So, jetzt kommt die Moralkeule.
Nein Quatsch
Ich bin jemand, der Fremdgehen verurteilt, gleichwohl hab ich in gewissen Situationen Verständnis für die Ursache.
Was auch immer man im Leben macht oder unterlässt, es sollte aus den richtigen Gründen geschehen. Und die Gründe sind dann richtig, wenn man seinen eigenen Bedürfnissen folgt ohne dabei die Bedürfnisse eines anderen zu übergehen. Voraussetzung dafür ist, dass die Bedürfnisse bekannt sind. Lassen sich Bedürfnisse nicht beiderseits erfüllen, muss man schauen ob man einen Kompromiss findet und oder die Konsequezen ziehen.
Die TE ist vermutlich aus einem etwas verzerrten Sicherheitsbedürfnis in der Beziehung und zudem will sie ihrem Kind nicht schaden. Letzteres ist zwar vorbildlich, aber ich glaube, Kinder nehmen auch Schaden wenn ihre Eltern eine ungesunde Beziehung zueinander führen. Die Beziehung der Eltern und der Umgang miteinander ist die Schablone für das Kind, welche es entweder übernehmen wird oder mit aller Kraft vermeiden will, was wiederum zu Problemen führen kann. Insofern ist überhaupt nicht gegeben, dass es dem Kind besser gehen wird, wenn die TE bei ihrem Freund bleibt. Leider.
Das Gespräch mit dem Freund zu führen, ist wohl tatsächlich notwendig, obgleich sehr schwer. Dafür muss sie ja selbst wissen, was sie denn nun will. Eine Beziehung aufrecht erhalten wollen, ohne Anziehung zu verspüren - schwierig. Aber die bekommt sie ja vom AM. Diesen jetzt auf Eis zu legen, wäre vermutlich vernünftig, damit sie überhaupt in die Lage kommt, Bedürfnisse ihrem Freund gegenüber neu entwickeln zu können. Dann bliebe zu hoffen, dass der AM es gut aufnimmt und nicht mal unverhofft vor der Tür steht. Dem Freund würde ich die Affäre wohl nicht erzählen, wenn ich ernsthaft die Beziehung retten wollte.
Was nicht geht, ist so weiter zu verfahren und einen der beiden oder beide warmzuhalten. Nach dem Motto, ich verlasse den einen nur, wenn der andere bleibt um nicht allein zu sein.