Zitat von Nela-Mary:Ich persönlich bin der Meinung, dass man für sein Handeln auch die Verantwortung tragen sollte.
Und die größte Verantwortung hat man für sich selber.
Für sein Handeln Verantwortung tragen.. genau darum gehts doch. Aber eben NUR die Eigenen!
Seine Gefühle= seine Versntwortung.
Ihre Gefühle=
ihre! Verantwortung! Nicht! seine!Ich finds krass, dass jemandem eingeredet wird, er sei ein Held, weil er sich selbst verdreht und in Falten legt, bis die Seele Plissee hat,
... weil er zu feige ist, die Konsequenzen dessen zu ertragen, was er fühlt und was er für sein zukünftiges Leben will: nämlich raus da.
Ob jemand wirklich leidet, der neben jemandem lebt, dessen erkaltete Gefühle er täglich spürt...
... und dessen erkaltete Gefühle unter Umständen ursächlich sind für hier so oft ins Feld geführte Weinerlichkeit, Überempfindlichkeit, Perspektivlosigkeit, Unbeweglichkeit...
.... das ist doch die große Frage!
Ich mag mich nicht dauernd wiederholen.
Hier wird dauernd einem anderen Menschen das Recht auf seine Gefühle abgesprochen und einem erwachsenen Menschen die Verantwortung für sich selber geklaut.
Weil "sie könnte ja leiden und ich wäre Schuld und das würde ich nicht ertragen".
Äh... wenn sich eingefahrene Dinge ändern, dann macht das meistens Angst.
Wenn das mit Gefühlen zu tun hat, dann kann das auch wehtun.
Es tut sogar dem weh, der geht. Denn er hatte ja mal Gründe, zu diesem Menschen zu kommen.
Beziehungen verändern sich. Das ist der Lauf der Dinge. Das ist das Leben.
Man wächst aus manchen Beziehungen schlicht hinaus. Passiert. Kann keiner was dafür.
Ich bin selbst ziemlich empfindlich. Besonders bei Menschen, die sich abwenden, deren Gefühle nicht (mehr) mit meinen übereinstimmen werd ich umso empfindlicher, lege alles auf die Goldwaage, bin quasi "hautlos".
Alles, was der andere sagt verletzt tief. Täglich.
Dennoch fühlt sich der Gedanke, dieser Mensch könnte gehen an, wie das Ende der Welt.
Ich kübel dann so dermaßen selisch, weil dauernd Kindheitsthemen getriggert wurden. (Da wird das Verweilen zum Gift! Das darin gehalten werden zur Qual.)
Wenn diese Menschen gingen, hab ich erst mal gelitten wie ein Hund. War wütend, dann traurig... es tat weh.
Und irgendwann hörte das auf. Und ich hatte die Chance, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen. Für mein Empfinden. Ich bekam die Chance, zu heilen. Zu wachsen. Die vorher nicht vorhanden war.
Niemand macht eines anderen Gefühle. Gefühle machen wir uns selbst.
Also hat kein Außenstehender für eines anderen Menschen Gefühle Verantwortung.
Und nicht das Recht, jemandem seine Erfahrung vorzuenthalten oder abzusprechen.
Was bitte ist das denn für eine erniedrigende Haltung einem anderen Menschen gegenüber, diesem das Recht auf seine Gefühle abzusprechen?
Bzw sie ihm vorzuenthalten ...weil... es könnte dem anderen ja wehtun.
Glaub mir mal... in einer derartig hautlosen Befindlichkeit festzuhängen, weil man neben jemandem lebt, den man als kalt und urteilend empfindet... das tut viel mehr weh.
Es triggert täglich Minderwertigkeits-gefühle und Verlustängste.
Vielleicht denkt Ihr ja mal über die Kehrseite der Medaille nach.
Würdet Ihr wollen, dass ein Partner Euch derart klein macht, dass er Euch in einem solch schmerzvollen Zustand hält, weil er Euch nicht mehr lieben kann?
Und letzten Endes seid Ihr dann auch noch selber schuld dran, weil Ihr ja die Trauer um seinen Verlust bzw das Ende dieser Beziehung "nicht ertragen könntet"... dient also selbst als Vorwanf, Euer Leiden an dieser Ehe zu zementieren?!
Kann man machen. Ist man halt keinen Deut anders als all die X Beziehungspartner, die so gerbe raus wollen, sich aber nicht trauen.
Und den Partner als Vorwand benutzen, hocken zu bleiben im Patt. (Schachbegriff. Zugunfähigkeit. Wenn man einander gegenseitig vollkommen blockiert hat.)