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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Ragna
Zitat von QueenA:
Deshalb kann ich dieses Freundschaft plus-Konzept für mich persönlich nicht wirklich nachvollziehen.

Ist ja auch ok, es gibt Menschen die können damit sehr gut umgehen und empfinden Intimität als eine Bereicherung der tiefen Freundschaft.

x 1 #901


Blind-Meg
Zitat von QueenA:
Manchmal frage ich mich eher, wie Menschen wohl mit 80 auf ihr Leben zurückblicken. Denkt jemand mit eher wenigen Beziehungen vielleicht: „Ich bin ...

Ich bin für mich schon neugierig, wie es wäre, mit jemandem "einfach nur Sex" zu haben, ob als F+ oder als ONS. Ich glaube aber, dass ich dafür nicht geeignet bin. Und ich hätte zu viel Angst, mich dann doch zu verlieben. Insofern werde ich wohl auf diese Errfahrung verzichten. Ich sehe das für mich wie mit Dr0gen. Ich wäre durchaus neugierig, mal zu wissen, wie sich ein K0kainrausch anfühlt. Aber ich veruichte darauf, weil ich zu viel Amgst hätte, dass es mir (zu gut) gefällt. Ob ich auf dem Sterbebett damit dann zufrieden sein werde oder nicht, sehe ich ja dann. Ändern kann ich es dann aber eh nicht mehr.

x 2 #902


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Ragna
Zitat von Blind-Meg:
@QueenA Ich verstehe das zentrale Merkmal einer F+ eben die fehlende Exklusivität. Eine F+ mit Exklusivität ist doch das gleiche wie eine feste ...

Richtig ist, Fair Play geht vor, wenn im Kennenlernprozess offen kommuniziert wird, was möglich ist und beide hier einverstanden sind, finde ich das vollkommen ok.
Freundschaft plus kann sich auch aus einer langjährigen Freundschaft entwickeln, wenn beide mit der temporären zusätzlichen Intimität einverstanden sind.

x 1 #903


QueenA
@Ragna
Tatsächlich fühle ich das gerade ein bisschen.
Irgendwo zwischen „Ich werde einfach Nonne“ und „Vielleicht begegnet mir doch noch jemand, mit dem sich Leben leicht und richtig anfühlt“. 🙂
Ich glaube, je älter ich werde, desto weniger geht es mir um romantisierte Beziehung (20er: Familie gründen) sondern eher darum, ob sie wirklich Frieden, Tiefe und Echtheit in mein Leben bringt.

(Sry, offtopic)

x 1 #904


QueenA
Zitat von Blind-Meg:
Ich bin für mich schon neugierig, wie es wäre, mit jemandem "einfach nur Sex" zu haben, ob als F+ oder als ONS. Ich glaube aber, dass ich ...

Kann ich zu 100% nachempfinden 🙂
Ich halte mich aus Angst vorallem zurück was meinen Seelenfrieden oder mein Leben beeinträchtigen würde. Für mich dann definitiv ohne Reue später. Bin aber auch extrem der Typ alles oder nix.

x 2 #905


Ragna
Zitat von QueenA:
@Ragna Tatsächlich fühle ich das gerade ein bisschen. Irgendwo zwischen „Ich werde einfach Nonne“ und „Vielleicht begegnet mir doch noch ...

Das Alter und die Erfahrungen kann man ja nicht ausblenden, romantische Liebe aus dem Roman oder dem Kino, doch eher unwahrscheinlich ist. Das ist wohl ein Privileg der Jugend. Wie wissen ja mittlerweile, dass Liebe und Leidenschaft verblüht.

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QueenA
Zitat von Ragna:
Das Alter und die Erfahrungen kann man ja nicht ausblenden, romantische Liebe aus dem Roman oder dem Kino, doch eher unwahrscheinlich ist. Das ist ...

@Ragna
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen jugendlicher Verliebtheit und einer reiferen Form von Liebe. Das Kinohafte verblüht vielleicht tatsächlich irgendwann. Aber ich möchte trotzdem glauben, dass echte Verbundenheit, Wärme und das Gefühl von mit jemandem durchs Leben gehen wollen nicht an ein bestimmtes Alter gebunden sind.
Mein erster Impuls ist gerade:
Liebe und Leidenschaft gehören für mich weiterhin dazu unabhängig vom Alter. Man wird sehen 🙂

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Ragna
Zitat von QueenA:
@Ragna Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen jugendlicher Verliebtheit und einer reiferen Form von Liebe. Das Kinohafte verblüht ...

Leidenschaft ist ein muss, ansonsten ist es eine gute Freundschaft, was auch toll ist.

x 2 #908


Blind-Meg
Zitat von QueenA:
Aber ich möchte trotzdem glauben, dass echte Verbundenheit, Wärme und das Gefühl von mit jemandem durchs Leben gehen wollen nicht an ein bestimmtes Alter gebunden sind.

Ich glaube, sowas ist tatsächlich an ein Alter gebunden, und zwar an ein fortgeschrittenes. Mit der Jugendliebe und dem 1. längeren Partner ehrr selten (es sei denn, man erwischt so früh zufällig jemanden, der wirklich gut passt). Aber mit den danach folgenden Erfahrungen, nach einer Trennung oder gar Scheidung, da hat man viel über sich gelernt und über den Umgang mit Erwartungen, und auch, welche Eigenschaften ein Partner unbedingt oder auf keinen Fall haben sollte. Und mlt dem Partner, den man dann findet, mit all dem Wissen und all den Erfahrungen, mit dem kann es dann richtig schön werden.

Als junger Mensch strebt man eine Partnerschaft an mit dem Menschen, der einem am besten gefällt. Nach einer Trennung und mlt mehr Lebenserfahrung rückt dann in den Vordergrund, wer zu einem passt (wobei einander gefallen muss man natürlich auch weiterhin!), und dann ist eine ganz andere Art der Verbindung möglich.

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Plague
Zitat von Ragna:
Leidenschaft ist ein muss, ansonsten ist es eine gute Freundschaft, was auch toll ist

Robert Sternberg konnte schon vor 30 Jahren zeigen, dass das Geheimnis erfolgreicher Langzeitbeziehungen vor allem in der Kombination von Intimacy (Vertrautheit) und Commitment (Verbundenheit) liegt, während die im Laufe der Zeit abnehmende Leidenschaft eine nicht mehr so entscheidende Rolle spielt.

#910


Ragna
Zitat von Plague:
Robert Sternberg konnte schon vor 30 Jahren zeigen, dass das Geheimnis erfolgreicher Langzeitbeziehungen vor allem in der Kombination von Intimacy ...

Ja, aber ohne Leidenschaft wird es schwierig dahin zu kommen 😉

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Blind-Meg
Zitat von Ragna:
Ja, aber ohne Leidenschaft wird es schwierig dahin zu kommen 😉

Bitte nicht verwechseln: Intimität/Intimacy hat NICHTS mit Sex zu tun! Das wird so oft gleichgesetzt oder synonym verwendet, dabei hat es null miteinander zu tun.
Intimität ist Verbundenheit, emotionale Nähe, sich öffnen, Vertrautheit, Authentizität, sich dem anderen so zeigen wie man ist und aufeinander eingehen. Man kann sehr intime Verbindungen eingehen und pflegen, ohne überhaupt im selben Raum zu sein.

x 1 #912


So-What
Zitat von Blind-Meg:
Ich glaube, sowas ist tatsächlich an ein Alter gebunden, und zwar an ein fortgeschrittenes. Mit der Jugendliebe und dem 1. längeren Partner ehrr selten (es sei denn, man erwischt so früh zufällig jemanden, der wirklich gut passt). Aber mit den danach folgenden Erfahrungen, nach einer Trennung oder gar Scheidung, da hat man viel über sich gelernt und über den Umgang mit Erwartungen, und auch, welche Eigenschaften ein Partner unbedingt oder auf keinen Fall haben sollte. Und mlt dem Partner, den man dann findet, mit all dem Wissen und all den Erfahrungen, mit dem kann es dann richtig schön werden.

Ich glaube, dass es drei Arten von Beziehungen gibt. Die Jugendbeziehung, die Elternbeziehung und die Erwachsenenbeziehung.

Die Jugendbeziehung ist eher unbeschwert und noch weitgehend frei von größeren Alltagssorgen.

Die Elternbeziehung ist die schwierigste, weil man als Paar lernen muss, dass man nicht mehr nur für sich verantwortlich ist und sie birgt viel Alltagsstress und Organisation, viele Risiken und Sorgen, die die Paarbeziehung belasten können. Nicht selten sind sie dafür da um sich selbst zu verwirklichen (Eigenheim, Kinder, Hund, Umfeld). Manche fassen zu dieser Zeit erst so richtig Fuß im Job oder orientieren sich um. Nicht wenige trennen sich in oder am Ende dieser Zeit. Oder beginnen Affären.

Bei der Erwachsenenbeziehung ist es so, dass man sich ganz schön entwickelt hat und gereift ist, manchmal auch durch eine Trennung/Scheidung. Die Kinder haben sich so weit entwickelt, dass sie selbstständig sind und man kann wieder Zweisamkeit genießen und neue Welten erkunden. Man hat wieder mehr Zeit für sich und den Partner. Man hat gelernt, dass im Leben nichts selbstverständlich ist und einfach so dahinplätschern muss.

Wer alle diese drei Beziehungen glücklich mit dem selben Partner durchleben kann, hat Glück gehabt. Das schafft man, wenn man im Austausch bleibt und sich gemeinsam entwickelt, sich gegenseitig den Rücken stärkt, wertschätzt und sich Aufmerksamkeit schenkt. Vor allem auch die Sorgen des anderen Ernst nimmt und sich ohne Einschränkungen respektiert Dann bleibt auch das Körperliche automatisch am Leben.

Sollte man eine Erwachsenbeziehung neu eingehen, weil es vorher zur Trennung kam, hat diese andere Voraussetzungen, weil man sich eben viel mehr auf sich und den Partner konzentrieren kann als vorher und als Mensch schon ziemlich "fertig" ist, indem man weiß, was man will und nicht will. Was gut war und schlecht war. Was man selbst verbockt hat und nichts selbstverständlich ist. Oft steht man dann auch selbstbewusst und routiniert im Berufsleben. Weniger Überraschungen, weniger Hektik.

Soweit meine Theorie.

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