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Hoffnung auf eine vertrauensvolle Beziehung aufgeben

A
Zitat von 123456789:
Ich mache mir "einfach nur" Sorgen. Ich bin schon ein kleiner Kontrolleti.

Das mache ich auch immer "gerne" und bin auch selbst einer. Aber das ist der Punkt. Das ist Käse und das sollten Du und ich wirklich lernen und umsetzen. Lachendes Gesicht

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S
Zitat von 123456789:
Hallo zusammen, ich hatte gestern ein recht intensives Gespräch mit einer fremden älteren Dame während wir auf einen Bus gewartet haben. Manchmal ...

Ich für mein Teil weigere imich so zu denken!
Am Ende sind es die eigene Muster mit dem man Partner aussucht.
Die sollte man evtl. überdenken, wenn man immer wieder an den Falschen gerät...

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A


Hoffnung auf eine vertrauensvolle Beziehung aufgeben

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Blind-Meg
Zitat von 123456789:
Es zeugt aber ja doch auch davon, dass man nicht mehr so ganz zu 100 % vertraut, wenn man Abhängigkeit gezielt meidet.

Das sehe ich anders. Abhängigkeiten sind nie gut für eine Beziehung, denn Abhängigkeit ist das Gegenteil von Augenhöhe.
Ich denke inzwischen, eine richtig gute und gesunde Beziehung kann es nur ohne Abhängigkeit geben.
Außerdem kann man jemandem so tief vertrauen, dass man sich ihm ausliefern würde, aber es dennoch nicht tun.

x 1 #48


S
Zitat von Blind-Meg:
Das sehe ich anders. Abhängigkeiten sind nie gut für eine Beziehung, denn Abhängigkeit ist das Gegenteil von Augenhöhe. Ich denke inzwischen, ...

Ich kann dir folgen, aber (gegenseitige) Abhängigkeiten können auch in einer Beziehung auf Augenhöhe entstehen.

#49


Zitat von Blind-Meg:
Das sehe ich anders. Abhängigkeiten sind nie gut für eine Beziehung, denn Abhängigkeit ist das Gegenteil von Augenhöhe. Ich denke inzwischen, ...

Ok, ersetze Abhängigkeit durch wirtschaftliche und tatsächliche Verbindung. Ich habe mich immer auf Augenhöhe gefühlt, aber wir waren ein Team, das er verlassen hat. Und damit kam schon was ins Wanken

x 1 #50


Zitat von Schnuddel74:
Ich kann dir folgen, aber (gegenseitige) Abhängigkeiten können auch in einer Beziehung auf Augenhöhe entstehen.

Ganz genau

#51


alleswirdbesser
Zitat von 123456789:
Trotzdem ist es eine andere Intensität der Bindung als Familiengründung mit "all in".

Klar, aber die haben wir hinter uns. Ich dachte ja bei der ersten Beziehung, die danach kam, dass man das nochmal wiederholen könnte, das war ein Fehler, eine Illusion. Ich fasse mich kurz, da ich schon öfter zu viel darüber geschrieben habe. Aber nahtlos aus Familie 1 eine Familie 2 zu machen, mit Kindern und Expartnern auf beiden Seiten und das frisch nach der Trennung - nö, ging gar nicht. Bestimmt schaffen manche es sogar, aber ich habe meine Lehre daraus gezogen. Ich habe 18 Jahre mit meinem Exmann hinter mir, das war’s. Jetzt lebe ich anders und das passt so.

x 2 #52


B
@Kroenchen_richten
Verstehe ich, dass du keinen Bock auf so etwas hast. Ich persönlich ticke da komplett anders. Und ich halte mich nicht für einzigartig, was das angeht. Insofern glaube ich dass du Chancen hast, jemanden kennen zu lernen, der dir die notwendige Freiheit lässt und offen ist.

#53


alleswirdbesser
Zitat von 123456789:
Darf ich fragen wie lange ihr schon zusammen seid? Wie sehr Ihr Euch gegenseitig bei den Problemen des jeweils anderen unterstützt?

Es sind jetzt vier Jahre und wenn einer Hilfe benötigt, ist das natürlich klar, dass er sie bekommt. Nach seiner Op bin ich in seinem Haus mit meinem Putzzeug angerückt und habe das ganze Haus mal geputzt, Essen mitgebracht ab und zu (seine Mutter war halt öfter bei ihm, sie arbeitet nicht). Auch er kauft ein, wenn ich krank bin, erkundigt sich was er noch helfen kann, erledigt Sachen, die Männer nun mal besser können (Fahrräder reparieren kann ich zum Beispiel gar nicht) usw. Bald fahren wir mit meinen Kindern zusammen in den Urlaub, wenn was gefeiert wird, Schulveranstaltungen ist er immer dabei, wenn er nicht arbeiten muss. Ich kenne sein Umfeld, er meines, ich bin bei Ausflügen seiner ehrenamtlichen Truppe mit dabei, auf den Veranstaltungen…. Es ist nicht so dass wir uns nur zum X treffen 😉
Neulich gab es eine große Schulveranstaltung, da war auch mein Exmann dabei (das erste Mal nach 8 Jahren), wir saßen zusammen an einem Tisch und das war einfach ein sehr schöner Abend.

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DieSeherin
Zitat von 123456789:
Was hat dazu beigetragen, wieder richtig vertrauen zu können?

Zitat von 123456789:
Aber wirklich aus tiefstem Herzen vertrauen? Kann ich das noch?


ich bin ja fest überzeugt, dass vertrauen zu wollen eine entscheidung ist, die man selber treffen muss! genauso, wie es eine entscheidung ist, sich fallen lassen zu wollen, ein risiko eingehen zu wollen, zur not auch noch mal auf die schnauze zu fallen 😉

in meinem leben habe ich einiges ertragen müssen und vieles hin- und annehmen müssen - was ich aber nie wollte, dass mich ein "schicksalsschlag" oder eine vertrauensmissbrauch zu einem negativ denkenden menschen macht. ich wollte, dass ich diesen negativen erfahrungen keine macht über mich bekommen und ich die fäden für mein wohlbefinden selber in der hand (be)halte.

und es gelingt mir! klar, auch ich habe durchhänger gehabt, richtig beschiccene phasen im leben.... aber ich ahbe mich immer wieder rausgekämpft, oder es ausgesessen, weil ich wusste, dass da noch leben und liebe auf mich wartet.

dazu gehört wohl eine große portion humor, gelassenheit und optimismus.... und dich schätze ich so ein, als hättest du all das 😘

#55


Blind-Meg
Zitat von Schnuddel74:
Ich kann dir folgen, aber (gegenseitige) Abhängigkeiten können auch in einer Beziehung auf Augenhöhe entstehen.

Das sind letztlich ja Konsequenzen von Entscheidungen und nicht etwas, das schicksalhaft einfach "passiert". Ich würde mich auf keinerlei Abhängigkeit mehr einlassen, weder als die Abhängige noch dass sich jemand von mir abhängig macht. Echte Verbindung kann man auch ohne Abhängigkeit haben. Vielleicht sogar nur dann. Denn wenn mein Partner jederzeit gehen könnte, einfach indem er aufhört, sich mich mir zu treffen, weiß ich: der einzige Grund, dass er trotzdem da ist, ist, weil er das so will. Für mich fühlt sich das (inzwischen) verbundener an als ich es mit meinem Ex mit Ehe und Kind und gemeinsamen Haushalt war. Aber mit 30 habe ich das auch alles noch anders gesehen.

#56


Löwenzeh
Zitat von 123456789:
Ich will noch nicht glauben, dass es das jetzt für mich war mit der Liebe.

Dann glaube es nicht.

So sehr eure Geschichten sich ähneln, mindestens in einem entscheidenden Faktor unterscheiden sie sich doch:
Ihr seid in ganz anderen Zeitaltern geboren. Bei ihrer Geschichte, zu ihrer Zeit, wo so gar kein gesellschaftlicher Rückhalt vorhanden war, hat sie für sich die sicherste Lösung gewählt.
Nie wieder vertrauen.

Du für dich im Hier und Heute kannst deine eigenen Entscheidungen mit den neuen Möglichkeiten der Gesellschaft treffen.
Spare Geld, lege es an, erhalte dir deine wirtschaftliche Unabhängigkeit, deine Gesundheit, körperlich und geistig und schau einfach mal, wer dich dabei begleiten und unterstützen möchte.

Aber vergiss nicht, wer die Hauptrolle spielt und nicht abhanden kommen darf - du.
Du bist der einzige Mensch, den du garantiert bis zum Lebensende ertragen musst. Mach es dir nett.

x 1 #57


hotte
@123456789

Ich muss zugeben das ich mir nicht alle Beiträge durchgelesen habe aber ich wollte unbedingt etwas mitgeben....

Ein emotionaler Mensch hat nach einer Trennung Wunden die erstmal heilen dürfen. Wir verarbeiten das erlebte und fangen an (oftmals) "unbewusst" unsere Ängste auf andere Menschen zu projizieren. Das Gefühl niemals wieder vertrauen zu können ist nichts anderes als eine Angst die sich in einem aufbaut. Die Angst davor wieder verletzt zu werden und vielleicht an der gleichen Stelle zu stehen die gerade so unfassbar schmerzt.

Ich erzähle es immer wieder, ich habe Anfang des Jahres, als ich vollkommen am Ende gewesen bin, für mich selbst eine Reihe von Entscheidungen getroffen. Eine davon war das ich mich nicht mehr von meinen Ängsten dominieren lassen möchte (ich hab ne diagnostizierte Angststörung) und eine andere war das ich mich weiterhin öffnen werde auch wenn die Gefahr besteht das ich wieder verletzt werde. Ja, ich wurde zwischendurch wieder verletzt aber ich bin besser damit klar gekommen weil es MEINE bewusste Entscheidung war die das ermöglicht hat.

Ich merke auch wie oft ich abwäge und "prüfe" ob irgendwas an meinem Gegenüber "ok" ist oder ob ich da vielleicht irgendwas übersehe oder so. Auch das ist normal, wie ich im Gespräch mit Freunden erfahren habe, die ähnliches bei sich beobachtet haben.

Es ist wie so oft im Leben... je merhr Risiko zu eingehst, desto höher ist der potentielle Gewinn (aber auch der Verlust). Wenn du dich vollauf öffnest, kannst du die Liebe deines Lebens finden (btw... ich höre aktuell immer wieder das Leute mir erzählen das die Beziehung nach einer langjährigen Ehe viel erfüllender ist). Du kannst aber natürlich auch wieder verletzt werden.

Auf der anderen Seite kannst du dir aber auch sehr viel schönes "verbauen" wenn du dich verschliesst. Dafür kannst du dann auch nicht verletzt werden (ob du damit glücklich wirst darfst du für dich selbst ergründen).

Villeicht ist es bei dir einfach noch nicht an der Zeit für diese Frage. Ich merke bei mir selbst wie viel sich innerhalb von 3 Monaten verändern kann wenn man ehrlich zu sich selbst ist und sich sowohl mit den eigenen Themen als auch den eigenen Bedürfnissen auseinander setzt.

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Zitat von Blind-Meg:
Das sind letztlich ja Konsequenzen von Entscheidungen und nicht etwas, das schicksalhaft einfach "passiert". Ich würde mich auf keinerlei ...

Klar, man hätte sich natürlich gegen die Familiengründung entscheiden können, um unabhängiger zu bleiben. Das ist legitim. Ich habe noch an die Familie als Modell geglaubt. Und ich glaube, ich tue es auch immer noch auch wenn mein Vertrauen stark erschüttert wurde

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Zitat von hotte:
@123456789 Ich muss zugeben das ich mir nicht alle Beiträge durchgelesen habe aber ich wollte unbedingt etwas mitgeben.... Ein emotionaler Mensch ...

Ja und vermutlich ist es auch normal, dass der Weg nicht linear verläuft. Auch ich habe im ersten Quartal 2026 riesen Fortschritte gemacht. Seit Ostern ungefähr stagniert es wieder oder geht teilweise sogar rückwärts. Das frustriert. Aber es stimmt ja: Hilft alles nichts. Weiter nach vorne schauen 😏

#60


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