Zitat von Douru: Und da ist es doch wunderbar für ihn, wenn der Junge beim Umzug hilft. Ich würde unter einem guten Vaterverhältnis etwas anderes verstehen.
Vermutlich Dein Sohn auch. Aber er liebt seinen Vater und nimmt das, was er bekommt.
Zitat von ElGatoRojo: Wenn du die Hilfe deines Sohnes für den Vater quasi als "Verrat" an dir betrachtest, so engst du ihn unzulässig ein.
So sehr ich Dich verstehe, aber das sehe ich genauso. Du schiebst Euren Sohn zwischen Baum und Borke, es könnte ihn zerdrücken.
Zitat von Douru: Ich habe meinen Kindern im Vorfeld gesagt, dass mich eine Hilfe bei dem Umzug sehr verletzen würde.
Ich denke, das wissen sie. Aber sie wägen ab und wollen den Kontakt zum Vater. Mit solchen Aussagen förderst Du nur Unaufrichtigkeit. Bevor sie Mama vielleicht verletzen, erzählen sie das nächste Mal halt nix mehr...
Zitat von Douru: Es ist mir klar, dass sie Kontakt haben wollen und auch, dass sie die neue Frau kennenlernen und mit ihr umgehen werden.
Ja vielleicht. Vielleicht auch nicht - oder zumindest nicht so schnell. Sei froh, dass 600 km dazwischen liegen.
Zitat von Douru: Ich hätte mir an der Stelle Loyalität gewünscht und dass mein Sohn nicht mithilft.
Dein Kind muss nicht loyal sein; es liebt Mutter und Vater. Aber evtl, ist er es trotzdem. Mach das doch bitte nicht am Kisten schleppen fest. Die Bindung, die zwischen Dir und Deinen Kindern besteht, ist dadurch ja nicht plötzlich weg.
Zitat von Uccia: Das Gerede von Eltern und Partnerebene kann ich auch nicht mehr hören.
Das mag ja sein, dass Du es nicht mehr hören kannst. Trotzdem bleibt es wahr. Wenn Eltern sich trennen, dann sollten die Kinder nicht in Gewissenskonflikte gebracht werden, denn das gehört eindeutig auf die Paarebene. Im Idealfall wird ihnen vermittelt und gezeigt, dass die Eltern sie immer weiterlieben werden, auch wenn sie sich nicht mehr als Paar lieben.
Zitat von Uccia: Mein Sohn war 18 bei der Trennung. Nun beginnt der Ex langsam den Konrakt wiederherzustellen. Und was soll ich sagen, mein Sohn freut sich.
Wär es Dir lieber gewesen, wenn er auf immer und ewig den Kontakt zu seinem Vater eingestellt hätte?Stellvertretend und rächend für Dich?
Zitat von Uccia: Wie soll man sonst gewisse Werte und Prinzipien dem Nachwuchs vermitteln?
Naja, mit 18 ist das Wichtigste schon vermittelt, sonst wäre es eh zu spät.
@Douru und @Uccia - ich verstehe Eure Sicht durchaus. In der ersten Wut habe ich damals möglicherweise genauso gedacht

. Aber das ließ dann auch recht schnell nach. Wie Ihr hatte ich "Glück", dass die Trennung nicht mit einem Kleinkind erfolgte und Next nicht auch noch Ersatzmama spielen konnte. Das, was zwischen mir und meinem Kind besteht, kann mir ganz gewiss keine andere Frau nehmen. Das kann auch der Vater nicht. Der bedient ganz andere Felder als ich und ist nicht mit mir in Konkurrenz (hat aber auch ein wenig gedauert, bis ich das kapiert habe...)