Zitat von leskine: Mich würde interessieren wie du das emotional verbastelst, die offene Beziehung. Ich habe da Respekt vor.
Ist es nicht so, dass man sich in dem Fall den Partnern gegenüber, nicht vollständig öffnet? Und wo ist die Grenze zu Polygamie?
Edit: Ich meine das man für sich (Selbstwert) dahin kommen muss, dem Partner die Erfüllung seiner Bedürfnisse zu gönnen und es einen glücklich macht wenn der Partner glücklich ist, auch wenn man nicht aktiv an der Befriedigung seiner Bedürfnisse teilnimmt. Oder ist es gerade diese Freiheit, die dann wiederum eine tiefer Bindung ermöglicht?
Du immer mit deiner Polygamie. Es gibt eben auch gespiegelt die Polyandrie (z.B. Tibet). Offene Beziehung wäre Polygamie / Polyandrie ohne Zweitehe. Und wie weit man sich dem Partner öffnet, ist eben individuelle Entscheidung.Und eben auch, wie viel der "betroghene" oder damit einverstandene Partner von den polyamoren Aktivitäten des anderen überhaupt wissen will. Manchen genügt die Tatsache an sich, manchen der Name, andere die Bekanntschaft und andere wollen alle Details wissen. Das liegt auch am Selbstwert des teilenden Partners oder eben an dem Ausmaß seiner masochistischen Ader.
Es ist vermutlich durchaus so, dass ein frei flektierender Partner für den anderen Partner auch einen gewissen positiven Reiz ausübt. Man hat ja einen Partner, der offensichtlich so begehrenswert ist, dass auch andere ihn haben wollen. Auch das Verhalten der freien Partners kann durch seine neuen Abenteuer einen positiven Aufschwung nehmen und so belebend in die Partnerschaft hinein wirken. Die ganze Sache ist aber emotional überaus fragil und risikoreich und ich schätze, dass sie nur eine bestimmte Zeit aufrecht erhalten werden kann. Oder eben beide haben einen Zweitpartner.
Zitat von leskine: Mutig, reflektiert und verantwortlich wäre, sein Bedürfnis nach fremder Haut zu erkennen und das BEVOR es dazu kommt das ein 3ter in eine bestehende Zweisamkeit tritt, den Partner über dieses Bedürfnis zu informieren und nach Lösungen zu suchen.
Andernfalls ist es die Pistole auf der Brust, den Partner vor vollendete Tatsachen stellen und hat mit Respekt und Achtung nichts zu tun.
Ach komm - dann musst du theoretisch von Anfang an damit rechnen, dass dieses Bedürfnis in den meisten Menschen potentiell vorhanden ist und es von vornherein bei Eingehen einer Beziehung einkalkulieren. Denn praktisch gesehen wäre es doch so, dass jemand bei etwas heißer werdendem Flirt zum Handy greifen muss und seinen Partner auf die nun aufkommende Gefahr des Bedürfnisses nach fremder Haut aufmerksam machen muss und sein o.k. erfragen soll. Vielleicht sollte man dafür ein eigenes Emoticon kreieren, denn es ist ja nun Gefahr im Verzuge und kaum Zeit für ellenlange Texte.