildung weniger Abhängigkeiten sondern Verpflichtungen und Verantwortungen die man freiwillig eingegangen ist.
Klar, niemand kann hellsehen wie es tatsächlich kommt.
Als erwachsener Mensch weiß man aber schon dass aus solchen Verbindungen Pflichten hervorgehen.
Sei es nun die gesetzliche Untethaltspflicht oder die moralische aus einem Eheversprechen.
Kennenlernphasen sollten genutzt, Versprechen auf Dauer überdacht werden.
Der "nächste Schritt" sollte realistisch und rational überdacht werden.
Wenn die Basis noch nicht gefestigt ist bringt es wenig diese Stufe einfach zu überspringen, mit der Erwartung dass das schon irgendwie wird.
Die Ergebnisse haben einige selbst erlebt und es in jeglicher Hinsicht teuer bezahlt oder wir lesen es hier im Forum.

#65


hotte
Zitat von 123456789:
Ja und vermutlich ist es auch normal, dass der Weg nicht linear verläuft. Auch ich habe im ersten Quartal 2026 riesen Fortschritte gemacht. Seit Ostern ungefähr stagniert es wieder oder geht teilweise sogar rückwärts. Das frustriert. Aber es stimmt ja: Hilft alles nichts. Weiter nach vorne schauen 😏

ich habe dazu verschiedene Dinge gelesen.... unter anderem das alleine die Fähigkeit zu reflektieren bzw. Dinge zu erkennen bereits einen Fortschritt darstellen, auch wenn man es noch nicht "gelöst" hat.

Es wird dauern.... aber es wird gut... was auch immer gut bedeutet!

x 1 #66


Worrior
Zitat von 123456789:
Die Anrwort verstehe ich nicht ganz. Meinst Du, ich muss für mich entscheiden, ob mir Vertrauen wichtig ist oder nicht? Ich würde sagen, es ist mir ...

Ohne Vertrauen natürlich keine Beziehung.
Wenn Du aber den inneren Pegel hast dass Du auch ohne Beziehung ein erfülltes Leben hast wird eine Beziehumg um so bereichernder für Dich.
Sie ist ein Bonus kein "muss", Du wählst den Partner weil Du ihn willst, nicht weil Du ihn brauchst.
Du projizietst nicht Deine Ängste auf diesen Menschen, das Beisammensein wird mit Leichtigkeit bereichert.

Wie Du weisst gibt es nie Garantien, egal ob eine Kennenlernphase scheitert oder eine Brziehung (Ehe) nach 20 Jahren.
Da hilft nur sich ein Mindset aufzubauen welches mit Verlust und Ablehnung umzugehen weiß.
Blöd wirds trotzdem.

Meine persönliche Empfehlung wäre, halte Dich immer mit Deinen Ressourcen auf dem Level dass Du jederzeit gehen könntest auch wenn Du es nicht musst.
Das bewahrt in der Beziehung vor Abhängigkeiten und wenn das Ganze kippt bist Du in der Lage Dich aus toxischen Mustern, die Dich physische und psychische Gesundheit und wertvolle Lebenszeit kosten, zu befreien.

Mag alles wenig romantisch klingen aber wir wissen ja dass das Leben und harte Lektionen erteilt und auf emotionale Naivität keine Rücksicht nimmt.

x 4 #67


Zitat von Worrior:
Ohne Vertrauen natürlich keine Beziehung. Wenn Du aber den inneren Pegel hast dass Du auch ohne Beziehung ein erfülltes Leben hast wird eine ...

Über den Punkt habe ich schon oft nachgedacht. In Sachen Liebesbeziehung brauche ich nicht zwingend einen Partner. Alleinerziehend/ keine vollständige Familie mehr zu sein, damit kann ich mich immer noch nicht anfreunden.

Vielleicht kommt das als nächster Schritt.

x 1 #68


alleswirdbesser
Zitat von 123456789:
Alleinerziehend/ keine vollständige Familie mehr zu sein

Das kann aber nicht mehr geändert werden. Zumindest sehe ich das so. Zumindest nicht ab einem bestimmten Alter und ohne weitere gemeinsame Kinder. Mit den vorhandenen Kindern bleibt man alleinerziehend und die Familie, die man mit VdK hatte, wird es nie wieder geben. Es ist ein neuer Lebensabschnitt, eine neue Herausforderung, eine neue Beziehung, aber nicht mehr das, was man hatte.

Ich musste mich auch groß umstellen, auch die Kinder,wir sind zwei mal umgezogen, er vermietet unsere Immobilie an Verwandte. Ich arbeite Vollzeit usw.

x 1 #69


Zitat von Worrior:
Ich sehe in einer Familienbildung weniger Abhängigkeiten sondern Verpflichtungen und Verantwortungen die man freiwillig eingegangen ist. Klar, ...

Wir waren 13 Jahre zusammen. Ich war mir sehr sicher, ihn zu kennen bevor er gegangen ist

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A
Zitat von 123456789:
Alleinerziehend/ keine vollständige Familie

Vor meiner 2. Ehe und nach dem Betrug hab ich auch so gefühlt. Und dann habe ich erkannt, dass meine Kinder und ich und unsere Tiere eine Herde sind (den Ausdruck brachte mein Kleiner nach dem Genuss des 1. Teils des Films Ice Age). Kann ich nur empfehlen.

Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit, Vertrauens für mich. Das muss nicht Papa, Mama, Kinder sein. Nicht zwingend.

Aber ja, auch ich habe gebraucht aus der Angst zu kommen und das Gute zu sehen, was ich habe.

x 1 #71


Zitat von alleswirdbesser:
Das kann aber nicht mehr geändert werden. Zumindest sehe ich das so. Zumindest nicht ab einem bestimmten Alter und ohne weitere gemeinsame Kinder. ...

Ich weiß. Ich wollte nur verdeutlichen, in welchem Punkt, ich jederzeit stark genug gewesen wäre, zu gehen und in welchem nicht. Gehen wollte ich aber nie

#72


alleswirdbesser
Zitat von 123456789:
Ich weiß. Ich wollte nur verdeutlichen, in welchem Punkt, ich jederzeit stark genug gewesen wäre, zu gehen und in welchem nicht. Gehen wollte ich ...

Das trifft bestimmt auf viele Verlassenen zu, man darf nicht mit entscheiden, man muss damit klarkamen, was ist, was einer für alle (vier) entschieden hat, während die Entscheidung zur Familiengründung man stets zusammen trifft, beenden kann es einer alleine.

#73


Kroenchen_richten
Zitat von BernhardQXY:
Und ich halte mich nicht für einzigartig, was das angeht. Insofern glaube ich dass du Chancen hast, jemanden kennen zu lernen, der dir die notwendige Freiheit lässt und offen ist.

Einzigartig nicht, aber kein Single.
Goldstücke sind eher selten Single.

Zitat von Worrior:
Wenn Du aber den inneren Pegel hast dass Du auch ohne Beziehung ein erfülltes Leben hast wird eine Beziehumg um so bereichernder für Dich.
Sie ist ein Bonus kein "muss", Du wählst den Partner weil Du ihn willst, nicht weil Du ihn brauchst.
Du projizietst nicht Deine Ängste auf diesen Menschen, das Beisammensein wird mit Leichtigkeit bereichert.

Eben, nichts muss.
Und wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter.

Zitat von Worrior:
halte Dich immer mit Deinen Ressourcen auf dem Level dass Du jederzeit gehen könntest auch wenn Du es nicht musst....

Genau so.
Macht einen viel entspannter.

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M
@123456789

Hallo, ich denke wenn der richtige da ist, kann man auch wieder vertrauen. Ich hatte auch ein Problem mit vertrauen in meiner letzten Beziehung. Weil ich oft belogen wurde von ihm. Eigentlich war das vertrauen nie ganz da. Und so eine Beziehung möchte ich nie wieder haben! Einen ehrlichen Menschen, mit dem ich über alles reden kann. Lachen kann. Das man einfach weiß, man gehört zusammen. Ich hatte auch 2 Trennungen, wo ich echt fertig war. Aber ich bin mir sicher, irgendwann kommt da einer. Der zu mir passt. Dem ich vertrauen kann. Und vielleicht sieht man es auch ein wenig anders. Ich bin auch öfters enttäuscht wurden. Nicht nur von Männern. Auch Freundschaften. Aber das Leben ist zum lernen da, denke ich. Das vertrauen in sich selbst, dass man alles überwinden kann. Auch wenn man verletzt wird.

#75


A


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