Ihr Lieben, ich bin echt froh, dass es hier einen so regen Austausch gibt. Ich hatte erst befürchtet, dass mir niemand antworten würde.
@Grace_99 Ich kann das so nachfühlen. Mit zwei Kindern kann man sich dann auch einfach nicht so viel Zeit für sich nehmen, wie man vielleicht braucht. Wie ist das bei dir? Ist es deine erste Therapie und wie lange gehst du schon hin?
@scallisia @HarryKane Danke für eure Gedanken! Ja, das hat wahrscheinlich schon dazu beigetragen, dass es bei mir länger dauert. Am Anfang war der Kontakt noch so mein Sicherheitsanker irgendwie. Das hat sich dann irgendwann verändert und wurde immer toxischer, da kamen als einige "Hämmer". Als wenn man immernoch raucht, obwohl man davon kotzen muss. Die Rauchentwöhnung habe ich schon lange durch, damals hat es mir geholfen zu verstehen, was das Verlangen ausgelöst hat (bei mir war es Stress, ob positiv oder negativ). Das zu wissen hat geholfen und ich habe gelernt, dass Stress auch ohne Rauchen vergeht.
Bestimmt gibt es da Parallelen. Komischerweise habe ich mich aber sehr schnell daran gewöhnt, dass niemand mehr zuhause ist wenn ich heimkomme, dass ich alleine einschlafe und aufwache. Er als Person fehlt mir gar nicht, auch nicht unsere Gespräche. Wenn ich ganz ehrlich bin, war unsere Beziehung was das anging eher oberflächlich, wir sind (waren?) beide eher verschlossen. Der Schmerz, ohne ihn zu sein kommt eher "random". ZB schaue ich nach einem neuen Smartphone, das gute Selfies macht. Und denke im nächsten Moment daran, dass er mit seiner Neuen bestimmt jetzt auch lacht und Selfies macht und BÄM! Ehe ich was dagegen tun kann stecke ich im Loch. Ich weiß nicht, inwiefern das noch mit "Entwöhnung" im Sinne von Suchtentwöhnung zu tun hat. Ich werde mal beobachten und drüber nachdenken.
Wenn ich ein wenig das Gefühl hätte, das es bergauf geht, dann könnte ich geduldiger sein. Aber die letzten 8 Wochen tut sich einfach nichts

@Irmeli quote]Das ist schwierig und kann mitunter sehr schmerzhaft werden, aber das darf es. Du darfst traurig sein. Du darfst alle Gefühle haben, die hochkommen. [/quote]
Oh ja, das muss ich mir immer wieder sagen. In unserer Familie ist Trauer nicht so wirklich gelebt worden, daher fiel es mir vor allem zu Beginn schwer, meine Gefühle auch mal nach außen zu zeigen. Daher habe ich auch trösten und getröstet werden nicht so gut gelernt. Das trägt bestimmt auch zu meiner Situation heute bei.
Ich kann schon verstehen, dass Ablenkung zu einem gewissen Grad wichtig ist. Das Gehirn "gewöhnt" sich an die negativen Muster, Stichpunkt Neuroplastizität. Beide haben mir auch gesagt dass es wichtig ist, sich Zeit zum Trauern zu nehmen, diese Zeit aber wenn möglich zu beschränken.
@wiwi1016 Es ist so schön, sich hier verstanden zu fühlen. So viel von dem was du schreibst trifft auch auf mich zu. Die Trennung als Chance sehen, alles eigentlich ganz gut gewuppt kriegen und trotzdem dieser ganze Schmerz. Es liest sich, als konntest Du schon einen großen Teil davon hinter dir lassen. Was hat dir am meisten geholfen auf deinem Weg und was hilft dir heute besonders? Magst du vielleicht mal alles herunterschreiben, worauf du stolz sein kannst? Ich entdecke da in deinem Text
jede Menge und vielleicht hilft dir das, es auch zu sehen.
Zitat:Dieser Weg ist sehr schwer, und nicht in eine paar Monaten zu gehen.
Ich weiß es ist Unsinn, aber mir fällt es wirklich schwer nicht jeden traurigen Tag als sinnlos verschwendeten Tag zu sehen.
@Dancer1987 Magst du von deinen Alpträumen mal berichten?
Was ONS angeht: ich kenne mich da ganz gut & will mein Leben nicht verkomplizieren. Obwohl ich natürlich oft daran denke dass mein Ex mit seiner Neuen jetzt Spaß hat. Na die wird auch irgendwann merken dass er nur alle Schlatjahre mal duscht sobald die ersten Schmetterlinge verfolgen sind

Das musste jetzt mal raus
Ich hoffe ich habe allen gentwortet, sorry wenn ich was übersehen habe <3