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Ich glaube so langsam den Verstand zu verlieren

FrauDrachin


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Hallo Sommerblume,

ich hatte gestern einen spannenden Gedanken, ich hab über den Tod nachgedacht, und was ich wohl machen würde, wenn ich wüßte, dass es in absehbarer Zeit aus ist, mit mir.

Jaaaa.... schwere Kost, ich weiß.

Also, ich hatte folgenden Gedanken, dass es dem Tod sch...egal ist, ob ich traurig bin, wütend bin, was auch immer. Es passiert, was passiert. Folglich, wenn ich es eh nicht ändern kann, wäre es wünschenswert, möglichst bald möglichst glücklich zu sein, ich helfe ja niemandem, indem ich unglücklich bin, am wenigsten mir selber.

Und dann ist mir aufgefallen, dass es ja irgendwie das gleiche ist, wie mit Nochmann: Was der denkt, tut, meint, will, wie er mich und die gemeinsame Zeit bewertet... hab ich nicht den geringsten Einfluss drauf. Wie das "Schicksal": ich kann es entweder gleichmütig und lächelnd, oder kämpfend und wütend hinnehmen. Es wird sich nicht ändern. Die Frage ist nur, was ist besser für mich.

Naja, ist schon ein bischen philosophisch, und braucht vermutlich einfach auch viel Zeit um dahinzukommen, die meiste Zeit bin ich meilenweit davon entfernt, aber ich mochte den Gedanken. Ein Ziel, auf das es sich hinzuarbeiten lohnt.

04.03.2021 13:22 • x 3 #376


Tatiana

Tatiana


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Luckyslevin, du bist echt lieb:) Das nur mal so am Rande.

Sommerblume-

1. Seh das jetzt nicht als 'Wir werden uns jetzt nie aussprechen, das nie zwischen uns klären'. Also nicht so endgültig sehen. Wenn er sich wieder beruhigt hat, und du von ihm weg gekommen bist, lässt sich sicher auch nochmal ein Gespräch machen, wo man Dinge klären kann, such aussprechen und so.

2. Ich glaube, du siehst das Ganze vielleicht immer noch als eine Art 'ich war nicht X oder Y genug- deswegen sind wir getrennt'. Er war halt nicht in mich verliebt, so wie ich in ihn. Weiß nicht, ob ich das richtig deute.
Ihr seid nicht mehr zusammen und er zieht jetzt ab, was er abzieht und ihm reichten 3x pro Woche qus gleichem Grund. Es lag an Prozessen und Dynamiken, nicht an dir. Nicht an dir.

04.03.2021 15:46 • x 2 #377



Ich glaube so langsam den Verstand zu verlieren

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Sommerblume_94

Sommerblume_94


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Ihr drei

Danke für euer Feedback.
Lucky, dein Beitrag hat mich etwas sprachlos gemacht. Habe ihn so 1:1 an ne Freundin weitergeleitet, die aktuell auch Kummer hat. Es gibt sehr sehr viel Hoffnung was du da schreibst. Aktuell fühlen sich die Erfahrungen der letzten 2-3 Jahre schrecklich und wenig gewinnbringend an, aber ich werde alles daran setzen, dass es so kommt wie du prophezeit hast.

Was mich sehr entlastet ist der Gedanke von dir und Tatiana, dass er ja immer noch existiert und sich die Wege sicher vielleicht nochmal kreuzen. Und sei es nur ein Blick wenn wir uns irgendwo begegnen. Es ist natürlich traurig, nicht zu wissen ob es je so kommt und ob wir vielleicht irgendwann beide sagen können dass wir uns immer noch schätzen und da damals einfach unsagbar viel schief gelaufen ist. Irgendwo hoffe ich auch, dass es mir vielleicht einfach egal wird. So war es zumindest immer in meiner Vergangenheit. Habe schon öfter Kummer gehabt wegen Männern, aber dann meist irgendwann wirklich komplett abschließen können. Bei jedem. Nur bei ihm zieht sich das so und geht so unsagbar tief. Diese Verbundenheit ist nach wie vor da. Das ist einfach Mist. Egal was er getan hat.

Zum Thema Tod liebe Frau Drachin. Eine Freundin meiner Mutter ist die Tage verstorben. An Krebs. Sie waren damals gemeinsam in Behandlung. Zur gleichen Zeit. Oh mann hat uns das allen zugesetzt. Mir wurde nochmals bewusst wie viel Glück meine Mutter bisher hatte, dass es ihr heute wieder so gut geht. Und auch wie ich mich damals gefühlt habe. Wirklich Todesangst um die Mutter zu haben. Was das auch mit mir gemacht hat. Und in dem Moment war ich wütend auf ihn. Dafür dass er mich 2 Tage vor Weihnachten einfach alleine gelassen hat. Ich weiß er war nicht mein Retter in dieser Zeit, auch wenn ich das damals so gesehen hatte. Aber danach hinzugehen und mich weiter für seine Befriedigung zu nutzen, wohlwissend in welcher Situation ich bzgl meiner Mutter stecke und welche Hoffnung ich hatte dass wir nochmals zusammenkommen. Das macht mich wütend. So eine Belastung ist für eine junge Beziehung sehr viel. Das weiß ich. Aber man hätte anders agieren können. Reden können. Dass es ihm zu viel wird. Etc.
Er hat mich einfach hängen lassen, dann noch ausgenutzt und behauptet ich wäre an allem Schuld. Ja in diesen Momenten bin ich sauer. Weil ich wohl auch zu sehr von mir auf andere schließe. Ich hätte mich niemals so verhalten können. Wenn ich sehe wie ein Mensch leidet.
Lucky, wahrscheinlich hast du Recht. Er ist charismatisch, ein mega Geschäftsmann (hat mit 22 die Firma übernommen), sehr analytisch im Charakter und wirkt super erwachsen. Aber was er wenig hat ist Empathie und die wirkliche Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen. Das auf jeden Fall. Er konnte nie verstehen warum die Sache mit meiner Mutter mich so fertig macht. Hatte er doch so gar kein gutes Verhältnis z.B. zu seinem Vater. Vielleicht liebe ich auch generell tiefer als andere Menschen und es liegt gar nicht an ihm, sondern daran dass ich generell anders ticke. Ich weiß es nicht.
Ansonsten verstehe ich deine Gedankengänge absolut. Life is short. Es ist einfach so. Und loslassen bzw. Glück bedeutet wohl bedingungslose Akzeptanz und auf das zu vertrauen, was da im Leben noch auf alle von uns wartet. Gar nicht so einfach, oder.
Durch die Therapie wurde mir jetzt auch bewusst wie schwer es mir fällt Kontrolle abzugeben. Ich war als Kind schon super durchsetzungsstark und diskutierfreudig. Meine Eltern haben oft kapituliert. Und so auch in meinen Beziehungen. Leider gibt es Dinge wie Krankheiten (mutter) oder Trennungen, die man nicht kontrollieren kann. Man kann nichts tun. Außer akzeptieren. Sowas fällt mir so unfassbar schwer. Habe ich doch gelernt, dass ich auf Deutsch gesagt "immer mit Wille noch was reißen kann". Wenn dann noch sowas wie Schuld ins Spiel kommt ist es noch schwerer etwas zu akzeptieren,


Lernen klappt aktuell mehr schlecht als recht. Es ist krass zu sehen rückblickend was ich für ein Gespür für zukünftige Ereignisse habe/ hatte. Ich habe mich gestern erinnert, dass ich ihn im November, also vor gut 4 Monaten sagte, dass ich bald wieder in die Prüfungsphase käme und mir diese letzte Klausurenphase im Master viel abverlangen wird. Dass ich ihn bitte, falls er wisse, dass es mit uns nichts mehr wird es jetzt zu beenden statt im Frühjahr, wenn ich mitten da drinne stecke. Und auch, falls es ne andere Frau gibt einfach wirklich nen Schlusstrich zu ziehen. Ich spürte es also damals schon. Und was war. 2 Monate später trat es jetzt genauso ein. Dennoch werde ich versuchen die Prüfungen zu rocken. Ich sehe nicht ein dass die ganze Geschichte noch mehr Schaden annimmt als eh schon.

Dynamiken Tatiana. Darüber mache ich mir die Tage auch viele Gedanken. Sie sind ja irgendwie immer da. Sei es in Freundschaften oder Beziehungen. Oft wirkt alles phasenhaft so monoton. Und plötzlich eine kleine Entscheidung, ein Ereignis. Alles ist anders. Man streitet. Man entwickelt Distanz. Oder man rückt zusammen. Rückblickend schwer zu verstehen wie das jetzt alles so kommen konnte. Anfangs alles harmonisch, es wirkte so als würde es niemals enden. Und dann passieren Dinge, von denen man bewusst gar nichts mitbekommt und schwupps ist alles vorbei. Niemals hätte ich mir erträumen lassen dass das hier so in na Katastrophe endet. Niemals. Aber ich denke ihr alle nicht.

Körperlich hänge ich leider aktuell auch ziemlich durch. Beim Coronatest wurde entdeckt, dass ich ein Loch in der Nasenscheidewand habe. Ursache unklar. Muss jetzt ins CT, weitere Abklärung und als Therapie kommt wohl nur ne aufwändige OP in Frage. Naja. Nicht schön, aber nicht zu ändern. So Dinge hauen mich mittlerweile viel weniger um als früher. Und vielleicht holt sich mein Körper jetzt das zurück, was ich ihm vor allem das letzte Jahr über zugemutet habe. Alles in allem kann ich sagen, dass ich aktuell nochmal etwas durchhänge. Einsamkeit, Coronakoller, ich weiß ja auch nicht. Nach wie vor dieses mega dumme Gefühl dass es das für mich beziehungstechnisch einfach gewesen ist. Andererseits sehe ich nun auf einmal Dinge, die ich vorher nicht gesehen habe. Dass durch die Sache mit ihm einfach tiefergehende Sachen in mir getriggert wurden.
Wie ich letztens schon schrieb. Die starke Liebe kam erst als er weg war. So stark, dass es mir schon fast unheimlich ist. Tief, tiefer, am tiefsten.
Fakt dabei ist, dass er genau die Charaktereigenschaften hat, die mir fehlen (im hier und jetzt leben, locker leicht sein, rational, nichts drauf geben was andere denken). Das hat auf jeden Fall Abhängigkeit getriggert. Andererseits ist er optisch so genau das was ich immer wollte. Meine Grundschulliebe (da war ich 6 jahre alt) sieht ihm super ähnlich. Dunkle Haare, groß, dunkler Teint (er hat nen südländischen Touch, trotz 100% deutscher Wurzeln). Hab immer gesagt ,,mein kleiner Spanier" . Dazu kam dass er in meiner Nähe wohnt, schlau ist, im Leben steht.
UND. Was finde ich auch ungemein verbindet. Wir haben beim ersten Treffen schon festgestellt dass wir unsagbar viele gemeinsame Leute kennen, und das, obwohl wir uns vorher nie begegnet waren. Das hat direkt am Anfang so super viel Vertrautheit geschaffen. So ne Art gemeinsame Geschichte, direkt zu Beginn. Wisst ihr was ich meine? Das hat diese Anfangszeit noch viel vertrauter gemacht. Es gibt ja laut Forschung bei Beziehungen auch immer diese Anfangsstory. Und man hat wohl herausgefunden, dass innige Beziehungen oft darauf beruhen, dass man so ne möglichst mysteriöse Kennenlernzeit hatte. Bzw mystisch. Das trifft bei uns definitiv zu. War wohl mit ein Grund, warum ich schon beim zweiten Treffen die Freunde kennen lernte.
Beim dritten dann die Wohnung, beim 5. den Fußballverein etc. Es war direkt sehr tight bei uns. Andererseits hat er sich immer Türchen offen gehalten.
Wenn ich mit Freundinnen über unsere Kennenlernzeit spreche erzählen die oft ganz anders von z.B. gemeinsam besuchten Stadtfesten. Er sei laut ihnen super distanziert gewesen, hätte sich nicht zu mir bekannt. Ich hab diese Situationen rückblickend teils ganz anders in Erinnerungen.
Auf der einen Seite dieses Invest von einer Seite direkt sehr schnell. Direkt Freunde, Familie vorgestellt etc. Auf der anderen Seite sich nach 4 Monaten Dating noch auf Datingapps zu bewegen und Geschenke von fremden Frauen zu erhalten. Das waren wohl die 2 Seiten an ihm, die mich so unsicher gemacht und schlussendlich so misstrauisch und eifersüchtig gemacht haben. Einfach verwirrend damals.

04.03.2021 20:24 • #378


Clara_

Clara_


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Zitat von Sommerblume_94:
Er ist charismatisch, ein mega Geschäftsmann (hat mit 22 die Firma übernommen), sehr analytisch im Charakter und wirkt super erwachsen. Aber was er wenig hat ist Empathie und die wirkliche Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen. Das auf jeden Fall. Er konnte nie verstehen warum die Sache mit meiner Mutter mich so fertig macht. Hatte er doch so gar kein gutes Verhältnis z.B. zu seinem Vater. Vielleicht liebe ich auch generell tiefer als andere Menschen und es liegt gar nicht an ihm, sondern daran dass ich generell anders ticke. Ich weiß es nicht.


Du liebst nicht tiefer als andere Menschen, du hast ihn einfach mehr geliebt als dich selbst und er dich nicht wirklich. Sobald sowas passiert kommt nur Mist bei raus.

Hättest du dich selbst nicht derart ungesund von ihm abhängig gemacht, hättest du ihm einen Schuh in den Allerwertesten verpasst, sobald er dich bei dem Thema mit deiner Mutter hängengelassen hat sowie bei Knallern zuvor sowie danach. Hast du aber nicht, obwohl du intuitiv bereits gewusst hast was dich erwartet.

Liebe ist im Prinzip relativ einfach gestrickt: Du kannst nur so sehr geliebt werden, wie du dich selbst liebst!

Du liebst dich auch nach wie vor kein Stück, stattdessen stalkst du, hast Pseudomitleid mit Next, das in Wirklichkeit dir selbst gewidmet ist (die nicht zu vergessen, ebenso behandelt wird wie du, weil sie demnach auch kein Selbstwertgefühl hat) reimst dir eine Phantasiewelt zusammen die es mit niemals gegeben hätte, im Sinne von hätte ich so und so reagiert.

Er bleibt so, er will keine großartigen Verpflichtungen und das wird sich auch nicht ändern und du warst viel zu torelant in jeglicher Hinsicht.

Lernst du das jetzt, wird es beim nächsten Freund nicht anders sein und wärst somit eine Kandidatin die jammert, dass alle Männer doof sind, wobei es im Grunde genommen an dir selbst liegt, weil deine Grenzen permanent überschritten werden und du auch noch Danke dafür sagst!

04.03.2021 23:09 • x 3 #379


FrauDrachin


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Zitat von Sommerblume_94:
Durch die Therapie wurde mir jetzt auch bewusst wie schwer es mir fällt Kontrolle abzugeben. Ich war als Kind schon super durchsetzungsstark und diskutierfreudig. Meine Eltern haben oft kapituliert. Und so auch in meinen Beziehungen. Leider gibt es Dinge wie Krankheiten (mutter) oder Trennungen, die man nicht kontrollieren kann. Man kann nichts tun. Außer akzeptieren. Sowas fällt mir so unfassbar schwer. Habe ich doch gelernt, dass ich auf Deutsch gesagt "immer mit Wille noch was reißen kann". Wenn dann noch sowas wie Schuld ins Spiel kommt ist es noch schwerer etwas zu akzeptieren,


Jep, klingt als würde es das ganz gut zusammenfassen.

Zitat von Sommerblume_94:
Wie ich letztens schon schrieb. Die starke Liebe kam erst als er weg war. So stark, dass es mir schon fast unheimlich ist. Tief, tiefer, am tiefsten.


Was für mich im Klartext bedeutet, es ging nicht primär um ihn, sondern um etwas anderes. Wenn es um ihn ginge, hättest du ihn schon während der Beziehung so geliebt.
Es ging nicht mehr um Liebe, sondern, wie du oben schreibst, um Kontrolle, Schuld...
Das gute ist: An diesen Baustellen kannst du arbeiten.

Nur weiter!

04.03.2021 23:51 • #380


Sommerblume_94

Sommerblume_94


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Liebe Clara, liebe Frau Drachin,

ihr habt auf jeden Fall beide Recht. An Selbstliebe mangelt es NOCH enorm. Auch wenn ich aktuell finde ich schon Fortschritte mache.

Ich glaube es kam ein wenig falsch rüber bzgl dessen dass ich ihn während der Beziehung nicht geliebt hätte. Das stimmt nicht. Ich war ja vorher (selbstgewählt) 3 Jahre alleine und bin niemand der sich in Beziehungen stürzt um nicht allein zu sein. Für mich muss da schon viel viel passen. Und das war bei ihm auf jeden Fall so. War ja auch am Anfang wirklich sehr happy und hatte das Gefühl nun alles zu haben was ich mir immer gewünscht hatte. Nur kamen eben diese ganz ganz krassen Gefühle irgendwie erst nach der Trennung. Auch wenn ich vorher schon echt verliebt war.

Leider hat diese ganze Sache Seiten an mir hervorgebracht die ich so nicht von mir kannte und an denen ich definitiv arbeiten muss. Er hat massiv Mist gebaut, ja, aber ich habe mich ja auch oft falsch verhalten. Für einiges schäme ich mich echt. Zum Einen für meine Zwanghaftigkeit in der Beziehung inkl. ihn zwingen andere Frauen auf social media zu löschen z.B. ( ). Zum Anderen für mein bedürftiges Verhalten danach. Oh mann habe ich mich so zum Horst gemacht.
Es ist schade dass ich wohl diese Sache gebraucht habe um wirklich mal richtig an mir zu arbeiten. Sowohl Selbstliebe als auch Impulsivität etc. Es hätte vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt was wirklich großes aus uns werden können. Aber ich hoffe dass es so kommt wie ihr alle sagt und ich irgendwann wirklich sagen kann dass sich all das "gelohnt" hat.

Habe gestern gelesen dass Verliebtheit ja irgendwie ne Krankheit ist. Fand ich ganz amüsant. Immerhin kann ich auf jeden Fall behaupten erst so langsam mal wieder zurück zu mir zu finden. Als wäre ich die letzten 2 Jahre irgendwie abwesend gewesen. Auch was einem das Gehirn bzw. die eigenen Emotionen da spüren lassen, irgendwie verrückt. Gerade dieses ,,auf ein Podest stellen" und alles viel positiver zu sehen als es war. Schon komisch, immerhin spielt uns da allen der eigene Kopf einen Streich.
Bei mir hält sich diese Krankheit auf jeden Fall bislang hartnäckig. Aber es geht ja bekanntlich immer weiter. Liebe Grüße

05.03.2021 11:15 • x 1 #381


Clara_

Clara_


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Zitat von Sommerblume_94:
Leider hat diese ganze Sache Seiten an mir hervorgebracht die ich so nicht von mir kannte und an denen ich definitiv arbeiten muss. Er hat massiv Mist gebaut, ja, aber ich habe mich ja auch oft falsch verhalten. Für einiges schäme ich mich echt. Zum Einen für meine Zwanghaftigkeit in der Beziehung inkl. ihn zwingen andere Frauen auf social media zu löschen z.B. ( ). Zum Anderen für mein bedürftiges Verhalten danach. Oh mann habe ich mich so zum Horst gemacht.


Versuch es doch mal positiv zu sehen: Er wurde dir vor die Nase gehalten, damit du siehst was bei dir noch schief läuft und in Angriff genommen werden muss!

Zitat von Sommerblume_94:
Es hätte vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt was wirklich großes aus uns werden können.


Ganz sicher nicht, denn scheinbar ist er kein wirklich guter Mensch! Klar wird er tief im Inneren auch seine guten Seiten haben, allerdings steht an erster Stelle sein persönliches Wohlergehen, deshalb geht er mit Menschen so um wie er mit dir und Next das getan hat und das in Zukunft auch tun wird, sofern er seine Lektion nicht lernt.

Deine Aufgabe ist es somit in Zukunft solche Menschen zu erkennen und vorab auszusortieren, anstatt sich auf Egospielchen einzulassen, die mit echter Liebe an sich nichts zu tun haben. Deine Fehlinterpretation von tiefer Liebe ihm gegenüber hängt nämlich auch damit zusammen, denn wenn du die Summe seiner unguten Taten, die es in einer gesunden Beziehungsform definitiv nicht gibt zusammenzählst, deinem inneren verletzen Kind das Steuer aus der Hand nehmen würdest, würdest du auch erkennen, dass er überhaupt nichts bietet, was auch nur eine deiner Tränen rechtfertigt und er dir im Grunde genommen einen Gefallen getan hat dich freizulassen und dir somit die Chance gibt, den wirklich richtigen Partner zu finden, anstatt weiterhin deine Zeit zu verplempern!

05.03.2021 11:55 • x 1 #382


Tatiana

Tatiana


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Ein paar Punkte

* Du wirst mir Folgendes jetzt nie glauben, weil es komplett gegen das geht, was du fühlst und du wirst denken "Ja, du kennst mich ja nicht, ihn nicht und auch unsere story nicht". Aber das, was du sagst mit dem "Es wurde erst so richtig krass Liebe, als es vorbei war" sagt mir, dass es nicht wirklich "Liebe" ist, wovon wir hier reden, sondern activated attachment. Immer, wenn es um so intensive hoch/tief's geht, ist es attachment, nicht Liebe. Liebe = ruhiges Gefühl. In sich ruhend. Konstant. Fast langweilig.
Wenn man so Sprünge wahrnimmt, wie du es auch in der Beziehung getan hast, ist das erstmal eine attachment-Reaktion. Also: Dein Gehirn nimmt wahr, er zog sich vor einer Sekunde zurück--Angst bei dir aktiviert--du willst ihn mehr. Wenn so was oft passiert, diese Auf und Ab's, interpretieren wir das als große "Leidenschaft", tiefe Liebe--- denn wer sonst hat uns schon SO sehr JEMALS dieses "Ich will ihn" fühlen lassen? Und dann kommt dazu, wenn er dann auch wirklich erwiedert hat. Uff, das ist dann wie He roin. Puhhh, Gott sein Dank, er hat mir doch zurückgeschrieben. Und WOW, was das dann für eine Erleichterung ist. -----Häufen sich die Momente, interpretiert man das als riesen Leidenschaft und wohlmöglich als Love of the century, Romeo und Juliet-level.

Macht das Sinn? Es tut mir auch ehrlich leid, das zu sagen, weil es einen touch von "Ich will deine großen Gefühle minimieren" hat und das hat niemand gerne- Ich würde es hassen, wenn du mir das schreiben würdest, inmitten vom größten Liebeskummer everrr. Nach dem Motto "Du weißt nicht, wie sehr ich hier leide". "Und wer definiert überhaupt Liebe.- bedeutet doch sicher für jeden etwas anderes". Das verstehe ich total, du darfst mich auch etwas hassen dafür- Ich will deine Gefühle nicht minimieren. Die sind echt. Du leidest sicher teilweise wie ein Hund. Das ist alles echt und echt intensiv. Aber ich würde die Intensivität eben nicht unbedingt als "Liebe" interpretieren. Eher als großes Verlangen. Als großen Bedarf. Den er für eine Zeit lang gedeckt hat- ab und zu.


*Schön, dass du etwas Erleichterung in dem Gedanken findest, dass es jetzt nicht alles endgültig ist. So wie ich ihn einschätze, kann er auch gar nicht anders. Er möchte ja unbedingt als Mr "No worries" rüberkommen und allein deswegen wird er schon irgendwann Haltung "Mich kratzt es jetzt nicht- klar können wir uns auf ein B. treffen" annehmen, wenn genug Zeit vergangen ist. Auch genießt er die Power, dieses Spielchen "kann ich sie noch haben?" zu sehr. Es wird ihn reizen, zu sehen, ob er dich trotz allem noch in seinen kleinen Kosmos ziehen kann, irgendwann.

*SEHR gut, dass du jetzt mal sauer auf ihn wirst, wegen der Sache mit Weihnachten und deiner Mutter damals. Ist mir ganz egal, ob ihr einen Tag, einen Monat oder ein Jahr zusammen wart, an dem Punkt. So was macht man nicht- nicht mal unter Freunden. Da hat er dir einfach wieder gezeigt, wie er tickt "Erwarte nichts von mir. Wenn du etwas von mir brauchst, emotional gesehen, muss ich leider rennen, so schnell ich kann. Ich kann das einfach nicht".

Und last but not least tut es mir leid, das mit der OP zuhören. Keiner braucht "auch noch ne OP on top".

05.03.2021 13:34 • x 3 #383


Sommerblume_94

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Gooood evening ihr Lieben.

Ich dachte ich gebe nach einiger Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir.
Aktuell bestimmt die Lernerei mein Leben, noch bis Anfang April. Aber die erste Prüfung, die mich sehr gefordert hat ist bestanden. War echt ein kleines Erfolgserlebnis nach diesen ganzen beschissenen Monaten.
Konzentrieren gelingt mir so semi. Aber ich kämpfe haha.

Die letzten Tage und Wochen sind und waren ein ewiges up und down.

Erst Mal vielleicht ein paar "negative" Einwürfe...Ich vermisse ihn nach wie vor jeden Tag. Heute wieder sehr. Bin nach der Arbeit noch zu einer Freundin gefahren die einen Ort weiter wie er wohnt. Und das blöde Navi hat mich genau an seiner Straße vorbei geleitet. Immer wenn ich durch den Kreisel an seiner Straße fahre gehts mir echt schlecht. Es ist alles wieder da. Baaam. Diese Vertrautheit die mir so zu schaffen macht. Als wäre ich nie weg gewesen.
Muss auch leider gestehen dass ich den notwendigen Einkauf heute dann nicht in dem Ort gemacht habe sondern extra einen Umweg gefahren bin. Ich wollte ihm einfach partout nicht begegnen. Vermeidung. Ich weiß. Das Podest ist doch leider sehr sehr standhaft auf dem er steht. Und auch dieses Gefühl, dass ich so vorher nie kannte. Von wegen "das wars jetzt gewesen, für immer". Gerade heute hat mich das wieder sehr verzweifeln lassen.

ABER
Ich mache Fortschritte in meiner Therapie. Da es eine analytische Therapie ist lässt sie mich eigentlich nur reden. 50 Minuten lang nur reden was mir durch den Kopf geht. Der Sinn dabei soll sein tiefere Bewusstseinsvorgänge an den Tag zu fördern. Im Gegensatz zur klassischen VT, bei der es eher um Umstrukturierung von negativen Gedanken geht (richtig Tatiana? ). Auf jeden Fall dachte ich am Anfang. Oh ne. Unnötig. Aber muss sagen. Es wirkt bilde ich mir ein. Ich hinterfrage nicht mehr so. Warum wieso weshalb.
Es sind Dinge zu Tage gekommen, die mir vorher nie so bewusst waren.
Ich war schon immer ein Mensch der super viel gegrübelt hat. Selbst als Kind. Schon sehr sehr jung habe ich die komplette Welt hinterfragt. Mit 12 dann ne Phase, in der ich vor lauter Nachdenken fast nicht mehr schlafen konnte. Damals meine erste Psychotherapie. Die Probleme hielten an bis ich bis 16 meinen ersten Freund kennenlernte, mit dem ich anschließend 5 Jahre zusammen war. Schwupps war die Grübelei besser. Fast verschwunden. Damals hat sich das mein Gehirn wohl so gemerkt. Ist meine Hypothese. Dass ich nen Mann brauche, um mich besser zu fühlen. Sicher nicht der einzige Grund. Aber auf jeden Fall wichtig.
Aktuell habe ich auf jeden Fall öfter rationale Gedanken und kann auch SEIN Verhalten mittlerweile etwas klarer sehen. Bin auch teilweise echt wütend wie da mit mir umgesprungen wurde.
Auch sehe ich wann das Ganze eigentlich so toxisch wurde. Ich hätte gehen müssen. Was mich gehindert hat waren meine Schuldgefühle und diese wahnsinnige Hoffnung. Stattdessen bin ich geblieben. Und es ist immer schlimmer geworden zwischen uns. Ich mehr und mehr investiert. Er mehr und mehr die Lust verloren. Respekt verloren. Diese Abhängigkeit hat mich Dinge tun lassen die ich wirklich sehr bereue und für die ich mich auch schäme. Möchte es nie mehr so weit kommen lassen.
Bin oft noch traurig und denke.. Warum habe ich diese massiven Erkenntnisse jetzt. Damals hätten sie mir geholfen nicht so abhängig von ihm zu werden. Und vielleicht wäre dann alles ganz anders gekommen. Das macht mich traurig (dennoch weiß ich natürlich mittlerweile auch was er sich alles geleistet hat. Aber trotzdem hat das Teufelchen auf meiner Schulter leider im Moment noch die Oberhand und Gefühle wie Sehnsucht und tolle Erinnerungen dominieren einfach). Genauso wie der Gedanke wie super happy die beiden jetzt sind. eigentlich schön bescheuert. Man weiß ja gar nicht ob es so ist..

Häufen sich die Momente, interpretiert man das als riesen Leidenschaft und wohlmöglich als Love of the century, Romeo und Juliet-level. (Tatiana). Das glaube ich mittlerweile auch. So so oft frage ich mich woher diese massiven Gefühle (ja fast schon übermenschlichen) Gefühle für ihn herkamen. Ich glaube auch dass es dieses push und pull war. Jede Nachricht am Ende war wie eine neue Dosis. Leider ist das Verhalten noch sehr verhaftet in mir. Wenn ich irgendwas über ihn mitbekomme. Volles Programm. Übelkeit, zittrige Hände. Krasse Panik ihm zu begegnen. Ist vielleicht auch ein Lernprozess das wieder abzutrainieren? Dass das Gehirn lernt seine Person nicht mehr mit Glückshormonen in Verbindung zu bringen? Irgendwie so stelle ich mir das in der Theorie vor.

Auch hat mit die Therapie geholfen zu sehen, dass mein Selbstwert wohl leider doch mit das größte Problem ist. Ich habe früher 15 kg mehr gewogen. War die graue Maus. War wirklich nicht schön. Und hätte von so einem Mann wie ihm nur träumen können (meine unerwiderte Grundschulliebe sieht ihm auch sehr ähnlich). Auf jeden Fall habe ich mich vielleicht deshalb neben ihm oft so klein gefühlt. Weil ich das noch in mir habe. Und er im Gegensatz eben auch super selbstbewusst ist.

Wie ihr merkt er ist noch sehr sehr präsent. In meinen Gefühlen. Gibt keinen Tag an dem ich nicht daran denke was er wohl gerade macht. Aber ich denke mir dann immer. Es sind erst 8 Wochen. 8 Wochen seit dem großen Knall. Klar sind wir schon 14 Monate getrennt, aber eben vorher nie so richtig.
Diese Sehnsucht macht mir eben schwer zu schaffen. Er war einfach für mich mein Bruder auf eine Art. Egal wie sch. er zu mir war. Ich würde wenn er morgen vor der Tür steht glaube ich NOCH nicht die Stärke zu besitzen ihn komplett zu kicken. Auch habe ich immer noch oft massive Wut auf sie. Ich versuche dann nicht zu streng zu mir zu sein. Und eben zu akzeptieren dass es so ist. Von Exi selbst und der next bekomme ich aktuell glücklicherweise wenig bis nichts mit. Ich weiß auch nicht wie deren Stand ist.


Ich hatte euch ja berichtet dass ich mit einem Bekannten spazieren gehen wollte. Das habe ich auch getan. Und es war die richtige Entscheidung. Wir haben uns sehr gut unterhalten und er meldet sich sehr sehr oft. Es ist ein sehr gutaussehender Mann, Ende 20, Polizist. Beziehungsmensch. Hat eigentlich all das, was mir bei einem Mann zusagt. Es gab dann auch noch ein zweites Treffen. Nach meiner Prüfung letzte Woche. Wollten einfach einen Wein zusammen trinken und bisschen quatschen (er weiß dass ich noch sehr an meinem Ex hänge, ich habe mit offenen Karten gespielt). Tja. Leider lief der Abend anders als erwartet. Aus einem Glas wurden 4 und ich hab nen kompletten Filmriss, da ich so lange keinen Alk. getrunken habe. Es gab einen Kuss. Und auch mehr.
Am nächsten Morgen bin ich wach geworden und habe mich hundeelend gefühlt. Hätte meinem ex am liebsten geschrieben. Der Drang war echt schwer auszuhalten. Habs aber durchgezogen. Es hätte auf jeden Fall nicht so laufen dürfen. Es war viel zu früh dafür.
Ich empfinde wirklich außer einer tiefen Sympathie nichts für den Polizisten. Dabei ist es wirklich einer der nettesten Männer, der mir je begegnet ist. Er hat sich alles wieder und wieder angehört. Meinte es tut ihm leid wie der Abend lief, er wollte meinen Alk. Zustand nicht ausnutzen. Aber er fände mich toll. Und wolle mich kennenlernen. Mit aller Zeit der Welt. Wohlwissend wie sehr ich noch in der anderen Sache hänge.
Ich habe mich jetzt erst Mal da ausgeklinkt. Möchte mich auf meine Prüfungen konzentrieren. Wir haben zwar ab und an Kontakt via whatsapp. Aber eben nicht mehr. Es imponiert mir natürlich wie sehr er sich bemüht. Es scheint wirklich ein toller Kerl. Da hier in der Region wirklich jeder jeden kennt habe ich mich natürlich umgehört. Es gibt keine Skandale und keine Weibergeschichten über ihn. Naja ..nichtsdestotrotz...
Wie es der Zufall so will wurden wir beim Spazieren gesichtet. Von einem Kumpel meines Ex. Ich dachte mein Herz bleibt stehen. Was für ein irrer Zufall. Wüsste schon gerne ob er es ihm daraufhin erzählt hat. Dieses "es ist mir egal was er denkt", davon bin ich noch weit entfernt.

Es zieht mich auch einfach sehr runter zu merken dass ich offensichtlich echt völlig erkaltet bin nach der ganzen Sache. Und mich scheinbar wirklich nur Männer wie mein Ex Freund anziehen (Kann es sein dass ich das Drama vielleicht brauche um mich zu verlieben? Bei dem Typ vor meinem Ex habe ich auch erst Gefühle entwickelt als er meinte er wisse plötzlich nicht mehr ob er das mit uns wolle)
Keine Ahnung. Aktuell fühle ich mich als könne mich wirklich niemand mehr begeistern.

Dennoch kann ich sagen. Dass es mir trotz dem ganzen auf und ab besser geht. Es ist viel Akzeptanz mittlerweile dabei und ich erwarte keine Wunder mehr von mir. Ich mache Sport und kann mich auf die Uni konzentrieren. Mal mehr, mal weniger. Aber wenn ich sehe wie es mir vor einem Jahr ging..dann sind das Welten.
So viele viele Infos. Ich hoffe ich habe nicht zu verwirrend geschrieben.
Möchte das hier wirklich gerne so lange weiterführen bis ich sagen kann das Kapitel meines Lebens ist zu Ende. Und damit anderen Mut machen.

Ich drücke euch.

18.03.2021 23:03 • x 4 #384


Sommerblume_94

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Leute es ist offiziell. Er hat sie als seine neue Freundin vorgestellt. Nach gerade einmal 2 Monaten treffen.

Ich weiß nicht was ich machen soll. Mir ist den ganzen Morgen schon übel und ich heule mir die Augen aus.
Ich kann das nicht glauben. Es ist wirklich wie ein schlechter Albtraum.

Er muss wie ausgewechselt sein. Macht Dinge wie inline skaten, kocht für sie. Verbringt jede freie Minute mit ihr. Wohl auch dem lockdown geschuldet aber trotzdem.
Ich bin so unfassbar traurig. Weiß überhaupt nicht wohin mit mir. Noch niemals im Leben wurde ich so gedemütigt. Und bei ihr ist er jetzt der treusorgende Freund der alles stehen und liegen lässt.

Niemals wäre ich nach 2 Monaten Leuten als Freundin vorgestellt worden.
Ich kann es wirklich nicht fassen. Nach allem was war. Vor 8 Wochen noch hat er uns parallel getroffen. Ich brauche echt eure Hilfe

20.03.2021 14:27 • #385


luckyslevin777


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liebe sommerblume

niemand demütigt dich in diesem moment.. nur du dich selbst! hör auf damit! du tust dir damit nichts gutes und gerade gutes solltest du dir in diesem moment tun! nimm ein bad, geh raus, geh joggen und verausgabe dich, gönne dir etwas gutes zu essen, treffe dich mit freunden und versuche möglichst dein kopfkino auszuschalten. nur in deiner vorstellung ist hollywood angesagt! vermeide es! STOP! deine gedanken steuerst du..du alleine!

..und wenn der erste schmerz der gewißheit abgeklungen ist, versuchst du es den beiden zu gönnen! versucht du dich für sie zu freuen! ..und im wissen, das sie jetzt ein paar sind, darfst du dich, hoffnungslos in bezug auf deinen ex, und hoffnungsfroh in bezug auf deine zukunft, DEINEM leben widmen.
erst wenn du all deine hoffnungen begraben hast, all deine erwartungen nicht erfüllt wurden und du emotional völlig losgelöst bist von dieser beziehung, erst dann werden, unverhofft, unerwartet und völlig überraschend, ereignisse vonstatten gehen, die du dir zum jetzigen zeitpunkt nicht mal im traum vorstellen könntest. bewahre dir den glauben an das gute, ans gerechte und vor allem an dich selbst...

heute mach ich meinen ersten 10 km lauf..

..und jetzt schnall du dir auch die laufschuhe an und lauf los!

lass von dir hören. herzlichst luckyslevin.

20.03.2021 14:55 • x 2 #386


Sommerblume_94

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Danke Lucky...
Ich freue mich sehr für dich dass du das Laufen so als Hobby entdeckt hast. Behalte das auf jeden Fall bei.

Ja heute ist echt ein absoluter sch. Tag. Der Moment vor dem ich jetzt über ein Jahr Angst hatte. Dann auch noch sie. Das ist für mich einfach ein doppelter Schlag in die Fresse. Vor allem zu wissen wie schnell das jetzt ging. Das war bei keiner seiner Freundinnen so. Es ist für mich einerseits ein Segen sie kennengelernt zu haben und zu wissen wer da jetzt auf mich folgt. Zum anderen ist es ganz ganz schrecklich. Ich saß auf ihrem Sofa. Hab mit ihr geredet. Ihr Dinge erzählt. Und sie hat so so über ihn abgelästert. Auch ihre Familie mit der wir im Anschluss noch telefoniert hatten (kenne die Schwester von ihr über den fussball Verein meines ex).

Es ist wirklich wie ein schlechter Film. Dabei wusste ich dass es so kommen wird. Dass er sich verliebt hat. Rational erklären kann ich es mir nicht. Ich kenne ihn ja und weiß was für ihn bei einer Frau wichtig ist. Nichts davon erfüllt sie. Und auch umgekehrt meinte sie ja sie wolle so jemanden niemals.
Ich weiß es nicht. vielleicht spielt auch der Lockdown mit rein.
Ihr werdet wieder schimpfen über was ich mir jetzt den Kopf zerbreche.

Aber es sind eben meine Gedanken aktuell die ich mit euch teilen möchte.
Für mein eh kaum vorhandenen Selbstwert ist dies eben nun die endgültige Klatsche.

Mir ist bewusst dass das aktuell nichts mit mir zu tun hat was die 2 da haben. Aber man denkt eben man kennt einen Menschen. Und so wie ich ihn kenne nach nunmehr 2 Jahren passt das null ins Bild. Der beziehungsphobische Mensch der auf einmal nach so kurzer Zeit alles offiziell macht. Er hat sich Tinder gelöscht. (hat er bei mir damals nicht mal als wir zusammen waren) etc.

Mal wieder denke ich sie ist es jetzt vielleicht eben einfach und ich wars nicht wert. Dann sind da so Gedanken die sagen dass er mit allem Recht hatte was er mir an den Kopf geworfen hat. Über meine Persönlichkeit.

Oh mann ich bin echt ein Haufen Selbstmitleid.

20.03.2021 17:24 • x 2 #387


Lalalana1

Lalalana1


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Ne nicht schimpfen.. ) aber woher hast du diese ganze Info? Ich mein... das sie zusammen sind und das die inlineskaten etc ppt.
Ihr hab einander noch gut getan. Das wars. Warum soll das was mit Dir zu tun haben? Zwei Menschen gestalten eine Beziehung.

20.03.2021 20:52 • x 1 #388


Sommerblume_94

Sommerblume_94


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Danke Lana

Ich war gestern Abend dann noch bei einer Freundin und konnte doch noch ein wenig lachen

Ihr wisst ja dass ich mir jetzt über EIN Jahr Vorwürfe gemacht habe und wirklich alles versucht habe dass es nochmal was wird. Wurde ja dadurch alles nur schlimmer statt besser. Für mich war das gestern einfach dieses Gefühl. Schau an. Für sie tut er das alles. Kocht, geht inline skaten. Geht nach grade mal 2 Monaten ne Beziehung ein. Sie hat sich einlullen lassen.
--> ergo ist er nicht das Problem sondern ich. So wie er es dir ganze Zeit auch gesagt hat. Weil offensichtlich ist er ja zu alldem in der Lage was ich mir gewünscht habe. Nur eben nicht bei mir.
Das hat ihn gestern nochmal so auf ein unglaubliches Podest gehoben.
Und ich habe mich einfach nur hundeelend gefühlt. Auch dass er all das für eine Frau tut, die nichts von dem hat was ihm eigentlich so viele Jahre so wichtig war.
Ich denke für mich, meine Schuldgefühle und auch meine Selbstzweifel wäre es auf jeden Fall die Erlösung gewesen wäre er jetzt zu ihr genauso sch. und sie hätte ihn gekickt.
Mitzubekommen dass es das komplette Gegenteil ist macht es mir noch schwerer das ganze rational zu sehen und mich nicht schlecht zu machen.



Wie ich das erfahren habe?
Der Partner einer meiner engsten Freundinnen lebt in der gleichen Straße wie mein ex. Dessen Vater und mein ex haben beruflich miteinander zu tun und der Vater hat meinen ex vor einiger Zeit beim inliner fahren mit next getroffen.
Er hat dann gefragt wer das Mädel sei und mein ex meinte "Mein neues". Außerdem ist sein Tinder Profil gelöscht.

Oh mann Leute das ist echt alles aktuell wie ein schlechter Traum. Worst case Szenario .

21.03.2021 12:46 • #389


FrauDrachin


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Hey Sommerblume,

ich schick dir erst mal eine Umarmung.
(Und das folgende ist wie immer absolut nicht böse gemeint, ich würde nur nach wie vor für einen Perspektivewechsel plädieren...)

Zitat von Sommerblume_94:
Noch niemals im Leben wurde ich so gedemütigt.


Whääääämmmm....
Was für große Worte!
Gänsehautworte!
Großes Drama!
Kann man nur schweigen, ob der Wucht dieser Worte, keine Diskussion.

Was steckt dahinter?
Gedemütigt...
Für mich klingt das nach verletztem Ego. Letztlich fühlt man sich gedemütigt sehr klein. Ganz eng verknüpft mit Scham und Ohnmacht.
Es geht darum, wie man von außen wahrgenommen wird. Die Demütigung ist schlimmer, je mehr Menschen sie mitbekommen.
Es muss einen bösen geben, der einen gedemütigt hat. Es geschieht ein Unrecht.

Ich fühle mich am meisten Gedemütigt, wenn aufgeblasenes Ego oder aufgeblasene Theorien, die aus irgendeinem Grund wichtig für mich waren, hart auf dem Boden der Realität aufschlagen. Man hat gekämpft um Recht zu behalten, und stellt fest, dass man von Anfang an Unrecht hatte. Man hat ein bischen zu lange gekämpft, und sich dadurch lächerlich gemacht. Bis man sich die Niederlage eingestehen musste. Und alle sehen es.

Soweit meine Gedanken dazu. Was denkst du, wenn du auf theoretischer Ebene über Demütigung nachdenkst? Und wie passen deine theoretischen Erkenntnisse zu deiner Situation? (Was sagt denn die Psychologie zu Demütigung?)

Ok, wie führt der Weg raus aus der Demütigung: Ich würde sagen, durch Demut.
Schreib mir doch, ob du mit meinen Gedanken was anfangen kannst, dann philosophier ich vielleicht weiter, bevor ich mich vergalloppier.

21.03.2021 13:11 • #390



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