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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Blind-Meg
Zitat von alleswirdbesser:
Aber vielleicht über die Fähigkeit 6 und Gefühle trennen zu können. Das wäre für mich vielleicht ein wichtiger Punkt, wenn es um die Passung ...

Das mit Sicherheit. Aber ich denke, diese Fähigkeit hat man oder man hat sie eben nicht, und Männer haben sie wahrscheinlich etwas häufiger als Frauen. Man sucht sich das nicht aus, ob man das trennen kann. Aber nur weil man es kann, bedeutet das ja nicht, dass man es auch ständig tun muss oder will.

Mein Partner kann mit Sicherheit Sex und Liebe trennen. Ich weiß nicht, ob ich das kann, weil ich es nie probiert habe.
Ich weiß aber von meinem Partner, dass die Tatsache, dass er mit mir (oder einer anderen) auch Sex ohne Liebe haben könnte, nicht bedeutet, dass er jetzt, in unserer Beziehung, Sex mit jemand anderem außer mir will.
Man kann natürlich einen Partner suchen, der Sex und Liebe nicht trennen kann, wenn man das für eine Passung voraussetzt. Wäre für mich aber kein Kriterium, nach dem ich filtern würde.

x 4 #346


alleswirdbesser
Zitat von Blind-Meg:
Wäre für mich aber kein Kriterium, nach dem ich filtern würde.

Ich glaube das weiß man sowieso erst nach einer gewisser Zeit, danach am Anfang zu filtern ist kaum möglich.

Mir geht es bei der Betrachtung viel mehr um die Beliebigkeit (Hauptsache 6), wenn man das so sagen darf. Für mich ist 6 etwas sehr Intimes und es ist mir wichtig wer es ist (der Mensch steht im Fokus), mit dem ich das teilen möchte. Auch habe ich so gar nichts davon, wenn keine Gefühle im Spiel sind (musste ich feststellen) und der andere ein Fremder. Und so möchte ich einen Partner, der ähnlich tickt.

x 4 #347


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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sonntag_morgen
Zitat von Blind-Meg:
Das mit Sicherheit. Aber ich denke, diese Fähigkeit hat man oder man hat sie eben nicht, und Männer haben sie wahrscheinlich etwas häufiger als Frauen. Man sucht sich das nicht aus, ob man das trennen kann. Aber nur weil man es kann, bedeutet das ja nicht, dass man es auch ständig tun muss oder will. Mein Partner ...

Und das könnte sich auch ändern. Ich meine, ob man Sex und Liebe trennen kann und/oder möchte - das muss nicht das ganze Leben lang so bleiben sondern könnte sich ändern.

x 3 #348


alleswirdbesser
Gut, die wilde Jugendzeit kann ich vielleicht noch vernachlässigen. Wobei sogar meine jüngste Tochter da genau hinschaut und Jungs, die Mädels wie Trophäen sammeln, sind für sie sofort eine red flag. Wenn sie einen kennenlernt und er schnell körperlich werden möchte (bei ihr ist es ein Kuss), beendet sie es. Sie möchte als Mensch wahrgenommen werden, möchte Interesse spüren an ihrer Person, möchte, wenn dann eine tiefere Verbindung aufbauen und ist sich für eine schnelle Nummer zu schade.

x 5 #349


So-What
Bzgl. Unsicherheit...
Ich finde schon auch, dass es ein Zeichen von Unsicherheit ist: Eifersucht, Kontrolle, Angst nicht zu genügen, Konkurrenz.
Das Zauberwort ist doch Vertrauen. Es wird mit rationalen Dingen erklärt (Geschlechtskrankheiten, Sprunghaftigkeit oder gar Treueabsichten). Aber letztendlich bleibt es Verlustangst beim Gegenüber, wofür der andere nichts kann.

Man sollte darauf vertrauen können, dass der (potenzielle) Partner verliebt ist oder gar liebt. Das ist ein Gefühl, dass man spüren kann, durch Taten, durch echte Intimität, Nähe...und dann springt auch niemand hin und her. Es geht m.M.n. um aktuelle Gefühle und wie tief diese sind, statt sexueller Vergangenheit. Da sollte man hingucken und auf das Bauchgefühl vertrauen. Wie viele eiern in ungesunden Beziehungen herum? Zu viel Distanz. Mittel zum Zweck.

In der Kennenlernphase dann so eine Frage zu stellen, würde mir also nicht helfen und ich würde diese auch nicht beantworten.

Zitat von NurBen:
Und ein Mann der bspw. Geringverdiener ist oder Schlachter bei Tönjes? Was hat das mit seiner Treue oder Tauglichkeit als Vater zu tun?

Nichts. Genauso wenig wie ein hoher BC bei Frauen. Dass es Frauen gibt, die darauf wert legen, steht außer Frage. Allerdings ist es genauso aus Unsicherheit. Unsicherheit vor der Zukunft (Familie vs. Finanzen), Außenwirkung, Selbstwerterhöhung durch die Leistungen des Partners usw.

Zitat von Worrior:
Wer Lust hat all die Allüren und Launen auszuhalten und Wunden zu heilen die sie sich bei Anderen geholt hat, weil diese nur das Eine wollten, merkten dass sie zugönglich ist und dann schnell gingen weil für sie so etwas als feste Partnerin nicht in Frage kam, der möge dies gerne tun.

Welche Wunden? Nicht jede Frau, die Sex mit einem Mann hatte und dieser ihr vorher oder hinterher nicht "bis, dass der Tod und scheidet" versprochen hat, braucht Beistand, einen Retter oder gar Therapie. Ich finde eine solche Aussage anmaßend. Und abwertend. Kleines schwaches Frauchen, verwundet von den triebgesteuerten Männern? Ich hoffe, diese Zeiten sind vorbei.

Zitat von NurBen:
Eine Frau die 2 langjährige Beziehungen hat kann doch genauso Sex mögen.

Ja, kann sie. Sie kann auch aber Sex mögen, wenn das mit den Beziehungen mal eine Zeit lang nicht geklappt hat. Auch dann kann sich manchmal ungeplant aus der Erregung ein gemischtes Doppel ergeben, wo man sich vielleicht vorübergehend auf Einzel eingestellt hatte. Oder muss man, um Sex zu haben, auf der Suche nach der großen Liebe sein?

Zitat von ElGatoRojo:
Warum ist ein hoher Bodycount der Frau eigentlich ein Vorteil? Nicht jetzt für die Frau selbst gemeint, sondern einen potentiellen Partner.

Hat ja niemand gesagt, dass es ein Vorteil ist. Ein geringer muss auch keinen Vorteil darstellen. Ich finde, man sollte das gar nicht in Vorteil und Nachteil "aufteilen". Es hat sich halt so ergeben. Es ist Teil der Lebensgeschichte. Jemand der Interesse an mir als Mensch hat, interessiert sich für diese ohne Wertung. Und damit muss man keine Zahl äußern. Und wenn ich das Gefühl habe, es ist Interesse und kein Verhör, muss ich auch nichts verheimlichen (ohne es letztendlich zu beziffern).

Aber natürlich darf und soll sogar jeder seine eigenen Standards festlegen. Und das Paar sollte dann auch zueinander passen. Das ist ein persönliches Thema, welches jeder mit sich selbst und mit dem Partner ausmachen muss. Aber jemand, der das wissen will, würde mich schon mal sehr irritieren.
Mein erster Gedanke ist in einem solchen Fall: Was muss ich jetzt sagen, dass er nicht um mich kreist wie ein Geier, weil er mir nicht über den Weg traut.
Es gibt nämlich viele männliche Exemplare, die Fragen stellen ohne die Antwort ertragen zu können, aber für sich keine Konsequenzen ziehen, sondern die Partnerin das mit Eifersucht ausbaden lassen. Umgekehrt aber genauso.

x 8 #350


QueenA
Zitat von alleswirdbesser:
Gut, die wilde Jugendzeit kann ich vielleicht noch vernachlässigen. Wobei sogar meine jüngste Tochter da genau hinschaut und Jungs, die Mädels wie ...

Kann ich für meine Kinder unterschreiben und völlig fein für mich. Die Große berichtet von Freundinnen, die es ähnlich so handhaben wie sie und gänzlich anderen, das sei kein Kriterium für ihre Freundschaften. So sehe ich das auch. In meinem Freundeskreis gibt es welche, die aktiv Spaß haben und andere die das nicht tun. Alles legitim und fände ich auch sehr persönlich. Da hätte jetzt keiner dem anderen was vorzuschreiben.

x 4 #351


NurBen
Zitat von So-What:
Ich finde schon auch, dass es ein Zeichen von Unsicherheit ist: Eifersucht, Kontrolle, Angst nicht zu genügen, Konkurrenz.
Das Zauberwort ist doch Vertrauen. Es wird mit rationalen Dingen erklärt (Geschlechtskrankheiten, Sprunghaftigkeit oder gar Treueabsichten). Aber letztendlich bleibt es Verlustangst beim Gegenüber, wofür der andere nichts kann.

Das habe ich hier bereits erläutert: hoher-bodycount-wichtig-oder-egal-t77451-s270.html#p4151461

Natürlich wird es mit rationalen Dingen erklärt.
In der Regel ist es ein inneres Gefühl der Abneigung und jemand der sich das nicht erklären kann, warum er so empfindet, sucht selbstverständlich nach einer rationalen Erklärung.
Im Grunde sind es ja Überbleibsel des Steinzeithirns.

Gleiches gilt ja auch bei
"Warum finden Frauen kleinere Männer unattraktiv"
Rational betrachtet ist es ebenfalls völlig belanglos. Denn noch spielt die Körpergröße für den Großteil der Frauen eine Rolle.
Und entsprechend wird nach einer "Rationalen Begründung" gesucht.

x 4 #352


S
Muss man es unbedingt pathologisieren, wenn ein Mann eine Frau mit hohem Bodycount ablehnt? Es ist doch seine Sache und es kann doch jeder für sich entscheiden, was er will, womit er klarkommt und womit nicht. Warum muss man da gleich mit "Unsicherheit", "Ego-Problemen" und solchem Kram kommen, anstatt es einfach zu akzeptieren? Vielleicht verträgt auch das Ego der Frau es nicht, aufgrund eines zu hohen BC abgelehnt zu werden. Mit Ablehnung muss man aber nunmal klarkommen, ohne dem anderen gleich sonstwelche Persönlichkeitsdefizite zu unterstellen. Man kann es auch einfach so akzeptieren.

Ich würde einen Mann mit sehr hohem BC übrigens auch ablehnen. Mir ist das einfach nix. Ich möchte für einen Mann schon noch etwas Besonderes sein und nicht nur die Nummer 39 nach 38 Vorgängerinnen auf seiner Eroberungsliste. Kann mir gerne einer dafür "Unsicherheit" oder "Ego-Probleme" unterstellen, wenn er das für sein eigenes Ego braucht. Von mir aus.

x 8 #353


ElGatoRojo
Zitat von Sternenguckerin:
Warum muss man da gleich mit "Unsicherheit", "Ego-Problemen" und solchem Kram kommen, anstatt es einfach zu akzeptieren?

Taktik der "Vorwärtsverteidigung" - manche Frauen glauben vermutlich, es sei nicht angebracht, Frauen generell zu kritisieren
Zitat von Sternenguckerin:
Vielleicht verträgt auch das Ego der Frau es nicht, aufgrund eines zu hohen BC abgelehnt zu werden.

Wobei es ja noch nicht einmal klar ist,ob "deswegen", es kann dies ja auch nur eine weitere Komponente sein, die seine Entscheidung für sie unsicher macht.

x 3 #354


F
Zitat von NurBen:
Muss man es unbedingt pathologisieren, wenn ein Mann eine Frau mit hohem Bodycount ablehnt

Ich denke, es ist auch abhängig, in welcher Phase des Kennenlernens das thematisiert wird.
Ist von vornherein das Vorleben bekannt, ist eine Ablehnung anders als wenn erst im Laufe der Beziehung das Vorleben zum Vorschein kommt und abgelehnt wird.

x 5 #355


Ragna
Zitat von Felica2024:
Ich denke, es ist auch abhängig, in welcher Phase des Kennenlernens das thematisiert wird. Ist von vornherein das Vorleben bekannt, ist eine ...

Richtig, die wenigsten werden ihr vergangenes Liebesleben in den ersten Wochen offen legen, Frauen schon einmal gar nicht den Eindruck erwecken wollen, sie sind "einfach zu haben" und nur dumme Männer prahlen mit ihren " Eroberungen"
Ein einigermaßen guter Beobachter kann in den ersten Wochen dennoch erkennen, wie diese Frau oder der Mann unterwegs ist und war, da mache ich mir keine Sorgen, man darf halt "der Liebe" wegen nicht wegschauen!

x 5 #356


So-What
Zitat von So-What:
Dass es Frauen gibt, die darauf wert legen, steht außer Frage. Allerdings ist es genauso aus Unsicherheit. Unsicherheit vor der Zukunft (Familie vs. Finanzen), Außenwirkung, Selbstwerterhöhung durch die Leistungen des Partners usw.

Zum Thema Frauen, die Männer mit gutem Job/Verdienst wählen, weil das @NurBen als Vergleich angebracht hat.


Zitat von ElGatoRojo:
Taktik der "Vorwärtsverteidigung" - manche Frauen glauben vermutlich, es sei nicht angebracht, Frauen generell zu kritisieren

Also nein.

Aber hier im Thema ging es ja um einen hohen BC bei Frauen.

Unsicherheit ist auch nicht unbedingt Kritik. Es gehört zu den meisten Menschen dazu. Jeder hat Triggerpunkte, die einen verunsichern. Aus Kindheit, Erfahrung… Manche akzeptieren das für sich selbst und reflektieren das. Das kann am
Ende auch so stehenbleiben. Es ist nicht alles „therapiebedürftig“. Man muss nur Menschen um
sich herum finden, die das verstehen und nicht gegen Dich verwenden oder sogar teilen. Niemand kann ein vollständig in sich ruhender Übermensch werden.

(Ich könnte jetzt natürlich auch hinterfragen, ob es eher ein Männerphänomen ist, dass Unsicherheit ein Attribut ist, welches sie für sich nie gelten lassen würden, sondern als Angriff auf ihre Männlichkeit verstehen wollen.)

x 2 #357


NurBen
Zitat von So-What:
(Ich könnte jetzt natürlich auch hinterfragen, ob es eher ein Männerphänomen ist, dass Unsicherheit ein Attribut ist, welches sie für sich nie gelten lassen würden, sondern als Angriff auf ihre Männlichkeit verstehen wollen.)

Und ich könnte jetzt natürlich auch hinterfragen, warum ein Mann als "Unsicher" abgestempelt wird, obwohl es offensichtlich die Frau ist, die sich durch die Thematik getriggert fühlt.

x 4 #358


E-Claire
Zitat von NurBen:
Und ich könnte jetzt natürlich auch hinterfragen, warum ein Mann als "Unsicher" abgestempelt wird, obwohl es offensichtlich die Frau ist, die sich durch die Thematik getriggert fühlt.

Sachliche Argumentation als getriggert darstellen zu wollen, finde ich lustig.

Ich würde da weniger emotional reagieren. 😉

x 4 #359


E-Claire
Präferenzen sind individuell. Jeder darf, kann, soll sich so ausleben wie er/sie möchte. Dass das bedeuten kann, dass man selbst einen möglichen Partner wegen des Vorlebens ausschließt, ist möglich, genauso wie man umgedreht eventuell ausgeschlossen wird.

Was problematisch ist, wäre jungen Frauen noch immer einreden zu wollen, dass es ein allgemeingültiges „Zuviel“ gibt. Und dass die Überschreitung des anerkannten Maß mit der wenig eindrucksvollen Konsequenz, dann wirst du nicht geheiratet, endet.

Umgedreht problematisch ist das Narrativ, dass Lebenserfolg eines Mannes sich an der Anzahl von Frauen, die sich für diesen interessieren, bestimmt. Zum Lebenserfolg gehört schon etwas anderes.

x 9 #360


A


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